Bundesamt für Sicherheit warnt vor Trojaner

Hier gibts' die Infos.

Das Notfallteam des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt derzeit vor einer Schadsoftware, die bundesweit für Ärger sorgt. Der Name: "GermanWiper".

Sie versteckt sich in E-Mails, die als Bewerbungen getarnt sind und von einer Person namens Lena Kretschmer oder Doris Sammer stammen sollen. Sobald der Empfänger allerdings auf den Anhang einer der E-Mails klickt, installiert sich schadhafte Software, die lokale Daten auf dem PC unlesbar macht. Danach öffnet sich ein Fenster, in dem die Hacker Lösegeld fordern.

Spam lässt sich nicht immer erkennen

Das Ärgerliche an  „GermanWiper“ ist, dass sich die schadhaften Nachrichten nicht ohne Weiteres identifizieren lassen. Zum einen sind die E-Mails in gutem Deutsch verfasst und wirken somit authentisch. Zum anderen gibt es verschiedene, vermeintliche Absender. Bekannt sind vor allem die bereits erwähnten Namen Lena Kretschmer und Doris Sammer. Auch die Absenderdomains ändern sich ständig.

Eines bleibt hingegen immer gleich: Der Betreff der E-Mails. Immer nutzen die Betrüger den Vorwand einer Bewerbung. 

So schützt ihr euch

Die Sicherheitsexperten raten daher, auf keinen Fall auf die Lösegeldforderung einzugehen. Es könne niemand garantieren, dass die Betrüger die Daten wieder entschlüsseln. In manchen Fällen, wie auch bei „GermanWiper“, ist eine Wiederherstellung der Daten beispielsweise gar nicht möglich.

Um sich zu schützen, bleibt Nutzern nichts anderes möglich, als einen aktuellen Virenschutz mit E-Mail-Absicherung auf ihrem PC zu installieren und regelmäßige Daten-Backups zu machen. Zudem sollte nicht wahllos jeder E-Mail-Anhang angeklickt werden. Bewahren Sie sich stattdessen eine gute Portion Skepsis und prüfen Sie den Ursprung entsprechender Mitteilungen.

Sollte der PC bereits mit Schadsoftware befallen sein, kann die Info-Seite von Europol unter Umständen mit einem passenden Entschlüsselungscode helfen. Möglicherweise muss der PC aber auch neu aufgesetzt werden. Hier greift dann wieder das Daten-Backup, das die Dateien in diesem Fall wiederherstellt.

 

Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)