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Keine ÖPNV Streiks mehr in München und Region

Foto: Ajdin Kamber/Shutterstock.com | © Foto: Ajdin Kamber/Shutterstock.com

Foto: Ajdin Kamber/Shutterstock.com

Nach wochenlangen Warnstreiks und angespannten Verhandlungen gibt es im Tarifkonflikt im bayerischen Nahverkehr eine Einigung. Wie der Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft Verdi mitteilten, wurde in der Nacht zum Donnerstag ein Kompromiss erzielt – Details sollen im Laufe des Tages folgen. 

Weitere Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr sind in den kommenden Wochen ausgeschlossen.

MVG & Co.: München war besonders betroffen

Die Auswirkungen des Tarifstreits waren in München deutlich zu spüren. Busse, Trams und U-Bahnen der MVG standen immer wieder still oder fuhren nur eingeschränkt. Pendlerinnen und Pendler mussten sich mehrfach auf massive Einschränkungen einstellen. Insgesamt sind rund 9.000 Beschäftigte bei mehr als 20 Verkehrsbetrieben in Bayern vom Tarifkonflikt betroffen.

Kompromiss mit „Licht und Schatten“

Verdi spricht von einer Einigung „mit Licht und Schatten“. Laut Gewerkschaft konnten jedoch zentrale Streitpunkte geklärt werden. Der Kompromiss geht jetzt in die Mitgliederbefragung. Spätestens bis zum 15. Mai müssen beide Seiten dem Ergebnis zustimmen. Bis dahin gilt eine Friedenspflicht – Warnstreiks sind ausgeschlossen.

Forderungen und Hintergründe

Ursprünglich hatte Verdi unter anderem eine Gehaltserhöhung von rund 668 Euro sowie eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit gefordert. Die Arbeitgeber verwiesen dagegen auf die angespannte finanzielle Lage vieler Kommunen. Bereits seit 2024 lief der bisherige Tarifvertrag im Nahverkehr aus, was den Konflikt zusätzlich verschärfte.

Was bedeutet das jetzt für München?

Für Fahrgäste in München heißt es erstmal: durchatmen. Der Nahverkehr dürfte in den kommenden Wochen stabil laufen. Ob die Einigung langfristig Bestand hat, entscheidet sich jedoch erst nach der Mitgliederbefragung im Mai. Bis dahin bleibt die Lage zwar ruhig – aber noch nicht endgültig geklärt.

16.04.2026

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