Alle Aktionen. Der Verkehr und das Wetter für München und viele weitere Funktionen
Drei Menschen sterben bei Ostereiersuche im Norden
Drei Menschen sind am Ostersonntag in einem Waldstück südöstlich von Flensburg ums Leben gekommen, darunter eine Mutter und ihr Baby. Sie gehörten zu einer Gruppe, die Ostereier suchte.
Gegen 11.00 Uhr stürzte ein etwa 30 Meter hoher Baum in der Gemeinde Mittelangeln bei starken Windböen auf die Gruppe, wie die Polizei berichtete. Vier Menschen wurden unter dem Baum eingeklemmt.
Zehn Monate altes Baby stirbt im Krankenhaus
Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen starben noch am Unglücksort eine 16-Jährige und eine 21 Jahre alte Frau. Die zehn Monate alte Tochter der 21-Jährigen wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Kiel gebracht, wo sie später ihren Verletzungen erlag.
Schwere Verletzungen zog sich eine 18-Jährige zu. Sie wurde in ein Krankenhaus nach Heide geflogen, wo sie nach Polizeiangaben operiert wurde. Weitere Personen erlitten leichte Verletzungen. Zur genauen Zahl der Betroffenen konnte ein Polizeisprecher am Sonntag keine Angaben machen.
Rund 50 Bewohner einer Wohngruppe unterwegs
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hielten sich rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuungspersonen einer nahegelegenen Wohneinrichtung in dem Waldstück auf, um Ostereier zu suchen. Währenddessen sei vermutlich infolge der starken Windverhältnisse ein Baum auf die Gruppe gestürzt.
Noch ist unklar, ob der umgestürzte Baum Vorschäden oder eine Krankheit aufwies. Die Landesforsten seien über den Vorfall bereits informiert worden, sagte ein Polizeisprecher.
Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Betreuungskräfte wurden vor Ort durch Notfallseelsorger betreut. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.
Wie die «Bild»-Zeitung berichtete, waren insgesamt mehr als 80 Einsatzkräfte vor Ort. Augenzeugen berichteten demnach, dass rund um den Ort des Unglücks noch bunte Ostereier verstreut lagen.
Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) ist es im Norden stürmisch. Am Vormittag hatte der DWD tagsüber Windböen bis stürmische Böen zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde vorhergesagt. Vereinzelt könnte es in exponierten Lagen auch Sturmböen um 80 Stundenkilometer geben. Das entspricht Windstärke neun.