×
Radio Gong 2000 GmbH & Co KG
Die Radio Gong App
Jetzt installieren und entdecken!

Absperrbänder mitten in der Isar - das steckt dahinter

17.04.2026, 12:04

Wer aktuell an der Isar rund um den Flaucher unterwegs ist, dürfte sich wundern: Mitten im Fluss sind plötzlich Absperrbänder zu sehen. Viele Spaziergänger und Badegäste fragen sich, was dahintersteckt. Die Antwort ist erfreulich – und hat mit Naturschutz und Artenvielfalt zu tun.

Schutz für den seltenen Fisch "Huchen"

Die abgesperrten Bereiche markieren sensible Zonen, in denen der Huchen – auch bekannt als Donaulachs – aktuell seine Eier ablegt. Dieser Raubfisch zählt zu den größten Forellenarten Europas und ist in vielen Regionen selten geworden.

Durch die Absperrungen sollen die Laichplätze vor Störungen geschützt werden. Besonders wichtig ist das, weil der Huchen sehr spezifische Bedingungen für seine Fortpflanzung benötigt: sauberes, sauerstoffreiches Wasser sowie kiesige Flussbetten.

Wiederansiedlung im Münchner Stadtgebiet

Das Ziel der Maßnahme ist ambitioniert: Der Huchen soll sich langfristig wieder im Stadtgebiet von München ansiedeln. In der Vergangenheit war der Fisch auch in der Isar heimisch, verschwand jedoch durch Umweltveränderungen, Verbauung des Flusses und steigende Belastungen.

Dank Renaturierungsmaßnahmen und verbessertem Gewässerschutz kehrt nun langsam Leben zurück. Die Absperrbänder sind also ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich die Isar ökologisch erholt.

Warum Besucher Rücksicht nehmen sollten

Gerade am Flaucher, ist der Andrang an warmen Tagen groß. Umso wichtiger ist es, die abgesperrten Bereiche zu respektieren.

Schon kleine Störungen – etwa durch Betreten des Wassers oder aufgewirbelten Kies – können die empfindlichen Eier gefährden. Wer die Natur schützt, trägt direkt dazu bei, dass seltene Arten wie der Huchen eine echte Chance bekommen.

Deine News.

mehr News laden

Gong 96.3 Live
Audiothek