Der Gong 96.3 Faktencheck: Richtig gut schlafen

Rund 24 Jahre lang schlafen wir in unserem Leben. Jeder von uns möchte gerne tief, entspannt und fest schlafen. Doch wie geht’s das?

Wir haben die führenden Schlafexperten des Landes getroffen und sie befragt nach dem ultimativen Rezept für den perfekten Schlaf.

Warum ist guter Schlaf so wichtig?

Wie kann man schnell und gut einschlafen?

Welche Faktoren beeinflussen den Schlaf?
Wie können wir unsere Träume beeinflussen?

Boxspring- oder normales Bett, Latex oder Kaltschaummatratze: Wie muss das perfekte Bett sein?

 

Die neusten Erkenntnisse aus Studien und von Experten. Wir sagen euch, was für einen guten Schlaf wirklich wichtig ist und machen den Gong 96.3 Faktencheck im Radio – präsentiert von BETTENRID 

 

 

Alles rund zum Thema Schlafen:

 

 

 

Fakten:

  • 219 000 Stunden schläft der Durchschnittsdeutsche im Laufe des Lebens (1/3 des Lebens)
  • 2/3 gehen vor 23:00 Uhr ins Bett
  • 1/4 vor 22 Uhr
  • Männer gehen später als Frauen ins Bett
  • Über 40 % der Deutschen stehen vor 6 Uhr morgens auf
  • 31 % gönnen sich regelmäßig einen Mittagsschlaf
  • Frauen brauchen im Schnitt 30 Minuten mehr Schlaf als Männer

Kleidung:

  • 47 % der Deutschen schlafen im Pyjama
  • 5 % schlafen nackt
  • 48 % schlafen in Unterwäsche, Nachthemd oder T-Shirt

Lage:

  • 68 % schlafen in Fötus-Lage
  • 17 % schlafen auf dem Bauch
  • 7 % schlafen auf dem Rücken
  • 8 % haben keine präferierte Lage
  • 61 % schlafen mit Partner im Bett
  • 18 % schlafen mit Kindern im Bett
  • 5 % schlafen mit Kuscheltier (mehr Frauen als Männer)
  • 28 Mal wachen wir durchschnittlich pro Nacht auf, meistens aber sehr kurz, deshalb erinnert sich das Gehirn am nächsten Morgen nicht daran

 

Tipps für den Matratzenkauf

  • Tipp 1: Möglichst nicht nach 17 Uhr 30/ 18 Uhr eine neue Matratze, ein neues Bett kaufen. Man ist vom Tag geschafft und findet jedes Bett super
  • Tipp 2: Wenn man ein kleiner und schlankerer Mensch ist, muss man auf die Matratzenfestigkeit achten, nicht zu hart. Wenn man aber eher größer ist und breitere Schultern hat ist eine definierte Schulterzone wichtig und gleichzeitig muss die Matratze im Beckenbereich fester sein.
  • Tipp 3: Wenn man leicht zum Untergewicht neigt, braucht man eher die Softvariante. Wenn man normalgewichtig ist, braucht man die Mediumvariante. Wenn man eher schwerer ist, braucht man die feste Variante.

Welches Bett ist das Beste

  • Vorteil Lattenrost mit Matratze:
    • Wer eine höhere Stabilität im Rückenbereich braucht oder wer mehr Absenkung sucht, ist bei Lattenrostsystemen besser bedient. Man kann das System individuell seinem Körper anpassen. Durch die Unterfederung und die Matratze kann man das Liegegefühl deutlich verändern.
  • Vorteil Boxspringbett:
    • Das Boxspringbett gilt als „optisches“ Bett. Man kann weniger dem Rückenverlauf anpassen. Zudem sollte man für ein gutes Boxspringbett mindestens 3000 Euro zahlen. Es ist also eher für unkomplizierte Schläfer geeignet.

 

Welche Rolle spielt die Schlafzimmerausstattung

  • Bei vielen ist das Schlafzimmer die Rumpelkammer der Nation.
  • Was darf drin sein:
    • Das Schlafzimmer soll eine Ruhe-Oase sein, man soll sich auf sein Bett freuen. Man soll beruhigende Farben verwenden oder auch spezielle Düfte verwenden, hauptsache man fühlt sich wohl
  • Was soll raus:
    • Alles was nach Arbeit aussieht, also zumindest das Bügelbrett oder Dreckwäsche. Dann sollte man auch auf Fernseher oder zu viel technische Geräte verzichten. Selbst ein Wecker mit digitaler Anzeige sollte verbannt werden. Das grelle Licht stört. Zudem schaut man automatisch drauf und fängt bei Schlafstörungen auch nach an auszurechnen, wieviel Stunden Schlaf bis zum Weckerklingeln noch bleiben. Das macht wach.
  • Ebenfalls Tabu: Handy, Laptop etc.

