St. Patrick's Day in München

Am 17. März heißt es immer Grün, Grün und nochmals Grün: 

St. Patrick's Day wird gefeiert! Eigentlich der Nationalfeiertag aller Iren, aber mittlerweile ein großes Spektakel aller sich irgendwie irisch fühlenden Menschen und Guinness-Trinker weltweit.

Und auch München ist dabei:

Erstmalig in diesem Jahr nimmt das berühmte „Hofbräuhaus“ an der Greening-Initiative teil. Um 18:30 Uhr geht die Show los! Außerdem wird der Olympiaturm, die BMW-Welt und die Allianz Arena in Grün erstrahlen! 

Warum wird der St. Patrick's Day, ein irischer Feiertag, bei uns in München gefeiert?

Laut Informationen des "Munich Irish Networks" war das reiner Zufall. 1996 hatten mehrere Iren, darunter die Pub-Betreiber, die Idee, eine St. Patrick's Day Parade in München zu veranstalten. Sie hatten damit gerechnet, dass ein paar hundert Leute daran teilnehmen werden, am Ende waren es 2000 bis 3000! Wegen der Beliebtheit wird der St. Patrick's Day deshalb bis heute gefeiert.

Übrigens: In München leben knapp 1000 Iren.

Wo wird gefeiert? Wo gibt's Guinness?

Freibier gibt's im P1! Die ersten zwei Stunden gibt es original Murphy's Bier aufs Haus.

Stimmungsvoll geht es wie zu erwarten auch in den zahlreichen Münchner Irish Pubs zu:

  • Im Kilians am Frauenplatz 11 steht die Paul Daly Band auf der Bühne 
  • Im Kennedy's am Sendlinger-Tor-Platz 11 spielen The Ocelots aus Irland akustische Musik
  • Im Ryan's Muddy Boot in der Schlörstraße 10 steht am Abend Mickey Mo auf der Bühne 
  • Im Shamrock in der Schwabinger Trautenwolfstraße 6 gibt es das Pub Quiz

Was hat es mit dem St. Patricks Day auf sich?

Der religiöse Hintergrund des Festes ist heuer in den Hintergrund gerückt. St. Patrick ist eine historische Person: Der um 385/390 in Britannien geborene Missionar brachte den christlichen Glauben nach Irland. Er gründete Klöster, Schulen und Kirchen und begründete damit die katholische Kirchentradition auf der Grünen Insel.

Über ihn sind viele Legende und Sagen bekannt. Die Legende besagt, dass er bei seinen Wanderungen durch Irland nach Dublin kam - damals noch ein armseliges kleines Dorf. Vor dem Dorf erklomm er einen Hügel, ließ seinen Blick über die Landschaft schweifen und sprach: "Aus diesem kleinen Dorf wird eines Tages eine große, bedeutende Stadt, mit stets zunehmenden Reichtümern, die schließlich Hauptsitz des Königreiches wird."

Nach der Legende hielt er einst eine Predigt auf einem Feld. Noch nicht Bekehrte bedrängten ihn, die Dreifaltigkeit zu erklären. Als Patrick darüber grübelte, wie er die Dreieinigkeit von Gottvater, Sohn und Heiligem Geist veranschaulichen sollte, blickte er auf den Boden und sah ein Kleeblatt. Er pflückte es und hielt es hoch. "Hier haben wir drei Blätter an einem Stängel", soll er gesagt haben. Heute ist das Kleeblatt zu einem Symbol für den irischen Nationalstolz geworden.

Im 18. und 19. Jahrhundert begannen Millionen von irischen Einwanderern in den USA, am 17. März an ihre Heimat zu erinnern. Im Laufe der Jahrzehnte schlossen sich dem Brauch viele Nicht-Iren an. Die erste St.-Patricks-Parade soll 1762 in New York stattgefunden haben.