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Freuding: Drohnenregiment soll 2029 voll einsatzbereit sein
Heeresinspekteur Christian Freuding will das neue Drohnenregiment der Bundeswehr bis 2029 voll einsatzbereit haben. Der ganz auf unbemannte Systeme ausgerichtete Verband werde aus fünf oder sechs Kompanien mit unterschiedlichen Fähigkeiten bestehen, sagte der Generalleutnant der Deutschen Presse-Agentur in Berlin weiter.
So soll eine Kompanie Gegner auf kurze Reichweite bekämpfen können («close fight»). Zudem werde es eine Kompanie für den Waffeneinsatz bis über 500 Kilometer geben, in Abhängigkeit von den marktverfügbaren technologischen Möglichkeiten.
Er nennt auch eine Kompanie zur elektronischen Kampfführung (Eloka) und eine Drohnenabwehrkompanie. «Und dann will ich, dass wir in den Strukturen des Regiments eine eigene Test- und Versuchskompanie haben, sodass wir Weiterentwicklung, Test, Versuch und Operation aus einer Hand fahren», sagte der Generalleutnant.
Unbemannte Systeme könne das Militär tief in die Truppengattungsstruktur integrieren oder als selbstständige Einheit anlegen. «Ich bin davon überzeugt, dass beide Wege erfolgversprechend sind. Und daher haben wir uns entschieden, auch den Weg eines selbstständigen Regiments zu verfolgen», sagte er.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte die Aufstellung des neuen Verbandes am Vortag auf dem niedersächsischen Truppenübungsplatz Bergen angekündigt. Die sogenannte Erstbefähigung zum Einsatz soll 2027 mit dann ungefähr 350 Männern und Frauen erreicht sein. Der Verband soll dann auf 600 Soldaten anwachsen.