WM-Auslosung: Auf diese Mannschaften trifft Deutschland

Mit der Auslosung in Moskau werden die Vorrundengegner des DFB-Teams bekannt.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt bei der WM 2018 in der Gruppenphase gegen Mexiko, Schweden und Südkorea. Das ergab die Auslosung am Freitag im Kremlpalast in Moskau. Zum Auftakt geht es für den Titelverteidiger am 17. Juni gegen Mexiko im Moskauer Luschniki-Stadion. Am 23. Juni ist Schweden in Sotschi der nächste Kontrahent, bevor am 27. Juni in Kasan gegen Südkorea die Vorrunde abgeschlossen wird.

Im Achtelfinale könnte das Team von Bundestrainer Joachim Löw auf Brasilien treffen, das in die Gruppe E gelost wurde. Ein Duell gegen Spanien ist frühestens im Halbfinale möglich. Der Weltmeister von 2010 muss in der Vorrunde gegen Portugal, Marokko und den Iran spielen. 

Deutschland könnte am 15. Juli im Finale im Moskauer Luschniki-Stadion als erstes Team seit Brasilien 1962 seinen WM-Titel erfolgreich verteidigen.

Eröffnet wird das Turnier am 14. Juni mit der Partie zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien. Die Sbornaja bekam in die Gruppe A zudem Ägypen und Uruguay gelost und damit eine vermeintlich leichte Aufgabe. Die wohl unangenehmste Vorrundengruppe bilden Argentinien, Island, Kroatien und Nigeria.

Die ausgelosten Gruppen:

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
Russland Portugal Frankreich Argentinien
Saudi-Arabien Spanien Australien Island
Ägypten Marokko Peru Kroatien
Uruguay Iran Dänemark Nigeria

 

Gruppe E Gruppe F Gruppe G Gruppe H
Brasilien Deutschland Belgien Polen
Schweiz Mexico Panama Senegal
Costa Rica Schweden Tunesien Kolumbien
Serbien Südkorea England Japan

Vor der Auslosung: 

195 Tage vor dem Eröffnungsspiel am 14. Juni 2017 wird WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose bei der Zeremonie als Vertreter des aktuellen Champions den Pokal auf die Bühne tragen. Deutschland ist im Topf 1 der besten Mannschaften platziert. Gruppenspiele gegen Gastgeber Russland oder Top-Teams wie Brasilien, Argentinien oder Frankreich sind damit ausgeschlossen.

Spanien und England sind mögliche Gegner

Allerdings kann die Auswahl von Bundestrainer Löw früh im Turnier auf Spanien oder England treffen. Beide Ex-Weltmeister sind auch wegen ihres schwachen Abschneidens bei der WM 2014 nur in Topf 2. «Spanien ist wie eh und je ballsicher, kombinationsstark, immer noch mit sehr guten Spielern. Die Mannschaft wirkt sehr eingespielt», betonte Löw: «Spanien zählt bei jedem Turnier zu den Favoriten. Sie sind erfahren, im technischen Bereich mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet.»

Bei der Probeauslosung am Donnerstag wurden der DFB-Elf Dänemark, Uruguay und Marokko zugeordnet - eine eher unangenehme Konstellation. Nationalspieler Mats Hummels wünscht sich einen Gegner, gegen den er noch nicht angetreten ist. «Gegen Kolumbien habe ich noch nie gespielt. Solche Länder finde ich ganz geil. Aber im Endeffekt ist es wurscht. Ich spiele gegen jede Nation», bemerkte der Abwehrspieler.

DIE LOSTÖPFE: 

Topf 1 Topf 2 Topf 3 Topf 4
Russland Spanien Dänemark Serbien
Deutschland Peru Island Nigeria
Brasilien Schweiz Costa Rica Australien
Portugal England Schweden Japan
Argentinien Kolumbien Tunesien Marokko
Belgien Mexiko Ägypten Panama
Polen  Uruguay Senegal Südkorea
Frankreich Kroatien Iran Saudi-Arabien

In jeder Gruppe muss mindestens ein Team aus Europa sein, mehr als zwei sind nicht erlaubt. Direkte Duelle von zwei Teams aus einer der fünf anderen Konföderation in der Vorrunde werden durch den Auslosungsmodus verhindert. Als Lospaten agieren die ehemaligen Stars Laurent Blanc, Gordon Banks, Cafu, Fabio Cannavaro, Diego Forlan, Carles Puyol, Nikita Simonjan und Maradona. Der Argentinier allerdings fehlte bei der Generalprobe wegen Schulterproblemen.

Von der Auslosung will Löw auch die Wahl des Teamquartiers abhängig machen. Sotschi und Moskau sind die Optionen. Die WM beginnt mit dem Eröffnungsspiel der russischen Auswahl im renovierten Luschniki- Stadion in Moskau. Dort wird am 15. Juli im 64. WM-Spiel auch der neue Champion gekürt. Deutschland könnte als erst drittes Team nach Italien 1938 und Brasilien 1962 seinen Titel verteidigen.

Löw und sein Stab werden das DFB-Team auf jeden Gruppengegner intensiv vorbereiten. «Jede Mannschaft in Russland zeichnet sich durch Robustheit aus. Man lässt nie nach, bei der WM ohnehin nicht. Es wird ein ganz spezielles Turnier», sagte der Bundestrainer. «Wir wissen, dass wir als Favorit zur WM gehen. Dem werden wir uns stellen», ergänzte Teammanager Oliver Bierhoff.