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«Machtdemonstration»: Zverev gelingt Revanche gegen Cobolli

30.04.2026, 22:04

Tennisstar Alexander Zverev hat erfolgreich Revanche für die Halbfinal-Niederlage in München genommen und die Chance auf seinen ersten Titel der Saison gewahrt. Der 29-Jährige setzte sich beim Masters-1000-Turnier in Madrid überraschend deutlich mit 6:1, 6:4 gegen den Italiener Flavio Cobolli (23) durch, der ihn vor knapp zwei Wochen in München noch besiegt hatte. 

Er sei nicht mit Revanchegelüsten ins Match gegangen, versicherte Zverev hinterher: «Ich liebe Flavio, er ist einer der Jungs auf der Tour, die ich am meisten mag, er weiß das», sagte der Hamburger: «In München hat er ein fantastisches Match gespielt, ich nicht. Heute war es vielleicht andersrum.»

Im Kampf ums Finale trifft Zverev auf den belgischen Außenseiter Alexander Blockx. Der Weltranglistendritte hat damit bei allen vier Masters-1000-Turnieren in dieser Saison das Halbfinale erreicht. «Das ist großartig», sagte Zverev, «aber ich muss diese Hürde jetzt auch nehmen».

In den drei bisherigen Semifinals war er jeweils an Jannik Sinner gescheitert. Auf den Weltranglistenersten aus Italien kann der nach der verletzungsbedingten Absage des Spaniers Carlos Alcaraz an Nummer zwei gesetzte Zverev erst im Finale treffen. Sinner spielt im zweiten Halbfinale gegen den Franzosen Arthur Fils.

Zverev spielt stabil, Cobolli fehlerhaft

Zverev hatte im ersten Satz leichtes Spiel. Cobolli agierte höchst fehlerhaft und war nur ein Schatten jenes Spielers, der Zverev in München verdient bezwungen hatte. Der deutschen Nummer eins gelang dagegen fast alles. «Das ist eine Machtdemonstration von Alexander Zverev», schrieb die Spielervereinigung ATP auf X.

 

Im zweiten Satz steigerte sich der Italiener, auch wenn ihm die Nervosität auf der ungewohnt großen Bühne weiter anzumerken war. Zverev blieb der dominantere Spieler und holte das vorentscheidende Break zum 5:4. Nach 1:30 Stunden verwandelte der Olympiasieger von 2021 seinen ersten Matchball.

Im Viertelfinale zuvor hatte Blockx seinen Erfolgszug in Madrid fortgesetzt. Der 21-Jährige entthronte Titelverteidiger Casper Ruud aus Norwegen durch ein 6:4, 6:4 und ist in dieser Form auch für Zverev ein gefährlicher Gegner. «Ich denke, er hat einen großartigen Kampfgeist, wenn er auf dem Tennisplatz steht», meinte Zverev: «Ich mag es sehr, ihn spielen zu sehen. Er ist auch außerhalb des Platzes ein großartiger Junge, sehr respektvoll. Ich werde unser erstes Duell genießen.»

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