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Regisseur spricht über Nahtoderfahrung und kämpft mit Tränen

19.05.2026, 17:05

«Drive»-Regisseur Nicolas Winding Refn (55) hat emotional über eine Nahtoderfahrung vor drei Jahren infolge eines Herzversagens gesprochen. Er habe sich damals am Ende seiner Karriere gesehen und innerlich leer gefühlt, sagte der dänische Regisseur beim Filmfestival in Cannes und brach in Tränen aus.

Bei der Premiere seines neuen Films «Her Private Hell» hatte Refn zuvor erzählt, er sei vor drei Jahren für «25 Minuten tot» gewesen. Bei einer Pressekonferenz führte er nun aus, damals sei zufällig entdeckt worden, dass er an einem «undichten Herzen» leide. Dies bedeute, dass Blut im Herzen zurückfließe.

«Ich lag im Sterben, während sich meine Lungen mit Blut füllten», sagte er. Man habe ihm gesagt, dass er wahrscheinlich nicht überleben werde und falls doch, wisse man nicht, was passieren würde. Zwei Wochen später sei er dann operiert worden. Refn scherzte: «Gott sei Dank war der Chirurg Tom Cruise», er habe sein Herz reparieren können.

«Wie viele Menschen bekommen im Leben eine zweite Chance?»

«Wie Frankenstein» sei er mit Elektrizität wieder zusammengesetzt worden. Er habe realisiert, dass er noch einmal von vorn anfangen könne, sagte er sichtlich gerührt. «Wie viele Menschen bekommen in ihrem Leben schon eine zweite Chance? Und Gott hat mir eine zweite Chance gegeben, und ich wollte diese Chance für etwas nutzen, das gut sein würde». 

In der Pressekonferenz wurde laut applaudiert. Der Regisseur wischte sich mit einem Taschentuch die Tränen weg. Sein Film «Her Private Hell» mit Sophie Thatcher und Charles Melton läuft in Cannes außerhalb des Wettbewerbs. Refn hatte mit Ryan Gosling die beiden Thriller «Drive» und «Only God Forgives» gedreht.

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