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2. Stammstrecke München: Bahn baut neues Gebäude am Hauptbahnhof
Die Deutsche Bahn (DB InfraGO) hat ihren neuen Baufahrplan vorgestellt und kündigt den Bau eines fünfgeschossigen Übergangsgebäudes am südlichen Bahnhofsausgang des Hauptbahnhofes an. Der sogenannte Interimsbahnhof soll ab Mitte 2027 für rund zehn Jahre zentrale Funktionen des Hauptbahnhofs übernehmen und einen reibungslosen Betrieb während der nächsten Bauphasen sichern.
Übergangsgebäude sichert Bahnhofsbetrieb
Ab März 2026 entsteht am südlichen Ausgang des Hauptbahnhofs ein Bahnhofsgebäude auf Zeit. Geplant sind unter anderem ein Reisezentrum, Schließfächer, ein Fundbüro sowie weitere Service- und Betriebsbereiche. Rund 20 Millionen Euro investiert die Deutsche Bahn in das Interimsgebäude.
„Der Interimsbahnhof ist der Schlüssel für alles, was jetzt folgt. Er hält den Betrieb stabil, während wir den neuen Hauptbahnhof und die 2. Stammstrecke weiterbauen“, erklärt Gesamtprojektleiter Kai Kruschinski.
Weitere Bauarbeiten am Hauptbahnhof
Parallel dazu stehen weitere einschneidende Maßnahmen an: Der nördliche Randbau des Starnberger Flügelbahnhofs wird abgebrochen, außerdem wird die bestehende Baugrube am Zentralen Abgang nach Westen erweitert. Dort entsteht das sogenannte Vorhaltebauwerk für die künftige U-Bahn-Linie U9, die das Münchner U-Bahn-Netz deutlich entlasten soll.
Tiefste Bahnhöfe Deutschlands entstehen
Sowohl am Hauptbahnhof als auch am Marienhof entstehen die künftig tiefsten Stationen Deutschlands – mehr als 40 Meter unter der Oberfläche. Am Marienhof ist der tiefste Punkt der Baugrube bereits erreicht. 2026 beginnt dort der Ausbau der endgültigen Station, zunächst auf der Bahnsteigebene.
Am Hauptbahnhof wird im Spätsommer 2026 die maximale Aushubtiefe von rund 45 Metern erreicht. Anschließend startet auch hier der Stationsausbau von unten nach oben.
Tunnelbau startet neue Phase
Erstmals kommt eine der großen Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz. Sie bohrt den Erkundungs- und Rettungsstollen zwischen Donnersbergerbrücke und Marienhof ab Herbst 2026.
Arbeiten entlang der Strecke
Auch abseits des Hauptbahnhofs schreitet das Projekt voran:
In Laim geht Gleis 2 mit neuer Bahnsteigkante in Betrieb.
Am Ostbahnhof beginnen Spezialtiefbauarbeiten für die neue unterirdische Station sowie Vorbereitungen für die Tunnelbohrmaschinen aus Richtung Osten.
Zudem ist der Baustart der Querung an der Berg-am-Laim-Straße vorgesehen.
Mehr Kapazität für Münchens S-Bahn
Ziel sind mehr Kapazität, eine höhere Betriebsstabilität und bessere Voraussetzungen für das Wachstum der S-Bahn.
Die Inbetriebnahme des Milliardenprojekts ist derzeit für den Zeitraum 2035 bis 2037 geplant.
05.02.2026