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Wörthsee: 30 gefährdete Schmetterlingsarten nachgewiesen
Die Renaturierung des Bacherner Moos am Wörthsee zeigt Erfolge. Bei einer aktuellen Untersuchung konnten Forschende mehr als 30 gefährdete Schmetterlingsarten nachweisen. Das Ergebnis unterstreicht die ökologische Bedeutung des Moors und die positiven Auswirkungen der Wiedervernässung.
Renaturierung stärkt die Artenvielfalt
Moore gehören zu den wertvollsten Lebensräumen in Bayern. Durch frühere Entwässerungen waren viele dieser sensiblen Ökosysteme bedroht. Im Rahmen der laufenden Renaturierungsmaßnahmen wird das Gebiet am Wörthsee schrittweise wieder in einen natürlicheren Zustand versetzt. Ziel ist es, die typischen Moorbedingungen zu stabilisieren und seltenen Tier- und Pflanzenarten neuen Lebensraum zu bieten.
Forscher fordern Anhebung des Wasserstands
Trotz der positiven Entwicklung sehen Experten weiteren Handlungsbedarf. Um den Lebensraum langfristig zu sichern, empfehlen sie, den Wasserstand im Moor anzuheben. Eine höhere Grundwasser- bzw. Wasserstandsstabilisierung würde die typischen Moorpflanzen fördern und die Lebensgrundlage der gefährdeten Arten weiter verbessern.
Die Anhebung des Wasserstands ist ein zentraler Bestandteil moderner Moorrenaturierung. Sie verhindert die Austrocknung, reduziert die Zersetzung von Torf und trägt gleichzeitig zum Klimaschutz bei, da wiedervernässte Moore weniger Treibhausgase freisetzen.
Bedeutung für Natur- und Klimaschutz im Landkreis Starnberg
Das Projekt am Bacherner Moos zeigt, wie wichtig gezielte Naturschutzmaßnahmen für den Erhalt der Biodiversität sind. Der Landkreis Starnberg profitiert nicht nur ökologisch, sondern auch als Naherholungsgebiet. Intakte Moore verbessern zudem die Wasserqualität und wirken als natürlicher Speicher für Regenwasser.