Verbraucherschutz im Alltag – Wissenswertes und einige Beispiele für Regelungen

-Anzeige-

Verbraucherschutz spielt in den verschiedensten Bereichen des Alltags eine Rolle. Daher wurden und werden entsprechende Regelungen sowie Gesetze geschaffen, um potenzielle Nachteile für die Bürger zu minimieren. Darüber hinaus gibt es von mehreren Verbänden wissenswerte Tipps zu konkreten Bereichen. Ein Überblick.

 

Die grundsätzliche Bedeutung des Verbraucherschutzes für die Bürger

In der Öffentlichkeit wird immer wieder vom Verbraucherschutz gesprochen, beispielsweise im Rahmen der Medienberichterstattung. Nur die wenigsten Menschen wissen aber genau, was oder wer der Verbraucherschutz ist. Der Begriff selbst beschreibt eigentlich nur die Gesamtheit aller Maßnahmen, um Verbraucher – also Menschen, die Produkte oder Dienstleistungen konsumieren – zu schützen. Dabei kann es sich um den Schutz vor giftigen Inhaltsstoffen, vor Internetkriminalität und vor vielen weiteren Gefahren handeln. Umgesetzt wird dieser Verbraucherschutz von speziellen Verbänden, die neben dem Eigeninteresse auch eine staatlich übertragene Funktion haben. Ein Stück weit ist der Verbraucherschutz also eine staatliche Aufgabe, denn der Konsument hat gegenüber dem Produzenten immer einen Nachteil. Er hat weniger Informationen, Fachkenntnis, Erfahrung oder Ressourcen, um sich in allen Fällen selbst schützen zu können.

Die Verbraucherschutzverbände sind also eine Art zwischengeschaltete Instanz, um diesen Nachteil der Verbraucher auszugleichen und den Produzenten etwas entgegensetzen zu können. Sie sind ein Gegenpol, der die Anbieter dazu zwingt, neben wirtschaftlichen Interessen auch jene der Verbraucher zu wahren. Dementsprechend wichtig ist die Rolle, die der Verbraucherschutz im Alltag spielt. Immerhin 90 Prozent der Deutschen sehen ihn als wichtige Grundlage für ihre Sicherheit. Vor allem für die Vertrauensbildung erachten sie den Verbraucherschutz als essentiell, denn die Verunsicherung der Verbraucher gegenüber den Produzenten und der Politik ist groß. Das bedeutet eine gewisse Zurückhaltung beim Konsum und damit auch konjunkturelle Einschnitte. Der Verbraucherschutz kurbelt also indirekt den Konsum an und ist daher sogar wirtschaftlich von großer Bedeutung. Trotzdem gibt es auch beim Verbraucherschutz noch Verbesserungspotenzial, wie die aktuellen Zahlen zeigen: Etwa ein Fünftel der Bevölkerung sieht die eigenen Interessen beim Verbraucherschutz derzeit nicht oder nicht ausreichend vertreten.

Die Verbraucherschutzverbände spielen im Alltag also in vielerlei Hinsicht eine wichtige Rolle, haben aber auch die Aufgabe, sich selbst stetig weiterzuentwickeln und zu optimieren. Schließlich unterliegen die Anforderungen der Verbraucher ständigen Veränderungen und verschiedene Entwicklungen führen zu neuen Problemen, die gelöst werden müssen. Der Verbraucherschutz ist daher eine fortlaufende Aufgabe (auch) der Politik. Das betrifft derzeit vor allem, aber längst nicht nur, die Bereiche Internet und Digitalisierung. An dieser Stelle hat der Verbraucherschutz noch Nachholbedarf. Prinzipiell spielt er aber in fast allen Lebensbereichen eine wichtige Rolle und daher lohnt sich ein genauerer Blick auf die unterschiedlichen Bereiche sowie die Aufgaben des Verbraucherschutzes, die er darin jeweils übernimmt:

