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Starnberger See: Feuerwerke sollen künftig leiser und vorher angekündigt werden

Feuerwerke über Starnberg sollen künftig leiser, besser koordiniert und frühzeitig angekündigt werden. Darauf haben sich Vertreter der Stadt, des Landratsamtes, Naturschützer, Feuerwehr, Veranstalter und Pyrotechniker bei einem Runden Tisch verständigt. Hintergrund sind zunehmende Beschwerden über die Knallerei.

Starnberg setzt künftig auf „Silent-Feuerwerk“

Vor allem in den Sommermonaten sorgen Feuerwerke rund um den Starnberger See immer wieder für Kritik. Anwohner und Tierhalter beklagen die Lärmbelastung, auch Naturschützer sehen die Auswirkungen auf Tiere kritisch. Nun sollen drei Maßnahmen für eine Entlastung sorgen.

Künftig sollen Feuerwerke in Starnberg besser miteinander koordiniert werden. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass mehrere Feuerwerke an einem einzigen Wochenende stattfinden.

Außerdem will die Stadt alle angemeldeten Feuerwerke frühzeitig auf ihrer Homepage bekannt geben. So können sich Anwohner und insbesondere Tierhalter rechtzeitig darauf einstellen.

Deutlich weniger Lärm bei Feuerwerken in Starnberg

Für die kommende Saison ist zudem geplant, bei Veranstaltungen im Stadtgebiet möglichst nur noch sogenanntes „Silent-Feuerwerk“ einzusetzen. Dazu will sich die Stadt mit den Pyrotechnikern abstimmen, die in den vergangenen Jahren Feuerwerke in Starnberg durchgeführt haben.

Bei Silent-Feuerwerk handelt es sich weiterhin um klassisches Feuerwerk und nicht etwa um Drohnen- oder Lasershows. Der entscheidende Unterschied ist die Lautstärke: Während herkömmliche Feuerwerkskörper bis zu 120 Dezibel erreichen können, sollen die leiseren Varianten nur bei etwa 40 bis 50 Dezibel liegen.

Ganz geräuschlos sind sie allerdings nicht. Schüttraketen oder römische Lichterbündel sind weiterhin zu hören, verursachen jedoch eher ein Zischen oder Ploppen als einen lauten Knall.

Beschwerden über Feuerwerke hatten sich gehäuft

Auslöser für die neuen Maßnahmen sind die zunehmenden Beschwerden über Feuerwerke in Starnberg. Mit der gemeinsamen Lösung wollen die Beteiligten Veranstaltungen mit Feuerwerk weiterhin ermöglichen und gleichzeitig die Belastung für Menschen, Haus- und Wildtiere reduzieren.

Ein komplettes Feuerwerksverbot ist damit nicht geplant. Stattdessen setzt Starnberg künftig auf leisere Feuerwerke, eine bessere Abstimmung der Termine und eine frühzeitige Information der Öffentlichkeit.

28.08.2026

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