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Generalprobe geglückt: Biathleten zurück auf dem Podest

15.01.2026, 15:01

Nach der geglückten Staffel-Generalprobe für die Olympischen Winterspiele ließen sich die deutschen Biathleten euphorisch bei ihrem Heimspiel feiern. Platz drei in einem packenden Rennen war für Justus Strelow, Danilo Riethmüller, David Zobel und Philipp Nawrath in Ruhpolding der erhoffte Stimmungsaufheller genau zur richtigen Zeit. Erstmals in diesem Winter schaffte es das Quartett im Team auf das Podest - und würde das in einem Monat bei Olympia in Antholz nur zu gerne wiederholen.

«Das war eine Wahnsinns-Teamleistung. Alle Jungs haben einen megageilen Job gemacht», sagte Schlussläufer Nawrath im ZDF. Bis zur Ziellinie kämpfte der 32-Jährige sogar noch um Platz zwei, dazu reichte es im Duell mit dem Norweger Vetle Christiansen aber knapp nicht. «Das macht richtig Bock», sagte Nawrath trotzdem. Bei Partystimmung vor über 20.000 Fans musste er nach der anstrengenden letzten Runde aber anerkennen: «Die zwei waren noch einen Tick stärker.»

Erster Sieg seit fast fünf Jahren war möglich

Nur 7,9 Sekunden betrug der Rückstand auf Sieger Frankreich, dazwischen schob sich noch Olympia-Favorit Norwegen, das zuvor alle drei Staffelrennen der Saison gewonnen hatte. Die Deutschen zeigten eine starke Leistung am Schießstand und konnten sich auch wegen nur fünf Nachladern weit vorn platzieren. Zwischenzeitlich hatte es sogar nach dem ersten deutschen Staffelsieg seit dem 5. März 2021 ausgesehen.

Startläufer Strelow hielt sich zu Beginn trotz eines frühen Nachladers in der Spitzengruppe und übernahm auf der Schlussrunde sogar schon kurzzeitig die Führung. Bis zum ersten Wechsel auf Riethmüller musste der Sachse aber noch drei Kontrahenten vorbeiziehen lassen. Mit nur gut vier Sekunden war der Rückstand auf die Spitze aber gering.

Starker Auftritt von Riethmüller

Riethmüller, der noch um die Olympia-Norm kämpft, war zuletzt nach seinen schwachen Leistungen in den zweitklassigen IBU-Cup versetzt worden. Doch von Schwäche oder Verunsicherung war in Ruhpolding nichts zu spüren. Nach seinem schnellen Stehendschießen brachte der 26-Jährige Deutschland erneut auf den Spitzenplatz und übergab mit einem hauchdünnen Vorsprung vor der Schweiz und Italien auf Zobel.

Der Bayer hat die verbandsinterne Olympia-Norm erst zur Hälfte erfüllt. In der Vorwoche hatte Zobel als Schlussläufer beim Weltcup in Oberhof im Zielsprint keine Chance gegen die starke Konkurrenz. Mehr als Platz fünf war beim Sieg Norwegens für das DSV-Quartett in Thüringen nicht drin.

Beim zweiten Heimspiel zeigte Zobel keine Nerven, benötigte nur eine Extrapatrone und konnte an der Spitze dranbleiben. Schlussläufer Nawrath startete als Dritter hinter Schweden und Norwegen in die Loipe. Der Nesselwanger ließ sich im Vergleich zu anderen Situationen zuletzt nicht beirren und blieb am Schießstand mit jeweils einem Nachlader cool. Ohne den kleinen Patzer hätte es vielleicht sogar zu einem Heimerfolg gereicht.

Grotian kämpft noch um Olympia-Ticket

Fortgesetzt wird der Weltcup im Chiemgau am Freitag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) mit dem Sprint der Frauen. Dabei geht es für Selina Grotian um die Erfüllung der Norm für die Olympischen Spiele. Um sich für die Rennen im italienischen Antholz zu qualifizieren, braucht die 21-Jährige ein Top-Acht-Resultat oder zwei Platzierungen in den Top 15. Die letzte Chance dazu bietet sich im Verfolgungsrennen am Sonntag. Beim sechsten Platz der deutschen Frauen-Staffel hatte Grotian gefehlt. Weltmeisterin Franziska Preuß hatte sich dabei am Mittwoch eine seltene Strafrunde geleistet.

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