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18-Jähriger aus Sportwagen geschleudert: Schwerer Crash auf Quiddestraße

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Quiddestraße in Neuperlach hat am Mittwoch (08.04.2026) für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt. Zwei junge Männer wurden dabei schwer verletzt, nachdem ihr Fahrzeug von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte.

Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr München eintrafen, bot sich ihnen erschütterndes Bild: Ein weißer Jaguar war massiv beschädigt auf dem Seitenstreifen zum Stehen gekommen. Besonders die Beifahrerseite war vollständig deformiert.

Der 18-jährige Beifahrer wurde bei dem Aufprall aus dem Fahrzeug geschleudert und lag auf der Straße. Er wurde bereits durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt. Der 22-jährige Fahrer hingegen war im Fahrzeug eingeklemmt, jedoch ansprechbar.

Aufwendige Rettung durch Feuerwehr München

Mit hydraulischem Rettungsgerät, darunter Schere und Spreizer entfernten die Einsatzkräfte das Dach des Fahrzeugs. Anschließend wurde der Fahrer mithilfe eines speziellen Rettungskorsetts besonders schonend aus dem Wrack befreit. Rund 15 Minuten nach Eintreffen der ersten Kräfte konnte der Eingeklemmte gerettet werden.

Schwerverletzte in Münchner Kliniken eingeliefert

Innerhalb von etwa 50 Minuten nach dem Notruf wurden beide Verletzten unter notärztlicher Begleitung in Münchner Kliniken transportiert. Beide Männer erlitten schwere Verletzungen und wurden in den Schockräumen weiter behandelt.

Betäubungsmittel und Schreckschusspistole entdeckt

Zur genauen Ursache des Unfalls auf der Quiddestraße gibt es derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse. Im Rahmen der Unfallaufnahme wurden im Fahrzeug Betäubungsmittel sowie eine Schreckschusspistole aufgefunden und sichergestellt.

Fahrer ohne Führerschein unterwegs

Gegen den 22-jährigen Fahrer wird nun umfassend ermittelt. Ihm werden unter anderem vorgeworfen:

  • Verbotenes Kraftfahrzeugrennen

  • Gefährdung des Straßenverkehrs

  • Fahren ohne Fahrerlaubnis

  • Fahrlässige Körperverletzung

Zudem laufen Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Waffengesetz.

Anwohnerin musste gefesselt werden 

Auf den Unfall wurden mehrere Anwohner aufmerksam und versammelten sich rund um die Unfallstelle. Um die Unfallaufnahme ungehindert fortführen zu können, wurden den Schaulustigen von der Polizei ein Platzverweis erteilt. Eine 41-jährige Italienerin mit Wohnsitz in München kam dieser Aufforderung zunächst nicht nach. 

Nachdem sie mehrfach aufgefordert wurde die Unfallstelle zu verlassen, wurde sie sehr aggressiv und beleidigte die eingesetzten Polizeibeamten. Anschließend wurde sie weggeschoben, wobei sie sich wehrte und versuchte, die Beamten wegzuschubsen. Sie musste zu Boden gebracht und gefesselt werden. Die 41-Jährige wurde wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Fotos: Feuerwehr München

09.04.2026

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