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Präsidentenwahl in Portugal trotz Sturmfolgen begonnen
In dem von einer Sturmserie getroffenen Portugal hat am Morgen die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Rund elf Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, einen Nachfolger des konservativen Amtsinhabers Marcelo Rebelo de Sousa zu bestimmen. Die Wahllokale schließen um 19.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MEZ), auf den weiter westlich gelegenen Azoren-Inseln eine Stunde später.
Das Staatsoberhaupt hat in dem EU-Land relativ viel Macht. Der Präsident kann sowohl sein Veto gegen Gesetze einlegen als auch das Parlament auflösen und Neuwahlen ausrufen.
Als haushoher Favorit gilt der sozialdemokratisch orientierte Politiker António José Seguro von der sozialistischen Partei (PS). Sein Widersacher ist der Rechtspopulist André Ventura von der Partei Chega (Es reicht). Die Wahlbeteiligung könnte wegen der Sturmfolgen niedriger als bei früheren Urnengängen ausfallen. In einer Rede an die Nation rief Rebelo de Sousa dazu auf, trotz der Probleme durch die vielen Stürme zur Wahl zu gehen.
Der Wahlsieger tritt voraussichtlich am 9. März die Nachfolge des 77-jährigen Rebelo de Sousa an, der das EU-Land im Südwesten Europas seit 2016 führt.