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«Atemlos»: 35.000 Fans bei Helene Fischers Tourauftakt
Glanz, Glamour, große Show und große Gefühle: Helene Fischer ist mit Spektakel und Bombast zurück auf der Bühne. Vor rund 35.000 Fans in Dresden wirkt es, als sei die Sängerin nie weg gewesen. Nach knapp dreijähriger Tourpause startet die Schlagerikone ihre «360°»-Stadion Tour. Den Fans in Dresden bietet sie am Mittwochabend ein perfekt choreografiertes Spektakel: Sie tritt auf mit goldenem Haar, goldenem Mikrofon, gekleidet in Lack und Leder, umringt von unzähligen Tänzerinnen und Tänzern sowie eingebettet in Spezialeffekte wie Feuer, Blitze, Pyrotechnik und Nebel.
Unzählige Kameras fangen ihren Auftritt ein und lassen ihn mit Hilfe mehrerer riesiger Bildschirme im Zentrum der mehrstöckigen Bühneninstallation zu einem multimedialen Spektakel werden. Die 41-Jährige performt im Dresdner Rudolf Harbig-Stadion ihre größten Hits aus knapp 20 Jahren Bühnenkarriere, darunter «Atemlos durch die Nacht», «Herzbeben» und «Null auf 100». Laut Veranstalter sind im fast ausverkauften Stadion rund 35.000 Fans dabei.
«Ich kann nur eins sagen, ich wäre heute nicht hier nach 20 Jahren in einem Stadion und dürfte diese Tournee spielen, wenn ihr alle nicht da wärt», sagt Fischer zum Publikum. Sie findet dabei neben einer schier «atemlosen» Show, bei der selbst die zahlreichen Kostümwechsel durch eindrucksvoll choreografierte Zwischenprogramme und Band überbrückt werden, auch Zeit für Fanmomente: Eine 21-jährige, die mit den Liedern der Schlagerikone aufgewachsen ist und um ein Foto bittet, holt Fischer auf die Bühne. Dann verliest sie emotionale Fanbotschaften.
Mehrstöckiger Bühnenaufbau im Stadion
Der Name der Tour «360°» hält dabei, was er verspricht. Jeder Winkel des Fußballstadions wird von Helene Fischer bespielt: Über mehrere Stege läuft die Schlagerikone weit in den Zuschauerraum hinein, fliegt an Drahtseilen umher und feuert einen Hit nach dem anderen ab.
Mit einem solchen Aufbau erfüllte Fischer sich den «Wunsch, inmitten der Konzertbesucher aufzutreten, und damit allen Zuschauern so nah wie möglich zu sein», wie ihre Konzertagentur im Vorfeld mitteilte.
Die Sängerin, die im vergangenen Jahr zum zweiten Mal Mutter geworden war, geht bis 17. Juli auf Open-Air-Stadion-Tournee und spielt in großen Arenen – unter anderem in Frankfurt, Köln, Berlin, Stuttgart und München sowie in Wien, Zürich und Amsterdam. Sie feiert damit ihr Bühnenjubiläum: 2026 wird ihr Debütalbum «Von hier bis unendlich» 20 Jahre alt.
Dresden war nach Angaben der Konzertveranstalter dabei zunächst nicht Teil der Tournee, wurde aufgrund hoher Nachfrage aber in den Tourplan aufgenommen. Ebenso gibt es Zusatzkonzerte in Hamburg und Hannover.
Ein bisschen Prinzessin, ein bisschen «Femme fatale»
Fischer ist für außergewöhnliche Bühneninszenierungen bekannt und hat in der Vergangenheit bereits mit dem «Cirque de Soleil» zusammengearbeitet. Beim Tourauftakt in Dresden zeigt sich die Schlagerikone, wie man sie kennt: Ein bisschen Prinzessin, ein bisschen «Femme fatale» - mal auf Händen getragen, mal lasziv räkelnd auf goldenem Thron. Mit viel Pathos beschwört sie die großen Gefühle. Die Fans quittieren es mit Klatschen und Gesangschören.
2005 hatte Fischer im Alter von damals 19 Jahren ihren ersten Song «Feuer am Horizont» im Studio aufgenommen, erinnert sie sich. Das Lied gibt es ebenso zu hören wie die neue Single «Heute Nacht». Der Song landete eine Woche nach seiner Veröffentlichung im Mai auf Platz eins. Nach 20-jähriger Karriere stand Fischer damit tatsächlich zum ersten Mal als Solo-Künstlerin an der Spitze der deutschen Charts. Ihr wohl bekanntester Hit «Atemlos durch die Nacht» hatte es 2012 auf Platz Drei geschafft und erst Ende 2023 in einer Neuauflage zusammen mit Rapperin Shirin David Platz Eins erobert. Derzeit arbeitet Fischer nach Angaben ihres Plattenlabels an ihrem neunten Studioalbum.