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Unfassbares Zusammenspiel: Ersthelfer und Einsatzkräfte retten Frau aus Isar

Am Samstagabend ist es in München-Oberföhring zu einer Wasserrettung in der Isar gekommen. Dank des schnellen und koordinierten Zusammenspiels von Ersthelfer*innen, Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst konnte eine junge gerettet werden. 

Gegen 18:00 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle München ein Notruf ein: Eine Person trieb im Stadtteil Oberföhring auf Höhe der Opitzstraße in der Isar und rief um Hilfe. Die Anruferin reagierte vorbildlich – sie blieb in der Leitung, lief parallel zur Heinrich-Mann-Allee entlang des Flussufers auf Höhe der im Wasser treibenden Frau und übermittelte fortlaufend deren aktuelle Position.

Großalarm für Rettungskräfte in München

Bereits fünf Minuten nach Alarmierung traf ein Notarzteinsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr als erste Einheit ein. Vor Ort machten Passanten mit Taschenlampen auf sich aufmerksam und unterstützten so die Lokalisierung der im Wasser treibenden Frau.

Der Notfallsanitäter erkannte sofort den Ernst der Lage. Ohne zu zögern legte er einen Teil seiner Schutzkleidung ab und begab sich ins eiskalte Wasser der Isar. Aufgrund der starken Strömung und der schlechten Sichtverhältnisse bei Dunkelheit musste er den Rettungsversuch jedoch zunächst abbrechen.

Strömungsretter springt in die Isar

Nur zwei Minuten nach dem NEF traf das HLF der Freiwilligen Feuerwehr ein. Bemerkenswert: Trotz notwendiger Anfahrt der ehrenamtlichen Kräfte zum Gerätehaus war das Fahrzeug bereits drei Minuten nach Alarmierung ausgerückt und gegen 18:10 Uhr vor Ort.

Während der rund vierminütigen Anfahrt hatte sich eine Einsatzkraft vollständig als Strömungsretter ausgerüstet:

Ohne Zeit zu verlieren sprang der speziell ausgebildete Feuerwehrmann unmittelbar in die Isar.

Rettung in letzter Minute

Die junge Frau ging immer wieder unter. Bei Dunkelheit und in einem schnell fließenden Gewässer ist die Sicht extrem eingeschränkt. Die übrigen Einsatzkräfte mussten den Strömungsretter durch Zurufe dirigieren, um ihn gezielt zur Position der Frau zu lotsen.

Kurz bevor die Strömung eine Rettung mit reiner Muskelkraft unmöglich gemacht hätte, gelang es dem Wasserretter, die Frau zu fassen. Mit vereinten Kräften zogen die Einsatzkräfte die junge Frau an Land.

Noch bevor die erfolgreiche Rettung per Funk an die Leitstelle gemeldet werden konnte, informierte die Anruferin – die bis zur letzten Sekunde in der Leitung geblieben war – den Disponenten telefonisch über die geglückte Aktion.

Exakt zehn Minuten nach Alarmierung war die Frau gerettet.

Ermittlungen zur Ursache laufen

Wie und wo die junge Frau ins Wasser geraten war, ist derzeit unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

23.02.2026

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