Verfahren gegen Tesla-Lebensretter eingestellt

05.04.2017, 07:21

(Foto der Feuerwehr München)

Obwohl er als Lebensretter gefeiert wurde, hat die Staatsanwaltschaft gegen einen Tesla-Fahrer aus Garching ermittelt. Der Vorwurf: Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Um einem anderen Autofahrer das Leben zu retten, hat er auf der A9 nicht nur sich selbst in Gefahr gebracht, sondern auch seine 100.000 Euro-Karosse geopfert: Der 41-Jährige hatte am 13. Februar auf der A9 geistesgegenwärtig seinen Wagen vor den Passat eines ohnmächtig gewordenen Mannes geschoben. So konnte er sanft bremsen, das Fahrzeug hinter sich langsam zum Stehen bringen und Schlimmeres verhindern. (Die ganze Geschichte dazu gibt's auch hier.)

 

Wie sich später herausstellte, litt der Fahrer des VWs unter einer schweren internistische Erkrankung, weshalb er auch die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Durch die Courage des Tesla-Fahrers konnte nicht nur ein Unfall vermieden, sondern wohl auch sein Leben gerettet werden. Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen den Lebensretter erst jetzt eingestellt.

 

Auch Tesla-Chef Elon Musk hatte sich per Twitter zu dem Fall gemeldet. Er lobte den Einsatz des Fahrers und versprach ihm die Kosten für den Schaden zu übernehmen. So musste sich letztendlich auch die Versicherung des Mannes nicht mit dem ausergewöhnlichen Fall auseinandersetzen.