Gong 96.3 for future

365 Tipps für eine bessere Welt

Wir von Gong 96.3 wollen zusammen mit euch etwas für den Umweltschutz tun. Gemeinsam kleine Dinge im Alltag verändern, die Großes bewirken.

Deshalb gibt’s ab sofort jeden Tag von uns einen Tipp, wie wir alle gemeinsam etwas für unsere Umwelt tun können. Das Wichtigste ist schließlich: Nicht nur reden, sondern anfangen und machen.

Tipp 1: Schluss mit dem Standby-Modus

Stellt euch bitte Folgendes vor: Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass 2 ganze Atomkraftwerke bei uns in Deutschland abgeschaltet werden könnten.

Denn der Strom, den diese beiden Atomkraftwerke produzieren, verbrauchen wir alle JEDES JAHR durch Elektrogeräte, die im Standby Modus sind. Heißt konkret: Mikrowellen, Computer, Fernseher - diese Geräte GANZ ausschalten, oder Steckdosenleisten mit Schalter benutzen. Wer dafür zu faul ist: Es gibt Zeitschaltuhren, die die Geräte nur zu bestimmten Zeiten ans Stromnetz lassen.

Tipp: Viele von uns laden ihr Handy über Nacht, morgens wird’s dann abgestöpselt - das Ladekabel bleibt aber am Strom – und braucht somit Energie. Also: Handyladegerät IMMER ausstecken!

Tipp 2: Wechsel zu Ökostrom

Herkömmliche Stromanbieter sind nicht sonderlich "grün"… da fließt euer Geld in gefährliche Atomkraft und schmutzige Kohleenergie - DIE Hauptverursacher von CO2. Also wechseln!

Ökostrom wird aus erneuerbaren Energien gewonnen, zum Beispiel aus Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerken oder Windparks!

Die besten Anbieter sind: Greenpeace Energy, Naturstrom und Polarstern.

Auch der Wechsel ist super easy: Stromzählerstand ablesen, beim Ökostromanbieter anmelden, Daten eingeben und DIE melden euch von eurem alten Anbieter ab.

Tipp 3: Beim Eierkauf immer auf die Nummer achten

Schaut ganz genau auf den Karton, wenn ihr Eier im Supermarkt kauft! Eier mit der Nummer 2 gleich wieder zurückstellen! Da müssen die armen Hennen auf wenigen Zentimetern zusammengepfercht in Bodenhaltung leben, 1 ist schon mal besser- da dürfen die gackernden Hühner wenigstens raus- Freilandhaltung! Die 0 ist aber am besten: Bioqualität, 6 Hühner pro Quadratmeter und Frischluft!

Tipp 4: Keine Werbung in Briefkästen

Jedes Jahr 36 Kilo Papier pro Person sparen - mit nur einem Aufkleber!

In unseren Briefkästen landen deutschlandweit jährlich 1,2 Milliarden Kilo Werbung – das ist das Gewicht von 4 Kreuzfahrtschiffen! 90 Prozent davon werden ungelesen weggeschmissen. Druckt euch daher einfach einen Zettel aus, den ihr dann auf euren Briefkasten klebt:" Keine Werbung einwerfen!" Von solchen Zetteln gibt es sehr viele Vorlagen - ganz einfach übers Internet zu finden.

Tipp 5: Die Wäsche richtig waschen

Klar, egal wann wir die Waschmaschine anschmeißen: Waschen schadet der Umwelt! 50 Liter Wasser gehen pro Waschgang mindestens drauf! Und jeder Deutsche verbraucht pro Jahr durchschnittlich 8 Kilogramm Waschpulver.

Wer aber richtig wäscht, kann der Umwelt Gutes tun! Deswegen: Finger weg von den Gel-Pads und Flüssigwaschmitteln! Flüssigwaschmittel belasten Kläranlagen und Gewässer wegen ihres höheren Tensidgehaltes- durch die Gelpads gelangt mehr Mikroplastik ins Wasser.

Um Wasser zu sparen, könnt ihr auf die Vorwäsche verzichten, umweltschädlichen Weichspüler brauchts auch nicht und immer dran denken: Waschmaschine Voll beladen! Die Regel mit der „Faust“, die noch Platz haben muss ist laut Experten völlig überholt.

Tipp 6: Die Bambuszahnbürste

Zahnbürsten sind Plastik pur - Plastikborsten, Plastikgriff, Plastikverpackung! Geht aber auch anders: Im Drogeriemarkt seht ihr immer häufiger Bambuszahnbürsten! Sind etwas teurer und sind immerhin schon mal durch den Griff aus Bambus nachhaltiger, als bei einer konventionellen Zahnbürste.

 

Tipp 7: Beim Bestellen Verpackung sparen

Bittet, dass ihr keine Stäbchen, Servietten, Werbung oder sonstiges mitgegeben bekommt. So spart ihr weitere Verpackung.

 

Tipp 8: Repair Cafés

Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. An den Orten, an denen das Repair Café stattfindet, ist Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden. Also: Bevor ihr eure Sachen wegschmeißt, schaut doch mal in einem dieser Cafés vorbei!

>> Hier geht's zur Übersicht aller Cafés in München und der Region!

 

Tipp 9: Wäsche richtig waschen

Wäschewaschen: Pulver ist besser als Flüssigwaschmittel und viel besser als die Pads! Wie sieht’s aus mit der LÄNGE? Also sind die drei Stunden Eco Programm wirklich so viel besser als ein 20 Minuten Kurprogramm? Kurz gesagt: JA! Das Eco-Programm ist trotzdem umweltfreundlicher als die Kurz-Variante!

 

Tipp 10: Nachhaltiges Brot

Heute passend zum Frühstück am Sonntagmorgen: Hartes Brot nicht einfach wegschmeißen, denn innerhalb von weniger als 5 Minuten schmeckt es wieder wie frisch vom Bäcker. Einfach das Brot kurz unters Wasser halten und dann 3 bis 5 Minuten im Ofen bei 180 Grad backen. Danach ist es wieder super saftig und knusprig!

Tipp 11: To good to go

Heute: Essen retten und dabei auch noch Geld sparen! Denn - krasse Zahl: Wir werfen jährlich Elf Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll – das ist das Gewicht von 55 Elbphilharmonien!

Lebensmittel retten via Containern – also bei Supermärkten Lebensmittel aus dem Müll fischen - ist ja offiziell verboten. Mit einer App geht das aber rechtlich einwandfrei… und ihr bekommt sogar eine komplett fertige Mahlzeit!

In der App „Too good to go“, also übersetzt „zu schade zum wegschmeißen“ geben Restaurants hier bei uns in München an, wieviele Mahlzeiten bei ihnen übrig bleiben! Die kosten dann nur noch die Hälfte und ihr könnt sie in einem bestimmten Zeitraum abholen.

Tipp 12: Kaffee-Peeling

Heute am Tag des Kaffees ein kleiner Tipp! Vergesst die Drogeriemarkt-Peelings mit nem Haufen Mikroplastik drin! Schnappt euch den alten Kaffeesatz, vermengt 3 Esslöffel Kaffee mit 3 Esslöffeln Pflanzenöl und dann ab damit ins Gesicht.

Das ist ein perfektes, mildes Peeling, regt die Durchblutung an, euer Teint strahlt rosig und die Haut wird glatt.

Tipp 13: Reinigungsmittel

Kurz und knapp: Weniger ist mehr! 3 Reinigungsmittel im Haushalt reichen!

Ende mit überfülltem Putzschrank… Experten sagen: Ihr braucht nur einen Allzweckreiniger, zum Oberflächen reinigen und der bringts auch für die Toilette! Dann ein Spülmittel fürs Geschirr mit dem ihr auch fettige Verschmutzungen in der Küche wegkriegt.

Für stärkere Verschmutzungen ein Scheuermittel! Bei ganz hartnäckigen Kalk, besorgt euch noch einen Essigreiniger. Aber Finger weg von Chlorprodukten und WC Reiniger mit anorganischen Säuren- die schaden der Umwelt und belasten Gewässer und Böden.. außerdem könnten die gesundheitsschädlich sein! Orientiert euch einfach am Umweltzeichen! Zum Beispiel dem blauen Engel, das EU Umweltzeichen oder die Euroblume… die sind besonders umweltschonend

Tipp 14: Clever spülen

Ganz Deutschland spült pro Jahr 330 Milliarden Geschirrteile- sowohl per Hand, als auch per Maschine und Hand!

Dabei werden verbraucht:

  • über 260.000 Tonnen Hand- und Maschinengeschirrspülmittel (einschließlich Regeneriersalz)
  • circa 210 Millionen Kubikmeter Wasser
  • circa 5,6 Milliarden Kilowattstunden Strom zum Maschinengeschirrspülen und eine in etwa vergleichbare Menge an Energie (Öl, Gas, Strom) für die Erwärmung des Spülwassers zum Handgeschirrspülen.

Was das Geschirrspülen nachhaltiger macht:

Umsteigen auf das 50/55 °C-, ECO- oder Automatikprogramm. Durch Anwendung einiger Grundregeln für das Spülen per Hand oder per Maschine kann der Ressourcenverbrauch und die Kohlendioxidemission deutlich reduziert werden.

Immerhin:

Bei 8 Spülgängen pro Woche braucht eine moderne Spülmaschine (von 2010) zum Beispiel nur noch knapp die Hälfte an Energie-Kosten gegenüber einer Geschirrspülmaschine von 1990.

Tipp 15: Teebeutel

Lasst lieber die Finger von Nylon-Teebeuteln! Die sehen zwar schick aus und versprechen, dass sich das Aroma besser verbreitet aber diese Teebeutel-Pyramiden aus Kunststoff haben es in sich!

Die Teebeutel geben laut einer neuen Statistik Unmengen an Mikroplastik ab. Ein einzelner Beutel gibt mehr als elf Millionen Mikroplastik- und drei Millionen Nanoplastik-Partikel ins Teewasser ab. Das ist um ein Vielfaches höher als das, was bisher in anderen Lebensmitteln gefunden wurde.

Der Umwelt zu Liebe gibt’s aber Alternativen: Kauft euch am besten losen Tee und schmeißt diesen in einen Edelstahlteefilter! Oder es gibt auch Kannen, die einen Filter zum Einsetzen haben.

Tipp 16: Saisonkalender

Finger weg von Bananen aus Peru, Kiwis aus Australien und Tomaten aus Spanien - bis die bei uns im Supermarkt-Regal liegen, brauchts viele Schiffe, Flugzeuge und LKW. Damit verbunden wird ganz schön viel CO2 in die Luft gepafft.

Wir haben einen Saisonkalender für euch. Da seht ihr, welche Produkte hier bei uns in der Region JETZT gerade geerntet werden:

Tipp 17: Butter = Klimakiller

Die meisten von uns haben wahrscheinlich DEN Klimakiller schlechthin auf dem Frühstückstisch - Butter!

Für ein Kilo Butter wird fast doppelt so viel CO2 in der Produktion ausgestoßen wie für Rindfleisch!

Der Grund: für eine Butter werden rund 4 Liter Kuhmilch gebraucht, die in vielen einzelnen Schritten verarbeitet werden muss. Hinzu kommt, dass Kühe sehr viel Methangase ausstoßen und damit auch CO2.

Also: lieber zur Margarine greifen!

Tipp 18: Cool City

So langsam machts bei allen Klick - wir alle gegen den Klimawandel. Die Stadt München hat jetzt die Kampagne „Cool City“ ins Leben gerufen. Und die Stadt gibt uns sogar noch eine Belohnung obendrauf: Wer Strom spart, bekommt Kohle!

>> Meldet euch online bis zum 31. Oktober für die Stromsparprämie an. Wer mindestens 20 Prozent weniger Strom verbraucht als der Bundesdurchschnitt, bekommt 50 Euro - wer 30 Prozent weniger verbraucht sogar 100 Euro!

Tipp 19: Die Broccomole

Guacamole war gestern! Aus den USA kommt ein neuer Gemüse-Trend: Die Broccomole!

Wie der Name schon sagt: Anstelle der Avocado ist Brokkoli drin! Der ist nicht nur besser für unsere Figur, 100 Gramm haben gerade mal 34 Kalorien, sondern ist auch klimafreundlicher.

Avocado ist zwar super-lecker und reich an gesunden Fettsäuren ABER leider eine ökologische Katastrophe! Für den Anbau von einem Kilo Avocado braucht man zwischen 1000 und 1500 Liter Wasser! Zum Vergleich: Bei einem Kilo Tomaten sind es gerade mal 110 Liter! In den Anbaugebieten wie Südafrika, Mexico oder Israel, trocknet sie die übrige Landwirtschaft buchstäblich aus. Dazu kommt noch der energieaufwendige Transport zum Beispiel zu uns nach Deutschland! Kurz: die Avocado hat einen gigantischen ökologischen Fußabdruck!

Brokkoli hingegen muss nicht erst importiert werden. Zudem liefert uns das heimische Superfood einen ganzen Cocktail an wichtigen Vitaminen und Nährstoffen. Der reicht von Vitamin B, C, E bis zu K und geht über zu Calcium, Magnesium, Eisen, Zink sowie Kalium. Das Gemüse ist damit nicht nur gut unser Herz, sondern stärkt auch Zähne, Knochen und sorgt für schöne Haut.

Von uns jetzt die perfekte Alternative zum beliebten Dip, der gleichzeitig nicht so fettig ist wie die Guacamole: Die Broccomole!

Das Rezept für Broccomole

Die Zutaten:

  • 175 g Brokkoliröschen
  • 40 g Zwiebel (fein gehackt)
  • 1/2 Bund Koriander
  • Saft von 2 Limetten
  • Wer es scharf mag: Chili oder Jalapeños
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Chili (für die, dies scharf mögen)

Die Zubereitung:

  • Den Brokkoli in Salzwasser für eine Minute kochen. Alle Zutaten in einen Küchenmixer geben und so lange mixen, bis eine glatte Masse entsteht.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit extra Koriander dekorieren – fertig!
  • Passt perfekt zu Nachos, Brot oder Gemüsesticks

Tipp 20: WASTEX

Ein Start-Up namens "Biofabrik" hat eine Lösung für gleich zwei Umwelt-Probleme gefunden: Die Mitarbeiter haben eine Anlage entwickelt, mit der aus einem Kilo Plastikabfall ein Liter Kraftstoff erzeugt wird.

„WASTX“ nennt sich das Ganze. Das Ding ist ungefähr so groß wie ein Schiffscontainer und mobil – heißt: Es kann überall dahin gebracht werden, wo Plastik anfällt – zum Beispiel am Strand, wo die Plastikabfälle aus dem Meer angespült werden. Und jetzt kommt’s: Eine WASTX liefert Energie für 150 Einfamilienhäuser oder auch 210 elektrische Autos – und das an nur einem Tag!

Ihr könnt dafür sorgen, dass noch mehr solcher Anlagen gebaut werden – und dann vielleicht auch hier in München Kraftstoff oder Energie für unsere Autos produzieren – aus unserem Plastikmüll. Mit einer Spende – und da gilt wirklich: Jeder Euro hilft!

>> Hier könnt ihr spenden!

Tipp 21: Kastanien-Waschmittel

Heute geht’s um Kastanien.

Denn anstatt Waschmittel ausm Drogeriemarkt mit tausend Zusatzstoffen und Weichmachern, die unsere Umwelt verschmutzen, zu verwenden, könnt ihr eure Klamotten mit Kastanienpulver sauber kriegen.

Die gesammelten Kastanien einfach verkleinern und mit 300 Milliliter Wasser in ein verschließbares Gefäß, zum Beispiel in ein Einmachglas für Marmelade geben, schütteln und etwas 8 Stunden stehen lassen, bis das Wasser milchig schaumig ist. Das Kastanienpulver dann aussieben und rein ins Waschmittelfach – und schon tut ihr eurer Wäsche und der Umwelt was Gutes.

Tipp 22: Gemeinsam Müll sammeln

Der kleine Nico ist 10 Jahre alt und aus Mossach! Er hat was ganz Besonderes gemacht. Jeden Sonntag ist er unterwegs und hat Müll in der Stadt gesammelt – und Nico braucht euren Support! Lasst uns gemeinsam jeden Sonntag etwas Gutes für die Umwelt tun und ein bisschen Müll in unserer Stadt aufsammeln. Wenn jeder ein wenig tut, können wir am Ende viel erreichen! :-)

Tipp 23: Kleider spenden

Kleidercontainer stehen ja immer wieder in der Kritik. Wo kommen unsere Klamotten wirklich hin, werden sie vielleicht nach Afrika weiterverkauft? Wer auf Nummer Sicher gehen will: Ab in die Post mit den Klamotten!

Es gibt Organisationen, die Kleiderspenden auch per Paket annehmen! Völlig kostenlos! Zum Beispiel die Deutsche Kleiderstiftung - einfach Adressformular ausfüllen, Ettikett ausdrucken und dann in die Post damit.

Während Sammlungen ja anonym sind, garantiert bei der Deutschen Kleiderstiftung ein Label, dass die Hilfe wirklich ankommt. Zum Beispiel in Kleiderkammern und in sozialen Einrichtungen im In- und Ausland.

Tipp 24: Fermentieren

Fermentieren ist das neue Einfrieren! Kauft euch einfach ein paar große Einmachgläser und legt dort Obst und Gemüse ein, das ihr nicht mehr loskriegt.

Mischt 1 Liter Wasser mit einem Esslöffel Salz und legt da zum Beispiel Apfel oder Karotten ein. Keine Sorge: Das Salz macht das Obst nicht salzig.  Mikroorganismen zersetzen den Zucker in den Zellen und vermehren sich in der Salzlake und konservieren.

Nährstoffe und Vitamine bleiben drin- damit habt ihr immer Obst und Gemüse im Haus und schmeißt nichts weg!

Tipp 25: Nachhaltige Bank

Viele von uns haben ein wenig Geld auf der Bank gespart. Wer glaubt, das Geld liegt da sowieso nur herum - falsch gedacht! Die Bank macht damit Geschäfte. Und die sind oftmals nicht so sauber! Viele herkömmliche Banken unterstützen zum Beispiel das Roden des Regenwalds im Amazonas oder finanzieren Waffengeschäfte.

Wechselt also zu einer nachhaltigen Bank: Zum Beispiel zur GLS Bank, Triodos Bank oder Umweltbank.  Bei der GLS Bank kann man zum Beispiel selbst mitbestimmen, welche Art von Projekten mit den Einlagen des eigenen Girokontos gefördert werden sollen. Ökobanken bieten darüberhinaus oft besonders gute Konditionen für ökologische Projekte an.

Tipp 26: Alufolie & Co. verbannen

Pro Kopf schmeißen wir pro Jahr 220 Kilo Verpackungsmüll weg. Vieles davon entsteht durch den Online-Versand: Großer Karton, Schuhkarton, Plastik, zerbrechliches in Styropor - dagegen hilft nur lokal einkaufen, ABER wir können es ja einfach lassen, unnötig zum Beispiel Brotzeit zu verpacken.

Der Umwelt etwas Gutes tun, geht auch schon, indem ihr Alu- und Frischhaltefolie aus der Küche verbannt. Für den Snack im Büro Brotdose mitnehmen, Käse kommt unter die Käseglocke - und wer doch etwas einwickeln will: nehmt notfalls Backpapier! Das hat eine weitaus bessere Umweltbilanz, als Alu- und Frischhaltefolie!

Tipp 27: Biologische Kaffeekapseln

Pro Jahr fallen weltweit 8000 Tonnen Müll allein durch Alu-Kaffeekapseln an. Firmen wie Nespresso versuchen schon möglichst viel Alukapsel zu recyclen - da werden zum Beispiel Motorblöcke, Fensterrahmen und Fahrräder gemacht, aber einfacher ist es, Alukapseln erst gar nicht zu kaufen!

Immer mehr Firmen stellen kompostierbare Kaffeekapseln her. Zum Beispiel von MyCoffeeCup, la Coppa oder rezemo. Diese Kapseln werden aus Holz hergestellt. Heißt, ihr könnt sie ganz einfach im Biomüll entsorgen.

Das Beste dran: Die Kapseln passen in jede Nespressomaschine, weil sie die gleiche Größe haben und sie sind im Vergleich billiger! Während eine Nespressokapsel zwischen 40 und 50 Cent kostet, liegt die nachhaltigere Variante bei rund 30 Cent.

Tipp 28: Händewaschen

Dreht den Heißwasserregler am Waschbecken möglichst wenig auf und wascht euch mit kaltem Wasser die Hände!

Wissenschaftler haben rausgefunden: Die meisten von uns waschen ihre Hände mit einer viel zu hohen Temperatur. Kalt bringt aber genau so viel! Hauptsache ihr seift die Hände richtig ein und schrubbt auch an den versteckten Stellen. Mit kaltem Wasser spart ihr Energie und somit Kosten von bis zu 60 Euro pro Jahr. Und die Umwelt findet es auch super!

Tipp 29: Lebensmittel retten

Wir werfen durchschnittlich 85 Kilo Nahrungsmittel in den Müll – und das jedes Jahr!

Dabei ist Lebensmittel retten echt easy! Zum Beispiel schaffen es ja zweibeinige Karotten, krumme Gurken oder zu klein geratene Birnen bei uns nicht in den Supermarkt. Da kommt das Münchner Start-Up „etepetete“ ins Spiel: Das bringt das nicht dem Schönheitsideal entsprechende Obst und Gemüse direkt zu euch nach Hause! Ihr könnt ganz einfach eine Retterbox im Internet bestellen. Kostet so um die 22 Euro.

Dann gibt’s ja auch Apps wie „Too Good To Go“, wo Supermärkte, Bäckereien oder auch Restaurants übrig gebliebenes Essen supergünstig abgeben.

Und wenn ihr selbst was übrig habt: Auf Facebook könnt ihr das zum Beispiel bei Foodsharing München oder anderen Lebensmittelretten-Gruppen anbieten – und so etwas für unser Klima tun.

Tipp 30: Deo selber machen

Verbannt Plastik aus dem Badezimmer! Was für viele unmöglich scheint, aber ja, auch Deo lässt sich selbst machen - Ende mit den Sprühdeos und Plastikrollerdeos.

Deo selbst machen geht ganz einfach mit Kokosöl, Natron und äherischen Ölen! Die sorgen dafür, dass der Schweißgeruch in Schach gehalten wird und sind antibakteriell. Der große Vorteil ist schon mal, dass ein kleiner Klecks aus eurem neuen Deo-Glas reicht und ihr durchs Verwenden von wiederbefüllbaren Gläsern der Umwelt echt ne Menge Verpackungsmüll erspart.

Rezept:

  • 3 gestrichene EL natives Kokosöl
  • 1 TL Bienenwachs (alternativ 2 TL Kakao- oder Sheabutter)
  • 2 TL Natron
  • 2 TL Speisestärke
  • 10 Tropfen naturreines ätherisches Öl 
  • (z.B. 5 Tropfen Lavendel-, 3 Tropfen Teebaum- und 2 Tropfen Pfefferminzöl oder 10 Tropfen Zitronenöl etc. …)

HERSTELLUNG

  1. Das Bienenwachs im heißen Wasserbad langsam schmelzen
  2. Kokosöl, Natron und Speisestärke vorsichtig unterrühren
  3. Nun das Ganze aus dem Wasserbad nehmen und unter Rühren auf Handwärme abkühlen lassen. Es entsteht eine cremeartige Konsistenz.
  4. Abschließend werden die ätherischen Öle eingerührt, das Cremedeo in ein Glas gefüllt und verschlossen. 

Tipp: Möchte man zum Beispiel für eine mehrtägige Wanderung nicht das ganze Glas mitnehmen, kann man 1-2 TL von der Deocreme auch einfach in ein kleineres Gefäß umfüllen. Das ist platz- und gewichtssparend und mehr Deocreme braucht man für ein paar Tage nicht.

Achtung: Kokosöl wird ab 25°C flüssig, weshalb die Deocreme im Sommer kühl gelagert werden sollte. Ansonsten lässt sich die Deocreme bei Zimmertemperatur aufbewahren und ist etwa 6 Monate haltbar. Ätherisches Pfefferminzöl ist nicht für Kleinkinder und in der Schwangerschaft geeignet!

