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FC Bayern München gegen VfB Stuttgart: Über 500 Fans in Gewahrsam – Polizei sucht Zeugen

Foto: Shutterstock.com/ FooTToo | © Foto: Shutterstock.com/ FooTToo

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Vor dem Bundesliga-Spiel zwischen FC Bayern München und VfB Stuttgart ist es am Sonntag (19.04.2026) zu massiven Ausschreitungen im Bereich des U-Bahnhofs Fröttmaning in München gekommen. Nach Angaben der Polizei trafen dort Fangruppierungen beider Vereine aufeinander. Die Situation eskalierte in einer körperlichen Auseinandersetzung, an der teilweise vermummte Personen beteiligt gewesen sein sollen.

Die Münchner Polizei musste mit einem Großaufgebot einschreiten. Mehr als 500 Personen wurden anschließend in Gewahrsam genommen. Nun laufen umfangreiche Ermittlungen wegen mehrerer Straftatbestände.

Eskalation am U-Bahnhof Fröttmaning vor dem Anpfiff

Bereits gegen 15:00 Uhr kam es laut Polizei im Bereich der P&R-Anlage am U-Bahnhof Fröttmaning sowie auf der Esplanade in Richtung Stadion zu einem Zusammentreffen rivalisierender Fangruppen. Teile der Beteiligten werden der Ultraszene zugerechnet.

Zwischen den Gruppen entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung. Mehrere Personen sollen sich dabei vermummt haben. Die Polizei unterband die Eskalation umgehend mit Einsatzkräften.

Polizei setzt Schlagstock und Reizstoff ein

Im Zuge der anschließenden Fantrennung musste die Polizei nach eigenen Angaben unmittelbaren Zwang anwenden. Dabei kamen sowohl der Einsatzmehrzweckstock als auch Reizstoff zum Einsatz.

Sechs Polizeibeamte wurden bei dem Einsatz verletzt. Ob es darüber hinaus weitere Verletzte unter den beteiligten Fans gab, ist derzeit noch unklar.

Über 500 Gastfans kontrolliert und in Gewahrsam genommen

Nachdem die rivalisierenden Fanlager getrennt werden konnten, separierte die Polizei eine größere Anzahl von Gastfans – nach bisherigen Angaben über 500 Personen. Diese wurden kontrolliert.

Bei den Maßnahmen fanden die Beamten unter anderem:

  • Vermummungsutensilien

  • Masken

  • Handschuhe

  • Gebiss- und Zahnschutz

Im Anschluss wurden über 500 mutmaßlich beteiligte Personen in polizeilichen Gewahrsam genommen. Noch am selben Abend wurden alle Betroffenen wieder entlassen.

Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und Angriff auf Polizeibeamte

Die Münchner Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Im Raum stehen unter anderem folgende Vorwürfe:

  • Landfriedensbruch

  • Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

  • Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte

Das zuständige Kommissariat 23 der Münchner Polizei führt die weiteren Ermittlungen in allen Fällen rund um das Fußballspiel.

Weitere Straftaten während des Spiels

Auch während der Partie kam es laut Polizei zu weiteren Zwischenfällen. Registriert wurden unter anderem:

  • Mehrere Hausfriedensbrüche

  • Ein Diebstahl

  • Ein Verstoß gegen das Waffengesetz

  • Ein weiterer Widerstand gegen Polizeibeamte nach einer Beleidigung

Ein 35-jähriger deutscher Tatverdächtiger aus Baden-Württemberg wurde in diesem Zusammenhang angezeigt.

75.000 Zuschauer – über 300 Polizeibeamte im Einsatz

Das Heimspiel des FC Bayern München besuchten insgesamt rund 75.000 Zuschauer. Aufgrund der Sicherheitslage waren über 300 Polizeibeamte rund um die Partie im Einsatz.

Polizei startet Zeugenaufruf: Videos und Fotos gesucht

Für die vollständige Aufklärung der Ausschreitungen bittet die Polizei nun um Mithilfe aus der Bevölkerung. Gesucht werden Zeugen, die zwischen 14:45 Uhr und 15:30 Uhr im Bereich:

  • U-Bahnhof Fröttmaning

  • P&R-Anlage

  • Esplanade zum Stadion

Foto- oder Videoaufnahmen gemacht haben.

Auch Verkehrsteilnehmer, die mit Dashcams unterwegs waren und entsprechende Aufnahmen besitzen, sollen sich melden und Material über das Upload-Formular der Polizei zur Verfügung stellen.

20.04.2026

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