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Internes Aus: Olympiasieger Wellinger bei Flug-WM gestrichen

22.01.2026, 18:01

Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger ist bei der Flug-WM in Oberstdorf überraschend in der internen Ausscheidung gescheitert und muss im Einzel zuschauen. Nach den zwei Trainingsflügen am Donnerstag entschied sich Bundestrainer Stefan Horngacher stattdessen für Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Pius Paschke und Karl Geiger. Der Einzelwettbewerb steigt am Freitag und Samstag über vier Durchgänge.

Das nominierte Quartett qualifizierte sich vor 3.700 Zuschauern mühelos für das Fliegen der besten 40. Geiger schnitt mit einem Flug auf 210,5 Meter als 10. am Besten ab, dahinter landeten Raimund (15.), Hoffmann (26.) und Paschke (28.). Der Slowene Domen Prevc (228,5 Meter) und Österreichs Stephan Embacher (227 Meter) flogen der Konkurrenz davon. Prevc schaffte die beeindruckende Weite trotz deutlichen verkürzten Anlaufs.

Bundestrainer: «Sehr, sehr eng»

Für Wellinger könnte das Wochenende bereits beendet sein, bevor es richtig angefangen hat. «Es hat die Sprungqualität entschieden. Es war sehr, sehr eng. Wir haben uns lange beraten und sind zu dieser Entscheidung gekommen», sagte Horngacher an der Heini-Klopfer-Schanze.

Für den 30 Jahre alten Wellinger ist das interne Aus im Allgäu ein herber Rückschlag auf dem Weg zu Olympia. Ein Start im Teamwettbewerb am Sonntag ist zwar noch möglich. Doch Wellinger hat nun keine Möglichkeit mehr, mit eigenen Flügen zu überzeugen und muss für einen Platz im Quartett auf Schwächen seiner Teamkollegen im Einzelwettbewerb hoffen.

Vor zwei Jahren hatte der Bayer bei der Skiflug-WM in Bad Mitterndorf in Österreich noch Silber im Einzel erobert und das Team als Schlussspringer zu Bronze geführt. 

In diesem Winter läuft es nicht für den Olympiasieger von 2018. Auch bei der Vierschanzentournee und im Weltcup spielte Wellinger bisher sportlich keine Rolle.

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