Polizei Germering: einer von uns ist Judo-Kämpfer bei Olympia

20.10.2017, 15:52

Judo-Olympiateilnehmer unterstützt die PI Germering

(Bildunterschrift auf der linken Seite  Sebastian Seidl, rechts leiter der PI Andreas Ruch)  

 

Über tatkräftige und vor allem zupackende Unterstützung kann sich derzeit die Germeringer Polizei freuen, weil sie für zwei Monate von einem aktiven Mitglied der deutschen olympischen Judomannschaft, die Deutschland bei den nächsten olympischen Spielen in Tokio vertreten wird, unterstützt wird. Bei der genannten Unterstützung handelt es sich um den 27-jährigen Sebastian Seidl ,  der gleichzeitig von Beruf Polizeibeamter bei der Bayerischen Polizei ist.

Sebastian Seidl hat seine Ausbildung bei dem seit 2012 bestehenden Spitzensportseminar der Bayerischen Bereitschaftspolizei gemacht und hat bereits im Jahr 2015 sein Praktikum in der Germeringer Inspektion abgeleistet.

Im selben Jahr belegte er den 3. Platz bei der Judo-Europameisterschaft in Sofia.

Die gezielte Judoförderung des Schwarzgurtträgers und 3 maligen Deutschen Meisters Sebastian Seidl hat sich jüngst bei einer Festnahme im wahrsten Sinne des Wortes bestens bezahlt gemacht, als ein ausgewiesener Problemclient, ein sehr kräftig gebauter 18-Jähriger Germeringer, der zudem ein Gardemaß von über 190 cm aufweist, mit Nachdruck von Polizeibeamten der PI Germering davon überzeugt werden musste, dass er einen Jugendarrest anzutreten habe.

Zunächst weigerte sich der zur Festnahme ausgeschriebene Kongolese nämlich beharrlich die beiden uniformierten Polizeibeamten „zu begleiten“ bzw. zuvor deren Anweisungen in irgendeiner Art und Weise Folge zu leisten, indem er einfach sitzen blieb. Von diesem Vorhaben nahm er jedoch ziemlich schnell Abstand, nachdem er sich durch entsprechende Grifftechniken der beiden Kollegen urplötzlich in deren Mitte wiederfand und in Folge dessen auch deren Anweisungen umgehend befolgte.

Die anfänglich auch von der Dienststellenleitung als realistisch gehaltene Widerstandshandlung durch den bereits polizeilich bekannten jungen Mann wurde aufgrund des professionellen Auftretens und des konsequenten Einschreitens des eingesetzten Streifenteams POM Seidl und POM Alexander Müller ( einem ebenfalls in Selbstverteidigungsfragen äußerst kompetenten Kollegen)  praktisch im Keim erstickt. Der Delinquent wurde dann im Anschluss an seine Festnahme von der Dienststelle aus in die JVA Landshut zur Verbringung eines Jugendarrestes eingeliefert.

Auch die anschließende Fahrt in die Justizvollzugsanstalt Landshut verlief  dann völlig problemlos seitens des offensichtlich nunmehr geläuterten Probanden.