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Söder: Zwei Riesen-Pandas kommen in den Tierpark Hellabrunn

Jetzt ist es offiziell: Der Tierpark Hellabrunn soll spätestens 2028 zwei Riesenpandas bekommen. Bestätigt wurde das jetzt durch Ministerpräsident Markus Söder. Die Tiere kommen als Leihgabe aus China. Im östlichen Teil des Tierparks soll eine neue Panda-Anlage entstehen.

Politik und Tierpark sehen das Projekt als Beitrag zum internationalen Artenschutz, Tierschutzorganisationen üben deutliche Kritik. Unter anderem wirft „Peta“ der Staatsregierung vor, mit den Pandas vor allem touristische und finanzielle Interessen zu verfolgen. 

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Warum überhaupt Pandas nach München?

Große Pandas sind ein echter Naturschutz-Erfolg. Ohne die Zusammenarbeit von Zoos und Artenschützern in aller Welt hätte es das kaum gegeben. Hellabrunn macht bei einem internationalen Artenschutzprogramm mit, zusammen mit dem China Conservation and Research Center for the Giant Panda in Chengdu. Ziel: Artenschutz weltweit unterstützen, Forschung fördern und Umweltbewusstsein in Bayern stärken.


Wer zahlt für die neue Anlage?

Der Freistaat Bayern übernimmt die Kosten. Die neue Panda-Anlage soll modern, nachhaltig und ein Hingucker für Besucher werden. 


Wie kommen die Pandas nach München?

Mit höchsten Tierschutz-Standards: Tierärzte und Pfleger aus Chengdu begleiten die Tiere. Ziel: möglichst wenig Stress.


Wie wird die Panda-Anlage aussehen?

Rund 5.000 Quadratmeter groß, mit großen Innen- und Außengehegen, Bambus- und Wasserflächen, Rückzugsplätzen und Besucherbereichen. Die vorhandenen Bäume bleiben größtenteils stehen. Nachhaltige Bauweise und natürliche Lebensräume stehen im Vordergrund – die Pandas sollen sich wohlfühlen.


Wie werden die Tiere betreut?

Das Hellabrunner Team arbeitet eng mit den chinesischen Experten zusammen. Schulungen, regelmäßige Kontrollen und Betreuung durch erfahrene Pfleger sorgen dafür, dass die Pandas bestens versorgt sind.


Welche Ziele hat das Ganze noch?

Neben der Erhaltungszucht sollen die Pandas auch für Forschung und Bildung genutzt werden. Tierverhalten, Ernährung, Fortpflanzung – alles Themen, die untersucht werden. Außerdem sollen Besucher und Schulklassen mehr über Biodiversität, Artenschutz und ökologische Verantwortung lernen.


Wann ziehen die Pandas nach München?

Der Spatenstich ist noch für dieses Jahr geplant. Bauzeit: rund zwei Jahre. Geplant ist, dass die Anlage Anfang 2028 eröffnet wird.


Was fressen Pandas?

Riesenpandas sind Bambus-Fans – 10 bis 16 Stunden am Tag futtern sie zwischen 10 und 40 Kilo Bambus. Dazu gibt’s Obst, Gemüse wie Äpfel oder Karotten und einen speziellen „Panda-Kuchen“, der alles enthält, was die Tiere brauchen.


Wo leben Pandas eigentlich und wie viele gibt’s noch?

In den Bergwäldern Südwestchinas – vor allem in Sichuan, aber auch in Shaanxi und Gansu. Sie mögen Höhen von 1.500 bis 3.000 Metern. Es gibt aktuell rund 2.000 Pandas in freier Wildbahn und etwa 650 in menschlicher Obhut. Seit 2016 gelten sie als „gefährdet“.

21.02.2026

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