Medien

Die Medien sind mittlerweile nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Durchschnittlich neun Stunden und 43 Minuten pro Tag verbringen die Menschen mit audiovisuellen Medien, sei es das Fernsehen, sie es das Radio im Hintergrund, sei es das Smartphone – die Liste ist lang. Für den Verbraucherschutz bedeutet das die umfassende Aufgabe, die Verbraucher bei diesem täglichen Konsum vor potenziellen Gefahren zu schützen. Schließlich haben Medien einen großen Einfluss auf die Nutzer, beispielsweise durch Werbung, und schon in jungem Alter kommen Kinder heutzutage damit in Berührung. Die Verbraucherschutzverbände sehen ihre Aufgaben aber auch darin, den Umgang mit den (digitalen) Medien zu vereinfachen und sie für jedermann verfügbar zu machen, um sich überhaupt informieren zu können. Das bedeutet faire Preise sowie transparente Nutzungsbedingungen. Zudem sollen die Rechte von Urhebern und Nutzern gleichermaßen gewahrt werden.

Um diese Aufgaben zu erfüllen, schaffen die Verbände verbraucherfreundliche Aufsichts- und Marktstrukturen. Sie fordern zudem zeitgemäße sowie verständliche Standards für Medien, vor allem in digitaler Form. Erfolge aus den vergangenen Jahren, die der Verbraucherschutz erzielen konnte, waren zudem die Veröffentlichung der sogenannten „Mogelpackungsliste“, um Preissteigerungen der Angebote in Printmedien sowie Prospekten transparenter zu machen. Weiterhin werden Verbraucher umfassend zu ihren Rechten informiert, wenn es beispielsweise um Abonnements von Zeitungen oder Zeitschriften geht. Im Radio werden immer wieder spezielle Verbrauchertipps eingespielt und wenn es um das Fernsehen geht, sind zahlreiche Maßnahmen von einer Kaufberatung bis hin zu Informationen über den Rundfunkbeitrag auf den Webseiten der Verbraucherschutzverbände zu finden.

Ihre Maßnahmen können also viele Gesichter haben und bereits jetzt bieten sie den Verbrauchern wertvolle Hilfe in vielerlei Hinsicht. Verbesserungspotenzial gibt es aber auch an dieser Stelle noch reichlich, schließlich wächst die Bedeutung der Medien im Alltag und sie entwickeln sich stetig weiter – was auch neue Risiken und damit einen größeren Verbraucherschutzbedarf bedeutet.

Verbraucherschutz im Internet

Das gilt insbesondere für Medien mit Internetzugang, denn im Internet warten die mitunter meisten und größten Gefahren für Verbraucher jeden Alters. Das Problem an der Sache ist, dass sie selbst im Umgang mit dem Internet oft noch nicht versiert genug sind, um Gefahren zuverlässig zu erkennen und zu meiden. Aber auch der Verbraucherschutz hat manchmal Schwierigkeiten damit, sich an die rasanten Entwicklungen im Internet anzupassen und dadurch einen zuverlässigen Schutz zu bieten. Zumindest wurden in den vergangenen Jahren aber zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Nutzung des Internets für die Verbraucher sicherer zu machen – und zwar in allen Bereichen vom Datenschutz über Regelungen zu Freizeitaktivitäten im Netz bis hin zum Online Shopping.

Das Glücksspiel ist dafür ein gutes Beispiel. Bereits seit vielen Jahren ist der Verbraucherschutz diesbezüglich tätig. Ziel ist, die Verbraucher vor Gefahren zu schützen, vor allem Minderjährige, und sie über ihre Rechte zu informieren. Seit das Glücksspiel auch online möglich ist, hat schließlich in der Theorie jeder darauf Zugriff und das erfordert neue Schutzmaßnahmen wie den Glücksspielstaatsvertrag, der im Jahr 2021 in einigen Punkten geändert wurde. Aber auch rund um den Rückzahlungsanspruch der Teilnehmer von illegalen Online-Glücksspielen ist der Verbraucherschutz tätig oder bei Preisausschreiben, damit die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden. An dieser Stelle wird erneut deutlich, wie vielfältig die Einsatzbereiche der Verbraucherschützer sind – und weshalb es für sie dementsprechend schwierig ist, all diese Bereiche vollständig abzudecken.

