Vorsicht: Blitzeis-Gefahr in München und der Region

Die Gefahr von Winterglätte beginnt bereits bei Temperaturen ab +4 °C.  Blitzeis tritt plötzlich auf und bildet eine stärkere Glätte als "normales" Glatteis, das sich bei Minusgraden bildet. Überwiegend schattige Orte, Waldstücke, Brücken etc. sind stark gefährdet und besonders schnell glatt.  

Wie verhalte ich mich bei Blitzeis?

Technische Hilfsmittel wie ABS oder ESP stoßen schnell an ihre Grenzen, auch Schneeketten bleiben ohne Wirkung. Am besten das Auto stehen lassen bzw. einigermaßen sicher am Fahrbahnrand abstellen und warten bis die Gefahr vorüber ist. Auf jeden Fall

  • Ruhe bewahren
  • Langsam und kontrolliert bremsen
  • Nur sanfte und leichte Lenkbewegungen
  • Einen möglichst großen Sicherheitsabstand halten

Oftmals ist der Streudienst wenige Zeit später zur Stelle.

Wie entsteht Blitzeis?

Nach starkem Frost über einen längeren Zeitraum sind unsere Straßen oftmals ausgekühlt, die Bodentemperatur sinkt weit unter 0 Grad, auch wenn die Luft deutlich wärmer ist. Die auf die Straße fallenden Regentropfen frieren sofort und gleichmäßig. Das Ergebnis: eine spiegelglatte Eisfläche. Das geschieht schlagartig, von jetzt auf gleich. Daher auch der Begriff Blitzeis.

Es muss allerdings nicht unbedingt Regen sein, der dann zu gefährlicher Glätte führt. Blitzeis kann sich auch durch überfrierenden Nebel oder überhaupt durch überfrierende Luftfeuchtigkeit bilden.

Unterschied: Blitzeis vs. Überfrierende Nässe

Voraussetzung für die gefrierende Nässe ist in beiden Fällen, dass die Temperaturen am Boden und in Bodennähe bei unter null Grad liegen und sich darüber eine wärmere Luftschicht bewegt.

Ist die Straße bereits nass, von Regen oder Wasser in Pfützen oder Spurrillen, und es kühlt stark ab, gefriert das Wasser auf der Straße und es wird glatt. Hier spricht man dann von überfrierender Nässe. Sehr häufig und tückisch ist auch in der Sonne geschmolzener Schnee oder Schneematsch, der abends oder im Schatten wieder überfriert.

Fällt der Niederschlag bereits in Form von Eiskörnchen, spricht man von Eisregen