Nach Kabelbrand - 20 000 Haushalte in München ohne Strom

Update 16 Uhr

Die Polizei hat auf Gong 96.3 Nachfrage bestätigt, dass von Brandstiftung ausgegangen wird. Es sind immer noch einige Haushalte ohne Strom, es ist nicht ausgeschlossen, dass der Stromausfall noch die Nacht anhalten wird. 

Update 11 Uhr 

Es kann sein, dass vom Stromausfall auch Stationen von Mobilfunkbetreibern oder Internetprovidern betroffen waren und es deshalb zu Störungen gekommen ist.

Update 9 Uhr

Die Stromversorgung im Münchner Osten wird langsam wiederhergestellt. Wie uns die Stadtwerke auf Anfrage erklärt haben, sind aktuell schon wieder viele Haushalte in Haidhausen am Netz.

Am längsten gedulden müssten sich die Anwohner, die in der Nähe der Ursache wohnen. Diese liegt in der Grafinger Straße beim Ostbahnhof. Dort hatte es gegen vier Uhr morgens einen Kabelbrand in einer Braugrube gegeben, den die Feuerwehr schnell löschen konnte. Allerdings hatte das einen großflächigen Stromausfall in Haidhausen, Berg am Laim und Ramersdorf Perlach verursacht. Bis alle Ampeln wieder versorgt werden, regelt die Polizei vielerorts den Verkehr. 

 

München (dpa) - Wegen eines Kabelbrands ist in Teilen Münchens der Strom ausgefallen. Betroffen sind ungefähr 20 000 Haushalte in den Stadtteilen Haidhausen, Ramersdorf und Berg am Laim, wie die Stadtwerke München am Freitagmorgen mitteilten. Es könne auch zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, da etwa der Tram-Betriebshof in dem Gebiet liege und teilweise auch Ampeln ausgefallen seien. 

Der Strom fiel den Angaben nach am Freitag gegen 3.50 Uhr aus. Die Reparaturen sollen bis zum Mittag dauern. Dies bedeutet laut einem Sprecher aber nicht, dass die Haushalte auch bis dahin ohne Strom sein werden. Weitere Details waren noch offen. Auch die Ursache des Kabelbrandes war zunächst unklar. 

Erhebliche Einschränkungen bei der Tram

Aufgrund eines Stromausfalls am Freitagmorgen im Münchner Osten kommt es auf allen Linien der Tram zu erheblichen Ausfällen und Verspätungen. Von dem Stromausfall betroffen war auch der Tram-Betriebshof in der Einsteinstraße, sodass Fahrzeuge am Morgen nicht ausrücken konnten. Mittlerweile ist die Stromversorgung im Betriebshof wieder sichergestellt, sodass die Fahrzeuge nach und nach ihre Fahrten aufnehmen.

Die Trambahnen verkehren aktuell im 20-Minuten-Takt, verstärkt durch einzelne Busse des Schienenersatzverkehrs. Das Angebot wird nun sukzessive verstärkt, dennoch wird es nach aktueller Prognose den gesamten Vormittag über zu erheblichen Abweichungen vom Fahrplan kommen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) rät Fahrgästen, auf U-Bahn und Bus umzusteigen.