 

Warum man oft um 2 Uhr 30 wach wird

  • Wenn jemand etwas belastet meldet sich um 2 Uhr 30 der Geist und sagt „Da gibt es irgendwas, dass dich belastet, jetzt bist du wach“. Der Grund: Um diese Uhrzeit hat man die Höchste Labilität des Herzkreislaufsystems und die Gemütslage ist auch labil.

Was tun wenn man nachts wach wird

  • Kurz aufstehen und das Bett nicht zum Feind machen. Sonst sagt der Geist irgendwann „Bett = Wachliegen = Blöd“. Man wird zum Bettflüchter. Besser eine Runde aufstehen, vielleicht kurz an die frische Luft und versuchen sich zu entspannen

Schlaftaktung

  • Was viele nicht wissen, wir schlafen immer in 90 Minuten Zyklen, 2 bis 7 Mal pro Nacht. Und diese Blöcke wiederholen sich. Also wenn Ihr immer in 90 Minuten Schritten rechnet, könnt Ihr den perfekten Zeitpunkt ausrechnen, wann Ihr ins Bett gehen solltet. Wer zum Beispiel um 6 Uhr aufstehen muss, sollte um 0 Uhr ins Bett gehen. Oder um 22.30, nicht dazwischen

 

Warum Nacktschlafen schlecht ist

  • Man kann auskühlen, die Muskeln ziehen sich zusammen, dadurch kann man verspannen und durch zB. ein offenes Fenster wird es noch schlimmer. Deswegen ist es wichtig nachts einen Pyjama oder ein Nachthemd zu tragen. Außerdem schwitzen wir nachts und dieser Schweiß wird durch die Schlafkleidung besser aufgefangen.

 

Warum wir so wenig schlafen

  • Es gibt nicht wirklich die klare Nachtruhe und den klaren Tag, sondern es vermischt sich. Wir sind alle medial immer mehr unterwegs und haben ein Problem damit, abends offline zu gehen. Licht, Lärm und Stress spielen alle eine große Rolle und wirken zusammen, so dass zum einen an Schlaf gespart wird und zum anderen Schlafstörungen zunehmen.

 

Der Schlaf wird immer kürzer

  • In Deutschland schlafen wir im Schnitt knapp unter 7 Stunden und das ist zu wenig. In anderen Ländern sind es sogar noch weniger und in den USA sind es weniger als 6 ½ Stunde. Dies zeigt das es zum Trend wird, dass in den Industrienationen der Schlaf immer kürzer wird.

 

Wieviel Stunden Schlaf pro Woche sind gesund

  • Gesund leben bedeutet, dass man jeden Abend 7 ½ Stunden schläft. Wenn man also am Ende der Woche mindestens 50 Stunden geschlafen hat, hat man den Schlaf betreffend gesund gelebt.

 

Nickerchen im Büro

  • Ein Nickerchen im Büro, wenn man in der Nacht zu kurz geschlafen hat, ist eine Leistungsreserve und deutlich gesünder als die 10. Tasse Kaffee. Die Asiaten machen es uns vor, sie schlafen wie wir viel zu kurz und schlafen daher viel öfter zwischendurch am Tag. Ob im Auto, auf der Parkbank oder in der S-Bahn. Schlafforscher fordern das Büronickerchen auch bei uns einzuführen.

 

Dauerhaft schlechter Schlaf kann zu Demenz führen

  • Die Schadstoffe, die sich im Gehirn tagsüber ansammeln, müssen in der Nacht wieder aus dem Gehirn entfernt werden- Das schafft man nicht, wenn man zu kurz schläft. Ein Produkt ist z.B. Beta-Amyloid, verantwortlich für Alzheimer. Wenn man dauerhaft schlecht schläft, erhöht sich die Gefahr demenzielle Erkrankungen zu erleiden. Dauerhaft heißt länger als 4-5 Jahre.

 

Weitere Folgen des Schlafmangels

  • Schlafmangel führt zu Veränderungen bei unserem Immunsystem und beim Verdauungssystem. Zudem hat man auch Schwierigkeiten mit der Gehirnleistung, Löschen von Unwichtigem findet nicht mehr statt. Alles wird schlechter, man wird gereizter und aggressiver, das Herzkreislaufsystem leidet darunter.

 

Entspannen durch die Zwei-Silben-Übung

  • Wenn man abends im Bett liegt und nicht einschlafen kann, gibt es einen Trick um seinen Geist auszutricksen. Man nimmt zwei Silben, die keinen Sinn miteinander ergeben, und sagt sie sich immer wieder vor. Zum Beispiel „AN-RI“. Dadurch verstummen andere Gedanken, weil der Geist sich auf die Silben konzentriert und keine Assoziation dazu hat. Der Geist wird unterfordert und man schlummert schön ein.