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Trotz Erfolgs: Trainer Werner muss bei Leipzig gehen

17.06.2026, 18:06

Champions League erreicht, Umbruch gemeistert: Trotz des Erreichens aller Ziele hat sich RB Leipzig von Trainer Ole Werner nach nur einem Jahr getrennt. Das teilte der Fußball-Bundesligist mit. 

«Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen», wurde Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer am Mittwoch zitiert. «Dennoch sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass eine inhaltliche Weiterentwicklung und eine veränderte Herangehensweise für die vor uns liegenden Aufgaben erforderlich sind», hieß es weiter. 

Werner hat in Leipzig noch einen Vertrag bis 2027. Ein Nachfolger soll zeitnah präsentiert werden. Auch die Co-Trainer Tom Cichon und Patrick Kohlmann müssen gehen.

Berichte: Argentinier soll Nachfolger werden

Über die Nachfolge auf der Position des Cheftrainers, die Zusammensetzung des Trainerteams und eine weitere Zusammenarbeit mit Co-Trainer Jan Zimmermann werde RB Leipzig zeitnah informieren, hieß es in der Mitteilung.

Nachfolger soll nach übereinstimmenden Medienberichten der Argentinier Martín Demichelis werden. Der 45 Jahre alte frühere Abwehrspieler von Bayern München war bislang Trainer von RCD Mallorca. 

Unzufriedenheit mit Werner soll es vor allem bei Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff und der globalen Fußball-Abteilung um Jürgen Klopp und Mario Gomez gegeben haben. Die von Werner implementierte neue Spielidee überzeugte dort nicht, zudem habe RB zur Qualifikation in die Champions League dem Vernehmen nach zu viel Glück benötigt habe.

Schäfer rettete Werner zweimal

Werner führte Leipzig mit einer in der Offensive auf Schlüsselpositionen neu besetzten Mannschaft auf Platz drei und erfüllte damit das offizielle Saisonziel. Mit 65 Punkten verpasste RB den eigenen Bundesliga-Rekord nur um zwei Zähler. 

Wie jetzt erst bekanntgeworden ist, rettete Leipzigs Sportchef Marcel Schäfer Werner in der abgelaufenen Saison zweimal. Klopp und sein Kompetenz-Team mit Mario Gomez, Jürgen Kramny, Peter Krawietz und Zsolt Löw diskutierten aufgrund der wenig überzeugenden Spielweise mehrmals über eine Veränderung auf der Cheftrainerposition. Doch Schäfer setzte sich durch. 

RB-Aufsichtsratschef Mintzlaff stattete den Profis Anfang März beim wenig überzeugenden Sieg gegen Augsburg einen nicht alltäglichen Besuch in der Kabine ab - zusammen mit Clubchefin Tatjana Haenni. Er schwor das Team mit einer emotionalen Rede auf Englisch für die Champions-League-Quali ein.

Auch Werner bekam von den Experten immer wieder Hinweise. Zu wenig Dominanz, zu wenig Laufarbeit, Löcher in der Abwehr und zu wenig Zähler in den Spitzenspielen.

Dass Werner mit 1,95 Punkten einen herausragenden Punkteschnitt ablieferte und nach dem XXL-Umbruch dank Neu-Kapitän David Raum wieder ein homogenes Team formte, half offenbar nicht. 

Werner nicht erste Wahl

Für Werner hatte Leipzig erst im Sommer 2025 rund zwei Millionen Euro an Werder Bremen gezahlt. Zwar unterschrieb der Coach damals nur für zwei Jahre, die Intention war aber durchaus eine langfristige Zusammenarbeit. 

Eigentlich sollte Cesc Fàbregas verpflichtet werden, doch der Spanier blieb bei seinem Club Como 1907 und führte diesen in der abgelaufenen Spielzeit in die Champions League.

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