×
Radio Gong 2000 GmbH & Co KG
Die Radio Gong App
Jetzt installieren und entdecken!

Norris holt mit Fabelrunde Pole in Madrid: «Bin schockiert»

12.09.2026, 17:09

Wie aus dem Nichts raste Weltmeister Lando Norris auf die Premieren-Pole auf dem neuen Spektakel-Kurs der Formel 1. Nachdem er zuvor kaum in Erscheinung getreten war, gelang ihm auf der schnellen und anspruchsvollen Strecke in Madrid eine Fabelrunde.

«Eine der besten Runden meiner Karriere»

Zum dritten Mal in den vergangenen vier Qualifyings fuhr Norris nun auf Platz eins - der Champion ist wieder in WM-Form. «Das war wahrscheinlich eine der besten Runden meiner Kariere», sagte Norris: «Ich bin schockiert.»

Nur um die Winzigkeit von elf Tausendstelsekunden musste sich Kimi Antonelli geschlagen geben. «Ich dachte, es wäre eine gute Runde gewesen, aber dann hat mir dieser Typ den Platz einfach weggeschnappt», meinte Antonelli. Der WM-Spitzenreiter verwies seinerseits im Mercedes den viermaligen Weltmeister Max Verstappen im Red Bull auf Platz drei. Dahinter: der siebenmalige Titelträger und WM-Dritte Lewis Hamilton. Nur auf Rang sechs kam Antonellis Teamkollege und erster WM-Verfolger George Russell. 

Wie wichtig der Startplatz auf dem neuen Kurs sein wird, zeigt sich an diesem Sonntag (15.00 Uhr/Sky und RTL) im Rennen. «Keiner weiß, was passieren wird», erklärte Hamilton. Die Vermutung liegt nahe, dass Überholen auf dem engen Kurs eine besondere Herausforderung werden könnte. Auslaufzonen - Mangelware. Platz - Mangelware. Dafür Mauern und Barrieren, mit denen auch Rekordweltmeister Hamilton schon vor der K.-o.-Ausscheidung Bekanntheit gemacht hatte. 

Hamiltons Einschlag und was danach passierte

Im dritten Freien Training hatte er sich verbremst, die Front wurde beim Einschlag demoliert. Hamilton setzte aber zurück und wollte den Wagen in die Box steuern - entgegen der Anweisung des Teams. Letztlich gehorchte der 41 Jahre alte Brite dann doch. 

In der Pause bis zum Qualifying machten die Mechaniker den Ferrari wieder fahrtüchtig. Beim Haas von Oliver Bearman, der noch deutlich heftiger eingeschlagen war, klappte das nicht. Er konnte nicht antreten. 

Mehr als 40 Jahre nach dem letzten Formel-1-Rennen nahe Madrids blieb das auch nicht ausgeschlossene Chaos in der Königsklasse aus. Tags zuvor hatte es in der Formel 2 ein ordentliches Crash-Festival gegeben. 

Frühes Aus für die Lokalmatadoren

Bei Antonelli rauchten mal die Reifen. Der Monza-Gewinner konnte den folgenreichen Bandenkontakt aber vermeiden, bevor er im ersten Zeitabschnitt die schnellste Runde drehte. Unten im Tableau erwischte es ausgerechnet beide spanischen Piloten: Carlos Sainz, sogar geboren in Madrid, scheiterte als 17. im Williams. Fernando Alonso, Weltmeister von 2005 und 2006, reihte sich im Aston Martin noch einen Platz weiter hinten ein. 

In Abu Dhabi beim Finale der vergangenen Saison hatte Verstappen zuletzt die Pole geholt. Es war die 48. seiner Karriere gewesen. Im zweiten K.-o.-Abschnitt von Madrid fuhr er schon mal auf Platz eins. Zehn Positionen weiter hinten landete Nico Hülkenberg. Damit war das Qualifying für den gebürtigen Rheinländer im Audi vorzeitig vorbei.

Im Kampf der Top Ten ging es dann richtig rasant zu. Zunächst sah Hamilton nach dem Polesetter aus. Doch dann legten Verstappen und Antonelli und vor allem Norris noch mal nach. «Wir können uns nicht beklagen, das ist Teil des Spiels. Als Lewis in der letzten Runde noch mehr gepusht hat, konnte er die Pole nicht holen», sagte Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur.

Deine News.

mehr News laden

Gong 96.3 Live
Audiothek