Eier-Skandal: Niederländische Eier auch in Bayern

02.08.2017, 20:49

(exemplarisches Foto)

Die verseuchten Eier aus den Niederlanden sind bis nach Bayern gelangt

Jetzt ist auch bei uns in Bayern Vorsicht geboten: Denn der Skandal um die verseuchten Eier aus den Niederlanden weitet sich aus. Zunächst hieß es, die belasteten Eier wurden nicht in Bayern verkauft. Nun teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit, dass auch Bayern betroffen ist.

Die Eier aus den Niederlanden sind mit dem Insektozid Fipronil belastet. Bei einer zu hohen Dosis kann es zu Schäden an Leber, Nieren und Schilddrüße kommen. Rewe und Penny haben vorsorglich alle Eier aus den Niederlanden aus dem Verkauf genommen. «Sollten Kunden bereits Eier mit der Kennzeichnung NL bei uns gekauft haben, so können sie diese zurückgeben und bekommen den Verkaufspreis erstattet», erklärte der Leiter des Qualitätsmanagements, Klaus Mayer. Die Rewe-Gruppe kündigte an, Eier aus den Niederlanden erst wieder zu verkaufen, wenn diese nachweislich frei von Fipronil seien.

Wie erkenne ich die belasteten Eier?

+++ Update 03.08.2017, 17:30 Uhr +++

Nach bisherigen Informationen des LGL gelangten die Chargen, die diese Stempelaufdrucke haben, bis nach Bayern:

1-NL-4331901, 1-NL-4035701, 1-NL-4339912, 1-NL-4339301, 1-NL-4359801

Die Eier mit diesen Nummern sollten nicht konsumiert werden. 

Was ist Friponil?

Das Insektizid Friponil ist ein Kontaktgift und in der Landwirtschaft bei Lebensmittel liefernden Tieren verboten, sowie in Lebensmitteln nicht zugelassen. Das Mittel hat toxische Wirkungen auf das Nervensystem.