Nahrungs- und Genussmittel

Weniger in der Selbstverantwortung sind die Verbraucher hingegen, wenn es um Nahrungs- und Genussmittel geht. Hier fehlt es schlichtweg an der Transparenz, um selbst zwischen „gut“ und „schlecht“ unterscheiden zu können. Auch an dieser Stelle waren die Verbraucherschutzverbände daher in den vergangenen Jahren aktiv. Mittlerweile ist der Verbraucherschutz bei Lebensmitteln daher gesetzlich streng geregelt und umfasst beispielsweise folgende Maßnahmen:

· Festlegung von Standards in der Herstellung

· Durchführung von Kontrollen

· Sicherung der Qualität

· Beseitigung von Störungen oder Verunreinigungen

· Einführung einer Meldepflicht bei Mängeln

· Warnung vor gewissen Produkten

· Überprüfung der Lieferketten

· Durchsetzung der Produkthaftung

Zudem gilt mittlerweile auf EU-Ebene eine umfassende Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel. Die Aufgabe der Verbraucherschutzverbände liegt im Lebensmittelbereich also vor allem darin, die Einhaltung der bestehenden Regelungen zu überprüfen und gegebenenfalls Warnungen für die Verbraucher auszusprechen, wenn Sicherheitsrisiken wie schädliche Chemikalien in Mehrweg-Bechern bekannt werden.

Aber der Verbraucherschutz hat in dieser Hinsicht noch eine weitere wichtige Aufgabe: Den Schutz von, vor allem minderjährigen, Verbrauchern vor Genussmitteln mit Suchtpotenzial wie Nikotin oder Alkohol. Auch diesbezüglich waren die Verbraucherschützer in den vergangenen Jahren aktiv und haben beispielsweise neue Werbeverbote durchgesetzt. Trotzdem sei der Verbraucherschutz an dieser Stelle noch unzureichend, wird immer wieder Kritik laut. Tatsächlich sind die deutschen Regelungen im internationalen Vergleich eher locker. Es gelten also deutlich geringere Einschränkungen als in anderen EU-Ländern, wenn es um Nikotin und Alkohol geht, aber auch um Zucker. Vor allem Gesundheitsexperten fordern daher schnelles Handeln, um dieses Versäumnis nachzuholen und Regularien auf einer staatlichen Ebene zu erwirken. Auch das wäre eine Aufgabe für die Verbraucherschutzverbände, doch bislang sind die Bürger diesbezüglich noch zu großen Teilen selbst in der Verantwortung – beziehungsweise Eltern für ihre Kinder.

Kleidung

Wenn es um Kleidung geht, gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche Skandale. Sie betrafen beispielsweise die Herkunft der Klamotten und die Arbeitsbedingungen der Näherinnen im Ausland. Aber auch Giftstoffe in den Textilien oder Kinderarbeit machten deutschlandweite Schlagzeilen. Der Verbraucherschutz hat daher in erster Linie die Aufgabe, in der Branche für mehr Transparenz zu sorgen, damit die Verbraucher bessere Entscheidungen treffen können. Dafür stellen die Verbraucherschutzverbände auf ihren Webseiten umfassende Informationen zur Verfügung, beispielsweise zu Themen wie Fallen beim Online-Shopping, umweltfreundlicher Kleidung oder der Reinigung von Textilien.

Weiterhin wird über verschiedene Siegel informiert, um den Verbrauchern beim Klamottenkauf mehr Sicherheit zu bieten, wenn es um die Qualität oder Herkunft der jeweiligen Kleidungsstücke geht. Der Verbraucherschutz ist also rund um Kleidung vor allem als informierende Instanz tätig, konnte aber durchaus in den vergangenen Jahren auch auf einer rechtlichen Ebene kleinere sowie größere Erfolge feiern. Dazu gehört zu Beispiel die REACH-Verordnung, die im Jahr 2006 für die ganze Europäische Union in Kraft trat: Demnach dürfen gewisse Stoffe nicht mehr in Kleidung enthalten sein, beispielsweise Azofarbstoffe, gewisse Kontaktallergene oder Restgehalte von Chrom. Sie werden schließlich mit großen gesundheitlichen Gefahren in Verbindung gebracht.

