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Welt- gegen Europameister: Darts-Finale um Rekordpreisgeld

03.01.2026, 07:01

Zum Abschluss der ersten Darts-WM mit 128 Profis steht im Alexandra Palace von London ein echtes Highlight auf dem Programm. Titelverteidiger Luke Littler aus England trifft am Abend (21.00 Uhr/Sport1 und DAZN) auf den niederländischen Europameister Gian van Veen. Der Sieger erhält neben der riesigen Sid-Waddell-Trophy auch ein Rekordpreisgeld von einer Million Pfund (rund 1,15 Millionen Euro).

In den Halbfinals setzten sich Littler (6:1 gegen Landsmann Ryan Searle) und Van Veen (6:3 gegen den Schotten Gary Anderson) souverän durch. Das Duell des 18 Jahre jungen Littler mit dem 23 Jahre jungen van Veen symbolisiert den vollzogenen Generationswechsel im Darts, wo die Weltspitze anders als früher von jungen Profis dominiert wird.

Der Favorit

Das ist Littler. «The Nuke» (die Atombombe), wie der Engländer genannt wird, ist problemlos durch die WM gerauscht und hatte nur beim 4:2 gegen Rob Cross im Achtelfinale überhaupt Probleme. Nach 2024 und 2025 ist es bereits das dritte WM-Finale für den Jungstar, der sich seinen zweiten Titel im Ally Pally sichern möchte. «Jeder weiß, was Luke kann. Ich muss morgen mein Bestes geben, sonst wird es ein sehr schwieriges Spiel», sagte van Veen.

Die WM-Bilanz

In seinem Debütjahr gewann Littler sechs von sieben Spielen, in seinem Weltmeister-Jahr waren es sechs von sechs. Nach sechs weiteren Siegen bei dieser WM steht der Weltranglistenerste bei einer WM-Bilanz von 18 Siegen bei einer Niederlage. Van Veen hingegen brauchte beim wichtigsten Turnier der Welt etwas Anlaufzeit. Bei seinen ersten beiden Teilnahmen verlor er jeweils sein Auftaktmatch, im Vorjahr gegen den Deutschen Ricardo Pietreczko.

Das Ranking

Littler wird so oder so mit riesigem Vorsprung die Nummer eins der Weltrangliste bleiben. Gewinnt er das Finale, läge er über 1,5 Millionen Pfund vor Dauerrivale Luke Humphries, der bei der WM im Viertelfinale an van Veen scheiterte. Littler könnte dann vorerst nicht von Platz eins verdrängt werden - selbst, wenn er mehr als ein halbes Jahr überhaupt nicht mehr spielen würde. Van Veen ist derzeit Dritter und könnte mit dem Titel Rang zwei übernehmen.

Pfiffe und Buhrufe

Beide Profis haben auf dem Weg ins WM-Finale Buhrufe und Pfiffe kassiert. Littler erwischte es bereits im Achtelfinale gegen Cross, woraufhin er sich von der Bühne aus mit den Anhängern anlegte. «Ihr bezahlt für Tickets und ihr bezahlt mein Preisgeld. Danke, dass ihr mich ausbuht», sagte Littler mit rotem Kopf in Richtung der Fans. 

Van Veen bekam im Halbfinale Pfiffe ab, weil das Publikum gegen Publikumsliebling Anderson ein längeres Match sehen wollte - doch der 23-Jährige behielt die Nerven und ließ kein großes Comeback des Ex-Weltmeisters aus Schottland zu.

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