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Nach erstem Erfolg: Vier Männer warten noch in Laos-Höhle

30.05.2026, 05:05

Nach der erfolgreichen Rettung des ersten eingeschlossenen Goldsuchers in Laos soll die Bergungsaktion in der überfluteten Höhle bald fortgesetzt werden. Die übrigen vier Überlebenden befinden sich weiterhin mehrere Hundert Meter vom Höhleneingang entfernt. Die Rettungsteams hatten die Evakuierung am Freitagabend nach der Bergung des ersten Mannes zunächst unterbrochen, um das weitere Vorgehen zu prüfen. 

Nach Angaben des Senders CNN sollte die Aktion am Morgen (Ortszeit) wieder aufgenommen werden. Der australische Höhlentaucher Josh Richards sagte, er werde mit anderen Spezialisten zunächst versuchen, die klaustrophobischen Tunnel zu vergrößern, um die Bergung ungefährlicher zu machen. Die Goldsucher waren vor zehn Tagen in der Höhle von Fluten und einem Erdrutsch überrascht worden. Vorausgegangen war heftiger Monsunregen. 

Die Mission bleibt äußerst schwierig. In der Nacht sei erneut Wasser aus der Höhle abgepumpt worden, teilte die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People mit. Die Männer müssen teils durch vollständig überflutete Passagen geführt werden. Sie haben jedoch keine Taucherfahrung.

«Wir lassen niemanden zurück»

Internationale Spezialisten aus mehreren Ländern unterstützen die Einsatzkräfte vor Ort. Die thailändische Rettungseinheit MTK bekräftigte erneut in sozialen Netzwerken: «Wir werden niemanden zurücklassen.»

Der bekannte finnische Höhlentaucher Mikko Paasi, der die Rettung maßgeblich koordiniert, schrieb in sozialen Medien: «Heute war ein guter Tag. Ein gerettetes Leben macht alle Anstrengungen wert. Vielen Dank an alle, die so hart für unser gemeinsames Ziel gearbeitet haben.» Dazu stellte er ein Video, auf dem zu sehen ist, wie der gerettete Goldsucher namens Mued durch einen schmalen, mit braunem Wasser gefluteten Gang geführt wird.

Wettlauf gegen die Zeit

Im Laufe des Tages soll auch die Suche nach zwei noch vermissten Männern weitergehen, bislang fehlt von ihnen jede Spur. Die Hoffnung, sie noch lebend zu finden, gilt als gering.

Die Zeit für die Überlebenden drängt: Mittlerweile hätten sie auch gesundheitliche Probleme. So hätten einige Hautprobleme wegen der Feuchtigkeit und andere Magen- und Darmprobleme, sagte Kengkard Bongkawong aus dem thailändischen Rettungsteam in einem Telefoninterview mit CNN.

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