Dennoch ist die Klamottenindustrie aufgrund der Globalisierung auch für den Verbraucherschutz zu umfassend geworden, um eine 100-prozentige Sicherheit zu garantieren. Schließlich kaufen viele Menschen ihre Kleidung heutzutage im Internet, teilweise von ausländischen Händlern, sodass nicht immer ausreichende Kontrollen durchgeführt werden können. Auch diesbezüglich sind die Verbraucher daher ein Stück weit in der Eigenverantwortung, sprich sie sollten sich auf den Webseiten der Verbraucherschutzverbände informieren und die richtigen Waren konsumieren, um sich selbst vor gesundheitlichen Gefahren oder anderen Risiken zu schützen. Letztere lauern beispielsweise beim Online-Shopping im Internet, sprich hier treffen gleich zwei Tätigkeitsbereiche

der Verbraucherschützer aufeinander, was erneut die Komplexität ihrer Einsatzfelder deutlich macht – Tendenz steigend.

 

Gesundheit

Gesundheitliche Risiken können aber nicht nur in Klamotten lauern, sondern auch bei vielen anderen Konsumgütern. Die Gesundheit der Verbraucher zu schützen, hat deshalb für die Verbände stets oberste Priorität. Das gilt für alle Arten von Gesundheitsgefährdungen wie eben Chemikalien in Textilien, schädliche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln oder psychische Abhängigkeiten wie eine Alkoholsucht. Der Verbraucherschutz ist zudem direkt im Gesundheitssektor tätig und dort vor allem für den Schutz von Patienten zuständig. Was bedeutet das?

In der Gesundheitsbranche ist der Verbraucherschutz auf vielen verschiedenen Ebenen notwendig. Er übernimmt beispielsweise Informationspflichten, um Patienten über ihre Rechte aufzuklären und dadurch bei Problemen wie Behandlungsfehlern zu helfen. Dafür kommen beispielsweise Bücher zum Einsatz, aber auch auf den eigenen Webseiten stellen die Verbraucherschutzverbände vielfältige kostenfreie Informationen zur Verfügung. Sie setzen sich mit Themen wie Patiententipps, einer ärztlichen Zweitmeinung, Behandlungsmöglichkeiten wie der Akupunktur oder finanziellen Fragen auseinander. Dabei nimmt der Verbraucherschutz stets eine objektive Meinung ein, sprich er bietet sachliche Informationen sowohl für die Patienten als auch für die Ärzte.

Ziel des Verbraucherschutzes im Gesundheitsbereich ist weiterhin, die Patienten mündig zu machen. Schließlich sind sie gegenüber den Ärzten im Nachteil, wenn es um fachliche und oftmals auch rechtliche Fragen geht. Vertrauen sie dem falschen Arzt oder einer falschen Behandlung, kann das für ihre Gesundheit fatale Folgen haben. Immer wieder appellieren die Verbraucherschützer deshalb auch an die Eigenverantwortung der Patienten, sich über ihre Rechte zu informieren und diese notfalls vor Gericht durchzusetzen. Entsprechende Kampagnen über digitale sowie Printmedien dienen dabei der Aufklärung sowie Sensibilisierung auf Seiten der Verbraucher. Zudem ist natürlich die Politik in der Verantwortung entsprechende Gesetze zu schaffen, wie beispielsweise das Patientendaten-Schutz-Gesetz aus dem Jahr 2020. Auch hier ist es also wichtig, mit der Zeit zu gehen und den Verbraucherschutz an Entwicklungen wie die Digitalisierung im Gesundheitssektor anzupassen. Somit bleibt es spannend, welche weiteren Maßnahmen die Verbraucherschützer diesbezüglich in den kommenden Jahren ergreifen werden.

