Ratenkredite – wann genau lohnt sich eine Umschuldung?

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Die Finanzierung eines neuen Autos, Elektrogerätes oder Umzugs auf Kredit ist längst keine Seltenheit mehr. Für alltägliche Anschaffungen wird stattdessen gerne auf den Dispo des Girokontos vertraut, was fast immer mit horrend hohen Zinsen einhergeht. Werbung für eine Umschuldung des Kredits lässt sich überall im Internet finden. Doch wann genau lohnt dieser Schritt überhaupt und wie lässt sich die Umschulung formal abwickeln?

 

Weshalb überhaupt über die Umschuldung nachdenken?

Gelegentlich erfahren Sie aus unseren Nachrichten oder anderen Medien, wie häufig Bundesbürger ihre Anschaffungen auf Pump finanzieren. Ob Dispokredit oder Abschluss eines vollwertigen Ratenkredits, niedrige Zinsen wünschen sich alle angehenden Kreditnehmer. Die Entwicklungen des Kreditmarktes können dafür sorgen, dass schon nach wenigen Wochen oder Monaten günstigere Kreditangebote abzuschließen sind.

Der Wechsel in einen solch besseren Kredit ist gewünscht, unter Umständen jedoch formal schwierig. Gerade bei einem klassischen Ratenkredit sind Sie durch die Vertragslaufzeit an die vorgeschriebene Tilgung verbunden. Das vorzeitige Auflösen des Vertrags ist zwar möglich, jedoch mit Zahlungen an das Kreditinstitut verbunden. Hierdurch wird der Zinsvorteil des Wechsels zu einem anderen Kreditgeber schnell komplett ausgelöscht. Zum Ausgleichen des Dispos Ihres Girokontos ist eine Umschuldung hingegen sinnvoll. Da beim Dispokredit sehr hohe Schuldzinsen zu zahlen sind und keine Vertragslaufzeit wie beim Ratenkredit besteht, sollte sogar sehr schnell über das Umschulden nachgedacht werden.

 

Umschuldung beim Dispo vergleichsweise unkompliziert

Wer Umschulden und Zinskosten senken möchte, sollte sich einfach mit entsprechenden Kreditangeboten von Banken und Finanzinstituten befassen. Viele bieten sogar explizite Umschuldungskredite an und zielen auf Kunden ab, die ihren Dispo unbedingt ausgleichen möchten.

Natürlich ist hierfür der Abschluss eines Kreditvertrags notwendig. Große Formalitäten müssen Sie hierbei nicht fürchten, da die Kreditvergabe online längst zum Alltag geworden ist. Innerhalb kurzer Zeit lässt sich so ein negativer Kontostand ausgleichen, um fortan nur noch die günstigeren Konditionen des Ratenkredits abzuzahlen.

 

Lässt sich ein Ratenkredit trotzdem umschulden?

Auch wenn die Umschuldung beim Dispokredit üblicher ist, muss sie bei einem Ratenkredit nicht ausgeschlossen sein. Dies hängt wesentlich vom Kreditvertrag ab. So können Sie in den ersten zwei Wochen nach Vertragsabschluss vom Widerrufsrecht Gebrauch machen, wie bei jedem Vertrag. Hiernach wird es mit der Kündigung des Vertrags ohne Konsequenzen jedoch schwierig. Bei länger laufenden Verträgen können Sie nach einer Laufzeit von zehn Jahren den Kreditvertrag kündigen. Hierbei liegt die Kündigungsfrist im Regelfall bei sechs Monaten. In der Praxis findet dies höchsten bei Immobilienkrediten statt, der klassische Ratenkredit für Konsumgüter verfügt oft nicht über solch lange Laufzeiten. Prüfen Sie deshalb unmittelbar nach dem Abschluss, ob nicht doch ein besserer Kredit auf dem Markt zu finden ist.

 

Neues Bewusstsein für das eigene Konsumverhalten

Sich mit dem Thema Umschuldung zu befassen, hat nicht selten mit dem Konsumverhalten zu tun. Wer einmal die roten Zahlen auf dem Girokonto stehen hat und weiterhin einkauft wie bislang, wird länger in diesem Zustand bleiben. Etwas Verzicht zu leisten oder gezielt nach Möglichkeiten zum Sparen im Alltag zu suchen, wird zu einem wichtigen Lösungsansatz. Dies bedeutet nicht, auf alle Annehmlichkeiten des Lebens zu verzichten. Von einer sicheren und durchdachten Urlaubsbuchung bis zum neuen Fahrzeug kann es jedoch lohnen, realistisch zu bleiben und sprichwörtlich kleiner Brötchen zu backen. So gehören Themen wie Verschuldung oder Umschuldung bald der Vergangenheit an.