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OB Reiter: Ende für Tempo 30 an der Landshuter Allee
Die Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 an der Landshuter Allee soll so schnell wie möglich aufgehoben werden. Das hat Oberbürgermeister Dieter Reiter angeordnet, nachdem sich die Luftqualität an der viel befahrenen Straße deutlich verbessert hat.
Luftqualität unter dem Grenzwert
Der Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid (NO₂) lag im Jahr 2025 bei 38 Mikrogramm pro Kubikmeter und damit klar unter dem gesetzlichen Grenzwert von 40 µg/m³. Eine von München beauftragte gutachterliche Prognose geht zudem davon aus, dass der Grenzwert auch 2026 bei einer Rückkehr zu Tempo 50 eingehalten wird. Erwartet wird ein Jahresmittelwert von rund 35 µg/m³ NO₂.
Rückkehr zu Tempo 50
Nach Angaben der Stadt sind damit die Voraussetzungen erfüllt, um die streckenbezogene Tempo-30-Regelung aufzuheben und wieder Tempo 50 einzuführen. Oberbürgermeister Reiter hat die Verwaltung beauftragt, das zeitnah umzusetzen. Ziel ist es, den Verkehrsfluss an der Landshuter Allee zu verbessern, ohne die Luftreinhalteziele zu gefährden.
Verkehrsversuch als Alternative zu Fahrverboten
Der Verkehrsversuch war Teil des Münchner Luftreinhalteplans und sollte pauschale Fahrverbote verhindern. Durch die Tempo-30-Regelung konnte ein Diesel-Fahrverbot für Fahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 vermieden werden, das rund 50.000 Fahrzeuge betroffen hätte. Die Stadt wertet die Maßnahme als Beispiel für einen zeitlich begrenzten, wirksamen Eingriff zum Gesundheits- und Klimaschutz. Das Referat für Klima- und Umweltschutz soll den Stadtrat jetzt mit der Fortschreibung des Luftreinhalteplans befassen.
07.01.2026