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«Recht ernste OP»: WM-Chance für Pogacar nach Horror-Sturz
Tadej Pogacar könnte trotz seines Horror-Sturzes bei der Spanien-Rundfahrt an der Straßenrad-WM Ende September teilnehmen. Das stellte sein Teamchef Mauro Gianetti in Aussicht. Man wolle aber noch die notwendige Operation am gebrochenen Schlüsselbein für eine fixe Prognose abwarten.
«Die Zeit ist sehr kurz, er ist immer noch im Krankenhaus, er wurde noch nicht operiert. Natürlich wäre es nicht leicht, sich bis zur WM zu erholen», sagte Gianetti am Ruhetag der Vuelta. «Aber hey, wir werden in den nächsten Tagen klarer sehen. Der Bruch des Schlüsselbeins ist ziemlich schlimm, es bedarf einer recht ernsten Operation. Das hilft natürlich nicht.»
Pogacar, der zuletzt zweimal nacheinander Weltmeister geworden war, war am Samstag auf der achten Etappe der Vuelta schwer gestürzt und hatte neben der Schulterverletzung auch eine Gehirnerschütterung erlitten. Aufgrund der Kopfverletzung konnte er bisher nicht operiert werden. Das soll am Dienstag oder Mittwoch erfolgen. Ein Knochenbruch heilt üblicherweise in sechs Wochen, im Radsport gab es jedoch schon Comebacks nach vier Wochen.
Angst bei Gianetti
Gianetti hatte unmittelbar große Sorgen um seinen Star. «Ich hatte richtig Angst, denn wenn man die hohen Geschwindigkeiten sieht, dann verletzt man sich», sagte der Schweizer. «Als er stand, war ich etwas erleichtert. Ich sagte zu mir: "Ok, er steht, er geht, er will weitermachen." Aber das ging natürlich nicht.»
Pogacar wollte in diesem Jahr erstmals die Spanien-Rundfahrt gewinnen. Der fünfmalige Sieger der Tour de France war bei der Vuelta erst einmal, im Jahr 2019 als 20-Jähriger an den Start gegangen und hatte Platz drei belegt. Neben der WM in Montreal, das Straßenrennen ist am 27. September, wollte der Slowene auch bei der Lombardei-Rundfahrt am 10. Oktober starten. Das Rennen der fallenden Blätter hatte Pogacar zuletzt viermal nacheinander gewonnen.