Finanzen und Versicherungen

Zuletzt lauern im Bereich der Finanzen und Versicherungen große Risiken. Wer hier einen Fehler macht, muss unter Umständen einen erheblichen finanziellen Schaden befürchten. Viele Verbraucher

sind daher verunsichert, wenn es um Themen wie Online-Banking, Versicherungspolicen oder Geldanlagen geht. Oft und gerne stützen sie sich bei ihren Entscheidungen daher auf unabhängige Instanzen wie die Verbraucherschutzverbände. Sie sehen ihre Aufgabe darin, die Verbraucher über Risiken in der Finanz- und Versicherungsbranche auf dem Laufenden zu halten. Schließlich schreitet auch in dieser Branche die Entwicklung aufgrund der Digitalisierung in rasantem Tempo voran und bringt immer wieder neue Gefahren wie das Phishing von Finanzdaten hervor.

Eine ihrer Hauptaufgaben sehen die Verbraucherschutzverbände daher in der Information. Sie stellen den Verbrauchern das Know-how zur Verfügung, um den Durchblick zu behalten und unnötige Kosten, beispielsweise Bankgebühren, einzusparen. Dafür werden auf den Webseiten verschiedene Artikel zu Themen wie Sparen und Anlegen, Altersvorsorge, Bau- und Immobilienfinanzierung, Kredit, Schulden und Insolvenz, Krankenversicherung oder Aktien zur Verfügung gestellt. Auch Musterbriefe und weitere praktische Vorlagen sind hier zu finden, um die eigenen Rechte zu kennen und (leichter) durchzusetzen.

Aber auch die Bundesregierung ist im Verbraucherschutz bei den Finanzen sowie Versicherungen in den vergangenen Jahren nicht untätig geblieben: Sie hat beispielsweise die „Qualitätsoffensive für Verbraucherfinanzen“ ins Leben gerufen, welche mit der Aufgabe betraut wurde, den Verbraucherschutz im Bereich der Finanzdienstleistungen kontinuierlich zu verbessern. Dafür ist eine direkte Zusammenarbeit mit den Verbraucherschützen, den Beratern, Banken, Vermittlern, Wissenschaftlern und Versicherern angedacht. Die Maßnahmen umfassen viele verschiedene Bereiche von der Informationsbereitstellung in einfacher Form über Aufsichtsbehörden für Anlageberater bis hin zu einem zusätzlichen Schutz für Anleger auf dem sogenannten „grauen Kapitalmarkt“. Es sind also in den kommenden Jahren weitere Verbesserungen bezüglich des Verbraucherschutzes im Bereich Finanzen und Versicherungen zu erwarten. Trotzdem gilt auch hier der bereits erwähnte Grundsatz, dass die Verbraucher sich niemals vollständig aus der eigenen Verantwortung nehmen können und sollten.

Fazit

Wer diesen Grundsatz beherzigt und bereit ist, den eigenen Anteil für mehr Sicherheit zu tragen, findet mit dem Verbraucherschutz in Deutschland also eine wertvolle Hilfeleistung. Wer sich über die Webseiten der Verbraucherschützer informiert und bereit ist, gewisse Opfer in Kauf zu nehmen wie höhere Preise für Klamotten, kann vielen Alltagsgefahren aus dem Weg gehen. Der Verbraucherschutz hat in den vergangenen Jahren somit gute Arbeit geleistet, wenn es um Fragen der Transparenz und Sicherheit geht. Allerdings trifft das auf einige Branchen mehr und auf andere weniger zu. Während die Verbraucher beispielsweise bei Lebensmitteln bereits sehr gut geschützt werden, besteht im Internet großer Nachholbedarf.

Die Tätigkeitsfelder des Verbraucherschutzes sind so vielfältig und komplex, dass es beinahe unmöglich ist, für die Verbraucher eine 100-prozentige Sicherheit herzustellen. Zwar arbeiten die Verbraucherschützer daran, was richtig und wichtig ist, doch können sie immer nur den aktuellen Entwicklungen folgen. Auch deshalb ist es essentiell, dass die Verbraucher sich nicht blind auf den staatlichen Schutz verlassen, sondern selbst mündig werden und die modernen Möglichkeiten wie die umfassenden Informationen auf den Webseiten der Verbraucherschutzverbände zu ihrem Vorteil nutzen. Denn wenn Verbraucher, Verbände und Politik an einem Strang ziehen, sind durchaus große Erfolge möglich.