Bierpreisbremse: Schlichtendes Gespräch zwischen Josef Schmid und Wirten

21.03.2017, 13:46

+++ 23.03.2017 +++

Schlichtendes Gespräch zwischen Schmid und Wirten

Im Streit um die Bierpreisbremse auf dem Oktoberfest ist das Kriegsbeil vorerst begraben. Festleiter Josef Schmid will unter anderem den Preis für die Maß auf 10,70 Euro auf 3 Jahre festschreiben, die Wirte sind dagegen. Gestern gab es nochmal ein klärendes Gespräch, in dem Schmid seine Pläne erklärt hat. Dabei geht es um den Maßpreis, aber auch um eine Umsatzpacht, die die Wirte zahlen müssten. Dafür müssten die Wirte offenlegen, wie viel sie tatsächlich eingenommen haben. Bisher waren diese Zahlen streng geheim.

Festleiter Josef Schmid und Wirtesprecher Toni Roiderer haben das Treffen trotz unterschiedlicher Meinungen als informativ bezeichnet. Oberbürgermeister Dieter Reiter will erst später Stellung beziehen. Der Stadtrat wird dann  endgültig am 9. Mai entscheiden, ob die Preisbremse tatsächlich kommt

 

+++ UPDATE 21.03.2017 +++

Bierpreisbremse: Treffen zwischen Wiesnchef Josef Schmid und Wirten findet doch statt

Im Streit um die Bierpreisbremse auf dem Oktoberfest geht es weiter Hin und Her. Festleiter Josef Schmid hatte das Gespräch mit den Wirten morgen abgesagt, weil er sich vom Wirtesprecher Toni Roiderer beleidigt sah. Roiderer hatte ihm in einem Interview unter anderem vorgeworfen „despotisch“ zu sein. Nach einem Entschuldigungsschreiben heute kann das Treffen morgen doch wieder stattfinden.

 

+++ 21.3.2017 +++

Rathaus: Wiesnschef Josef Schmid sagt treffen mit Wirten ab

Der Streit um die Bierpreisbremse auf dem Oktoberfest hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Für morgen wäre eigentlich ein Gespräch mit Münchens zweitem Bürgermeister und Wiesn-Chef Josef Schmid und den Wirten angesetzt gewesen. Das hat Schmid jetzt aber abgesagt. Denn: Wirtesprecher Toni Roiderer hatte ihm in einem Interview unter anderem vorgeworfen „despotisch“ zu sein. Diesen persönlichen Angriff duldet der zweite Bürgermeister nicht.

 

+++ 08.03.2017 +++

Das Landeskartellamt gibt grünes Licht für die Bierpreisbremse

Ein Höchstpreis ist zulässig, wenn der Preis angemessen ist, so die Richter. Somit ist die von Wiesnchef Josef Schmid geforderte Bierpreisbremse rechtens. Der Bürgermeister und Wirtschaftsreferent will den Bierpreis für die nächsten drei Oktoberfeste bis 2019 bei maximal 10,70 Euro deckeln. Dies ist der Maximalpreis des vergangenen Jahres. 

Aufgrund der scharfen Kritik der Wiesnwirte hat das Landeskartellamt die Angelegenheit geprüft - und für rechtlich zulässig befunden. Allerdings muss die Stadt regelmäßig prüfen, ob der Höchstpreis noch angemessen ist. Das Wirtschaftsreferat will deshalb einmal im Jahr mit den Betroffenen sprechen, sobald die Umsatzzahlen der Festwirte vorliegen.

Um den Wiesnwirten entgegenzukommen, macht Schmid den Vorschlag, die Wiesn um einen Tag zu verlängern. So soll künftig nicht am Sonntag, sondern erst am Montag nach 17 Wiesntagen der Ausklang sein. 

Finale Entscheidung im Stadtrat

Der Wirtschaftsausschuss der Stadt München entscheidet wahrscheinlich am 9. Mai über die neuen Wiesn-Regelungen. Zum einen soll die Bierpreisbremse verabschiedet werden. Und zum anderen soll eine Umsatzpacht für die Wirte geregelt werden. Damit sollen die erhöhten Sicherheitskosten wegen der Terrorgefahr weitgehend auf die Wirte umgelegt werden.

Die Idee der Bierpreisbremse

Die erhöhten Sicherheitskosten haben sich beim vergangenen Oktoberfest auf 5 Millionen Euro belaufen. Diese Kosten sollen von den Wiesnwirten übernommen werden. Zum Wiesnreformplan von Josef Schmid gehört entsprechend, die bisherige Standgebühr der Wiesnwirte um eine Umsatzpacht erweitert werden. Damit diese Kosten nicht auf die Besucher übertragen werden, fordert Wiesnchef Josef Schmid die Bierpreisbremse. Demnach soll die Mass Bier bis 2019 nicht mehr als 10,70 Euro kosten. Diese Bierpreis-Deckelung soll als verbindliche Klausel in die Zulassungsverträge aufgenommen werden.