Mega-Umbau am Sendlinger Tor: Münchens tiefste Baugrube

Das U-Bahn-Projekt am Sendlinger Tor kommt voran. Wir bringen Euch auf den neuesten Stand.

Es ist ein Mega-Projekt und eine Mega-Belastung für tausende Pendler. Weil der Bahnhof aus den 60er-Jahren aus allen Nähten platzt, wird am Sendlinger Tor schon seit März im ganz großen Stil umgebaut - und das im laufenden Betrieb. Gut 150 Millionen Euro Kosten sind veranschlagt, bis zu 200 Arbeiter sind dort beschäftigt, sechs Jahre sollen die Bauarbeiten dauern. 2022 soll alles fertig sein.

Jetzt ist die Baustelle an ihrem tiefsten Punkt angelangt: 18 Meter tief ist die Baugrube am Sendlinger-Tor-Platz und der Blumenstraße. Hier entstehen zwei neue Aufgänge sowie ein unterirdisches Bauwerk, das die Bahnsteige der U1/U2 an ihren Enden verbindet.

Die Ausgangslage & die Pläne:

Die Haltestelle Sendlinger Tor ist eine der höchst frequentierten der ganzen Stadt. 150.000 Menschen steigen an dem Bahnhof täglich um, ein oder aus. Gerade in den Hauptverkehrszeiten staut es sich vor allem auf den Rolltreppen und den Bahnsteigen. Es wird dringend mehr Platz benötigt, deshalb wird umgebaut. 

Neben den zusätzlichen Verbindungen der Bahnsteige der U1/U2 werden Treppen neu angeordnet und teilweise versetzt. Außerdem werden zusätzliche Ausgänge geschaffen. Die Bahnsteige barrierfrei ausgebaut und weitere Rolltreppen und Aufzüge eingesetzt. 

Für Fahrgäste bedeuten die Bauarbeiten jahrelange Einschränkungen. Die Maßnahmen werden wie eine Wanderbaustelle im laufenden Betrieb in verschiedenen Bereichen des Bahnhofs durchgeführt. Und auch die Autofahrer, Radler und Fußgänger an der Oberfläche brauchen Geduld, denn die Fahrbahnen wurden verengt und werden immer wieder verlegt.   

Foto und Video: Christian Bender/www.stammstrecke2.com

Wie der fertig umgebaute Bahnhof einmal aussehen soll, seht Ihr in folgenden Videos: