Grüner Knopf: Das müsst ihr über das neue Textilsiegel wissen

Alle Infos gibt's hier.

Für dieses T-Shirt wurde niemand ausgebeutet und: Es ist umweltfreundlich!  Bundesentwicklungsminister Müller hat heute den grünen Knopf vorgestellt – das ist ein Verbrauchersiegel, das es ab sofort auch in den Läden hier bei uns in München und der Region gibt.
 

Was genau sagt der grüne Knopf über das Produkt aus?

Dabei geht’s um 26 soziale und ökologische Mindeststandards. Also zum Beispiel dürfen dann bei der Produktion der Kleidung keine Weichmacher oder andere Chemikalien verwendet worden sein und das Abwasser muss bestimmte Grenzwerte einhalten.  Außerdem müssen die Hersteller die Mindestlöhne zahlen und sicherstellen, dass keine Kinder in ihren Fabriken arbeiten.

Insgesamt 70 Unternehmen wollen dieses Siegel einführen, 27 dürfen ihre Produkte ab sofort mit dem Grünen Knopf versehen, unter anderem Lidl, Aldi, Rewe, Tchibo und die Outdoormarke Vaude gehören dazu. Bei den anderen wird aktuell noch geprüft, ob die Hersteller auch wirklich die Standards erfüllen.
 

Kritik an dem Gütesiege

Doch es gibt auch Kritik an dem Gütesiegel - unter anderem die Gewerkschaft Verdi sagt, dass der grüne Knopf keinesfalls fair und nachhaltig ist, weil die Überwachung viel zu schwach sei. Außerdem ist die Mindestlohnregelung demnach unzureichend, denn in vielen Ländern sei der Mindestlohn so niedrig, dass niemand davon leben kann. Bundesentwicklungsminister Müller kündigte schon an, dass sich das Siegel noch weiterentwickeln soll


Diese Unternehmen sind dabei:

27 Unternehmen machen bereits mit, darunter Start-Ups, Mittelständler, anerkannte Nachhaltigkeits-Vorreiter und große Unternehmen: Alma & Lovis, Aldi Nord, Aldi Süd, Brands Fashion, CharLe, Derbe, Dibella, Engel, Feuervogl, Hans Natur, hessnatur, Hopp, Kaufland, Kaya&Kato, Lidl, Manomama, Melawear, Millitomm, Modespitze Plauen, Phyne, Posseimo, Rewe Group, Schweickardt Moden, Tchibo, Trigema, Vaude, 3 Freunde.

26 weitere Unternehmen sind derzeit im Prüfprozess, unter anderem Hugo Boss, die Otto-Group und auch kleinere Unternehmen wie Socks4Fun.