Alle Aktionen. Der Verkehr und das Wetter für München und viele weitere Funktionen
Ex-007 Pierce Brosnan fühlte sich auf sein Image festgelegt
Der frühere James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan (73) genießt den zweiten Frühling seiner Karriere. Besonders seine Rolle als Gangsterboss Conrad Harrigan in der Serie «Mobland - Familie bis aufs Blut» begeistert den gebürtigen Iren. Sie habe ihm ermöglicht, sich an der Seite von Helen Mirren und Tom Hardy schauspielerisch wieder stärker auszuprobieren, sagte Brosnan der Deutschen Presse-Agentur in London. «Ich wollte mit Schauspielern zusammen sein, die mir wieder das Gefühl geben, ein Schauspieler zu sein.»
Von Remingon Steele zu James Bond
Brosnan hatte seine Karriere am Theater und in Kostümdramen der BBC begonnen, bevor ihm in den USA der Durchbruch gelang. «Dann holten mich Amerika und "Remington Steele"», sagte er über die US-Serie, in der er einen charmanten Privatdetektiv spielte. «Ich entwickelte dieses bestimmte Aussehen und diesen Stil und wurde davon irgendwie ein Stück weit vereinnahmt.» Den smarten Look und den coolen Stil behielt er später auch als James Bond bei.
«Ich wollte - in Anführungszeichen - ein Filmstar sein», erklärte Brosnan, der wie kaum ein anderer Star für Eleganz und Gentleman-Charme steht. «Und dabei verliert man sich irgendwie.» Der Erfolg habe ihm zwar ermöglicht, gut zu leben und für seine Familie zu sorgen. Nun freue er sich jedoch über Rollen, die ihm «viel mehr Freiheit» gäben. «Es ist so schön, wieder Schauspieler zu sein. Es ist so schön, zurückzukommen.»
Neue Facetten als irrer Gangsterboss
Als jähzorniges und unberechenbares Oberhaupt einer Gangsterfamilie zeigt sich Brosnan in «MobLand - Familie bis aufs Blut» unter der Regie von Guy Ritchie von einer anderen Seite. Das Schauspielern biete ihm heute «viel mehr Tiefe und Resonanz, Schwierigkeiten und Schmerz», sagte der 73-Jährige. Die zweite Staffel der von Kritikern gelobten Serie ist gerade beim Streamingdienst Paramount+ gestartet. Eine dritte Staffel ist bereits in Planung.