Zeitumstellung: Alles zu Sommer- und Winterzeit

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es mal wieder so weit:

Die Uhr wird wieder auf Winterzeit umgestellt!

In der Nacht auf Sonntag, den 30. Oktober, werden um 3:00 Uhr die Zeiger wieder eine Stunde zurück gestellt - auf 2:00 Uhr. Das heißt für uns: Wir können eine Stunde länger schlafen.

Was ändert sich dadurch?

Morgens ist es dann früher hell, dafür ist es entsprechend abends auch früher dunkel

 

Wie kann man sich das merken?

Für alle, die sich jedes Mal aufs Neue fragen, wohin die Uhr nun gestellt wird, haben wir hier eine kleine Eselsbrücke:

Im Sommer stellen wir die Stühle nach draußen, VOR das Haus.

Die Uhr wird eine Stunde VOR gestellt.

Im Winter bringen wir die Stühle dann wieder ZURÜCK ins Haus.

Und auch die Uhr wird wieder eine Stunde ZURÜCK gestellt.

Eigentlich ganz einfach...

 

Warum stellen wir eigentlich die Zeit um?

Die ursprüngliche Idee die Zeit umzustellen kam 1784 von Benjamin Franklin: Die Menschen sollten früher aufstehen um abends Kerzenlicht zu sparen. Immer wieder gab es in der Geschichte nun Zeiten, in welchen aus Energiespargründen die Zeit umgestellt wurde. Im ersten Weltkrieg zum Beispiel um Kohle zu sparen.

Ende der 1970er schließlich erhielt die Idee einer Zeitumstellung im Sommer aufgrund der Ölkrise großen Zuspruch. Ein Land nach dem anderen führte die Sommerzeit ein, Deutschland schließlich 1980. Seit 1996 findet die Zeitumstellung in allen EU-Saaten gleichzeitig statt, man spricht jetzt von der Mitteleuropäische Zeit, d. h. mit der Winterzeit gilt in Deutschland wieder die sogenannte Normalzeit. Diese hat eine Differenz von genau einer Stunde zur Sommerzeit.

Die nächste Zeitumstellung steht dann am 26. März 2016 an. 

 

Die wichtigsten Fakten zur Zeitumstellung:

  • 1. Ursprünglich sollte die Zeitumstellung Energie einsparen. Tatsächlich wird aber sogar mehr Energie verbraucht - Unter anderem, weil es in den Morgenstunden einen erhöhten Heizbedarf gibt.
  • 2. Die Umstellung verwirrt jedes Jahr viele Menschen: Laut Umfrage stellt jeder Vierte die Uhr falsch, jeder Zehnte ist schon zu einem Termin zu spät gekommen.
  • 3. Unser Körper folgt einem exakten Tages- und Nachtrhythmus. Durch die Umstellung wird unser Immunsystem aus diesem Rhythmus geworfen. Wir werden anfälliger für Infekte und Erkältungen.
  • 4. Haustiere mögen die Umstellung auch nicht sonderlich: Hunde beispielsweise haben ihre festen Fresszeiten, verstehen den ständigen Wechsel nicht.
  • 5. Auch die Deutsche Bahn und Logistik-Unternehmen kritisieren den bürokratischen Mehraufwand, weil Fahrpläne und 120.000 Uhren umgestellt werden müssen.
  • 6. Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts gab es gar keine einheitliche Zeit in Deutschland. Weil man sich anhand der Sonne zeitlich orientierte, konnte es passieren, dass München den Berlinern sieben Minuten voraus war.
  • 7. Zwischen 1947 und 1949 gab es sogar eine Hochsommerzeit. Vom 11. Mai bis zum 29. Juni wurden damals die Uhren um eine weitere Stunde vorgestellt.
  • 8. Wieso wird die Uhr genau um 3 Uhr auf 2 Uhr umgestellt? Ganz simpel: Da zu dieser Zeit die wenigsten Züge unterwegs sind und damit von der Zeitumstellung betroffen sind. 
  • Für die Bahn bestehen zwei Möglichkeiten: Erstens: Man lässt den Nachtzug um eine Stunde verspätet abfahren. Dann ist dieser Zug ab 2 Uhr MEZ wieder "im Plan".  
  • Oder zweitens: Die Züge bleiben nach 2 Uhr MESZ für eine Stunde im nächsten Bahnhof oder vor dem nächsten Streckensignal stehen, fahren also erst nach Erreichen von 3 Uhr MESZ wieder planmäßig weiter.