Hinweis: Bei normaler Kleidung sowie Sportkleidung sind keine Flecken zu befürchten. Sollte es doch zu Flecken kommen, reicht ein normales Waschprogramm vollkommen aus. Man kann die Kleidung gegebenenfalls auch vorbehandeln. Vorsicht ist geboten bei Seide und anderen sensiblen Gewebearten.

Tipp 31: Used Look Jeans

Finger weg vom Used Look. Sieht zwar lässig aus, ist aber ein extremes Gesundheitsrisiko für die Fabrikarbeiter. Für die abgeschrubbten Jeans wird die Hose nämlich mit Sand bestrahlt, der kommt in die Lunge und extrem viele Arbeiter bekommen Lungenkrankheiten.

Ganz natürliche Vintage Jeans bekommt ihr zum Beispiel auf Kleiderparties. Eine findet zum Beispiel Samstag zwischen 13 und 18 Uhr im Hub in Schwabing statt. Da könnt ihr untereinander Klamotten tauschen - eure alten Sachen werden von jemand anderem zu neuen Liebhaberteilen und ihr habt auch einen neuen Style - ganz ohne schlechtes Gewissen!

Tipp 32: Shopping mit gutem Gewissen

Shoppen mit gutem Gewissen - unter diesem Motto hat eine Gruppe von Münchner Studentinnen jetzt etwas ganz Besonderes entwickelt: "Buy good Stuff".

Das Ganz ist ein neuer Shopping-Guide für München. Man sieht, wo es bei uns in der Stadt und der Region zum Beispiel Stores mit „grüner“ Mode gibt, oder auch wo der nächste verpackungsfreie Supermarkt ist. Das Beste: Er ist kostenlos!

>> Alle Informationen und eine Auflistung der teilnehmenden Geschäfte gibt's hier.

Tipp 33: Wiederverwendbare Obst-Säckchen

Die Plastiksäckchen an der Obst und Gemüsetheke dürfen leider bleiben - die brauchts aber auch nicht! Wir verraten euch, wie ihr auch da komplett "öko" unterwegs sein könnt.

Viele Supermärkte verkaufen ja mittlerweile direkt beim Obst und Gemüse die wiederverwendbaren Beutel. Für durchschnittlich 70 Cent pro Beutel. Aber ganz so umweltfreundlich sind die leider auch nicht, da sie aus Polyester hergestellt werden - also wieder Plastik! Wenn auch wiederverwertbar!

Öko-Alternativen sind zum Beispiel Baumwollbeutel oder auch Baumwollnetze! Die gibt’s im Internet in unterschiedlichen Größen für nen Euro pro Stück.

Tipp 34: Essensboxen

Ab sofort gibt’s in der Münchner Suppenküche am Viktualienmarkt Reboxes – das sind to go Boxen, für die zahlt ihr 10 Euro Pfand und wenn ihr die Box zurückgebt, bekommt ihr das Geld zurück. 

Wer seine eigene Box mitbringt ist natürlich auch super umweltfreundlich unterwegs! Restaurants die euch das Essen in eure Verpackungen füllen erkennt ihr an einem Sticker an der Tür. Da steht „Einmal ohne bitte“ drauf! Es machen schon 320 mit.

>> Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Tipp 35: Kastanien-Badezusatz

Aus Kastanien könnt ihr zum Beispiel: Waschmittel machen, oder auch Zahnpasta und: Sogar Badezusatz! Dafür ungefähr ein halbes Kilo Kastanien über Nacht in Wasser einweichen und das dann bei der nächsten Badewannensession in die Wanne gießen. Das ist nicht nur ne umweltfreundliche Alternative zum Badezusatz, die Kastanien regen auch noch die Durchblutung an!

>> Mehr Infos dazu findet ihr auch hier.

Tipp 36: Badezusatz

Erkältungs-Badezusatz – do it yourself: 3 Teebeutel (Thymian, Pfefferminze, Fenchel) in einen Liter kochendes Wasser geben. Den Sud dann mit drei Esslöffel Olivenöl in das Badewasser geben. Fertig!