Versicherungskennzeichen: Das solltet ihr jetzt beachten

27.02.2017, 11:22

Mit dem Beginn der milden Temperaturen startet die neue Saison für Moped- und Mofafahrer: Zum 1. März wird damit auch ein Wechsel des Versicherungskennzeichens notwendig. Ab diesem Zeitpunkt benötigen alle Kleinkrafträder ein schwarzes Kennzeichen, wie die ADAC Autoversicherung AG informiert. Das bisherige grüne Schild wird ungültig: Da es sich um ein sogenanntes Ablaufkennzeichen handelt, ist keine Kündigung der Versicherung notwendig - Ablauftermin ist stets Ende Februar. An der jährlich wechselnden Farbe des Kennzeichens erkennt die Polizei, ob der Versicherungsschutz für das aktuelle Jahr gilt.

Pflicht ist das Kennzeichen nicht nur für Mofas und Mopeds, sondern auch für Kleinkrafträder mit bis zu 50 km/h Höchstgeschwindigkeit und bis zu 50 ccm Hubraum sowie vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge bis 45 km/h. Dazu gehören zum Beispiel auch Segways, Quads und E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h und maximal 45 km/h.

Das Fahren trotz einer fehlenden oder ungültigen Versicherung stellt eine Straftat dar und kann für den Fahrer schwere Folgen nach sich ziehen: Ist der Verstoß fahrlässig, können Freiheitsstrafen von bis zu sechs Monaten oder Geldbußen bis zu 180 Tagessätzen die Konsequenz sein. Bei vorsätzlichem Vorgehen können sich die Strafen unter Umständen verdoppeln. Zudem muss der Fahrer bei Unfällen selbst für den Schaden aufkommen.

Wichtige Fakten zum Versicherungskennzeichen

Von Grün auf Schwarz! Ab dem 1.März müssen alle Mofa- und Moped-Fahrer ein neues schwarzess Versicherungskennzeichen drauf haben. Ebenso betroffen sind motorisierte Krankenfahrstühle, Segways, kleine Roller und Quads bis 45 km/h und schnelle E-Bikes.

Warum jetzt die Farbe Schwarz? - Die Farbe der Kennzeichen wechselt jährlich von grün auf schwarz auf blau. Dadurch ist für die Polizei schnell erkennbar, wer ohne gültiges Kennzeichen und damit ohne Versicherungsschutz unterwegs ist.

Was passiert, wenn ich noch mit dem alten Schild unterwegs bin? – Dann kann es teuer werden: Bis zu 180 Tagessätze sind möglich. Das gilt übrigens nicht nur für Mofas, die im Verkehr unterwegs sind, sondern auch für Fahrzeuge, die auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt sind.

Bei einem Unfall ist der Schaden außerdem vom Fahrer selbst zu bezahlen.

Woher bekomme ich ein neues Kennzeichen? – Anders als beim Auto, müssen Halter nicht extra zur städtischen Behörde. Die Plaketten gibt es bei allen Versicherungsunternehmen und sogar bei Banken. In vielen Filialen kann man das neue Schild direkt mitnehmen, bei anderen wenigen muss man es vorbestellen und bekommt es zwei Werktage später nach Hause geschickt. Daher der Tipp: Einfach anrufen und kurz nachfragen.