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Mann nach Schüssen von Beamten in Minneapolis tot
In der US-Stadt Minneapolis ist laut Heimatschutzministerium nach Schüssen durch einen Bundesbeamten eine Person gestorben. Diese sei am Einsatzort für tot erklärt worden, teilte das Ministerium auf X mit. Hingegen sagte der Polizeichef von Minneapolis, dass der Mann wenig später in einem Krankenhaus gestorben sei. Es handele sich um einen 37-jährigen weißen Bürger von Minneapolis, der vermutlich US-Bürger sei, ergänzte der Polizeichef. Viele Details des Vorfalls sind noch unklar. Nach Darstellung des US-Ministeriums soll die getötete Person bewaffnet gewesen sein.
Bereits Anfang Januar hatte ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis eine 37-Jährige in ihrem Auto erschossen. Der Fall hatte großes Entsetzen und Proteste ausgelöst. Die Regierung bezeichnete das Vorgehen als Notwehr, Demokraten und Demonstranten sprachen von übermäßiger Gewalt und mangelnder Transparenz bei der Aufarbeitung.
Gouverneur: «schrecklicher Schussvorfall»
Der Gouverneur des Bundesstaats Minnesota, Tim Walz, schrieb am Samstag auf X, dass es erneut einen schrecklichen Schussvorfall durch einen Bundesbeamten gegeben habe. Er habe mit dem Weißen Haus gesprochen, schrieb der Gouverneur. «Minnesota hat es satt. Das ist abscheulich», schrieb Walz weiter. Präsident Donald Trump müsse den Einsatz beenden. «Zieht die Tausenden gewalttätigen, ungeübten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt.»
Die Stadt Minneapolis postete auf X, man sei über Berichte über einen Schussvorfall in der Stadt unter Bundesbeamten-Beteiligung informiert und arbeite daran, Details mitzuteilen.
Am Ort des Vorfalls in Minneapolis versammelten sich binnen kurzer Zeit mindestens 300 Demonstranten, wie die «New York Times» unter Berufung auf Augenzeugen berichtete. Die Beamten hätten auch Tränengas und Pfefferspray eingesetzt.
Verschärfte Abschiebepolitik unter Trump
Die ICE-Einsätze sind Teil der verschärften Abschiebepolitik in der zweiten Amtszeit von Trump. Seit Beginn der verstärkten Einsätze in Minnesota sind nach Angaben der US-Regierung rund 3.000 Menschen festgenommen worden. Mehrere Klagen lokaler Behörden gegen das Vorgehen der Bundesbehörden sind derzeit bei Gerichten anhängig.