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Spritpreise durch 12-Uhr-Regel noch höher
Neue Studie zeigt: Die 12-Uhr-Regel an den Tankstellen sollte die Spritpreise eigentlich senken; seit der Einführung haben die Mineralölkonzerne aber mehr Gewinn gemacht. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE).
Was besagt die 12-Uhr-Regel an Tankstellen?
Die Regelung sieht vor, dass Tankstellen ihre Spritpreise nur noch einmal täglich erhöhen dürfen, und zwar bis spätestens 12 Uhr mittags. Preissenkungen sind weiterhin mehrfach am Tag möglich. Ziel dieser Maßnahme war es, mehr Transparenz für Verbraucher zu schaffen und extreme Preisschwankungen im Tagesverlauf zu begrenzen.
Gewinnmargen steigen bei Benzin erheblich
Laut der aktuellen Analyse stieg die Gewinnmarge bei Superbenzin in den ersten zwei Wochen nach Einführung der Regel im Durchschnitt um 6 Cent pro Liter im Vergleich zu den zwei Wochen davor.
Das bedeutet: Trotz Regulierung konnten Anbieter ihre Erträge deutlich steigern.
Kein klarer Effekt bei Diesel
Bei Dieselkraftstoff konnten die Forscher hingegen keinen eindeutigen Einfluss der Regelung feststellen. Hier blieben die Margen laut Studie weitgehend unverändert.
Besonders stark betroffen: Süddeutschland
Auffällig ist laut Studie, dass die Auswirkungen regional unterschiedlich ausfallen. Süddeutschland verzeichnete die stärksten Margenanstiege.
Kleine Tankstellen profitieren stärker als große Ketten
Ein weiteres zentrales Ergebnis: Nicht nur große Mineralölkonzerne profitieren. Besonders kleinere Tankstellenketten und unabhängige Anbieter konnten ihre Margen deutlich steigern.
Die großen Tankstellenketten verzeichneten dagegen die geringsten zusätzlichen Gewinne.
27.04.2026