Nun auch Schüler: Nutzerzahlen bei Microsoft Teams explodieren

Im vergangenen Jahr haben Millionen Arbeitnehmer das eigene Büro so selten wie nie zuvor gesehen. Geschuldet ist das der Corona-Pandemie und der Verpflichtung, im Homeoffice zu arbeiten. Weniger Mobilität ist gleichbedeutend mit einem geringeren Ansteckungsrisiko.
In der Arbeitswelt hat Homeoffice gut funktioniert. Das lässt sich für den Bildungssektor nicht sagen. Noch immer können viele Schülerinnen und Schüler nur mangelhaft von Zuhause aus lernen. Zumindest langsam ist Besserung in Sicht. Das zeigen die Nutzerzahlen von Microsoft Teams und ähnlichen Anwendungen.

Eine Plattform für Alle
Die reibungslose Zusammenarbeit ist sowohl in Unternehmen wie auch in Schulen nur mit einer einheitlichen Software möglich. In der Beliebtheit liegt Microsoft Teams weit vorn. Die Nutzerzahlen der Software haben sich binnen eines Jahres mehr verdoppelt. Lag die Zahl der Anwender zu Beginn des Jahres noch bei rund 30 Millionen, sind es ein Jahr später erstmals über 100 Millionen Nutzer.
Ein Großteil der neuen Anwender kommt aus dem kommerziellen Sektor. Viele private Unternehmen haben sich für die Steuerung von Homeoffice für ihre Angestellten für Microsoft Teams entscheiden. Bei der Installation der Anwendung haben sie sich Hilfe von Experten für die Migration von Microsoft Teams geholt. Störungen durch einen unprofessionellen Einsatz sind Gift für den Betriebsablauf und können erhebliche Kosten verursachen.

Homeschooling auf dem Vormarsch
Für Angestellte eines Unternehmens ist es einfach, die Arbeit von Zuhause aus zu erledigen. Wenn gewünscht, stellt das Unternehmen das notwendige Equipment. Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben es deutlich schwerer. Der Lockdown hat zur Schließung von allen Schulen geführt. Da der Lockdown auch bei Inzidenzwert unter 50 möglich ist, müssen sie sich auf langes Lernen von Zuhause einstellen. Dafür brauchen sie die erforderliche Ausstattung.
In vielen Bundesländern wurden Tablets an Schüler verteilt. Auf den meisten Endgeräten wurde ebenfalls Microsoft Teams für die Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden installiert. Darauf jedenfalls deuten die gestiegenen Nutzerzahlen der letzten Wochen hin. Sie sind zum größten Teil dem Bildungssektor zuzuschreiben.

Tipps für die optimale Nutzung
Einmal professionell eingerichtet, steht der Anwendung von Microsoft Teams im Berufs- oder Schulalltag nichts mehr im Wege. Mit der Software ist die Kommunikation via Chat oder Videochat möglich, Termine können via Outlook koordiniert werden.
Ein wichtiger Baustein ist die Chatfunktion. Sie funktioniert wie bei anderen Messenger-Diensten, etwa bei dem beliebten Chat-Dienst WhatsApp. Ein Tipp für Nutzer mit vielen offenen Chats und parallelen Videokonferenzen ist der Pop-Up-Chat. Diese Option erlaubt Chats in Gruppen oder mit einzelnen Personen parallel zu Video-Sessions. Das Video wird nicht unterbrochen, stattdessen öffnet sich ein kleines Chatfenster.
Ebenfalls hilfreich ist die Funktion Service Stream. Sie erlaubt es, Videokonferenzen aufzuzeichnen. Nützlich es diese Funktion bei parallel stattfindenden Session oder wenn im Anschluss ein Gesprächsprotokoll anzufertigen ist.

Datenschutz beachten
In Unternehmen ist die Nutzung von Microsoft Teams oder anderen Anwendung meist unproblematisch. Anders sieht es im Bildungssektor aus. Der Datenschutz an Schulen spielte zuletzt eine größere Rolle. Rechtlich gesehen müssen Schülerinnen und Schüler der Verwendung und Verarbeitung ihrer persönlichen Daten zustimmen.
Das gilt allgemein nicht beim Präsenzunterricht in der Schule. Findet der Unterricht jedoch digital über eine Software statt, müssen Schulen und andere Bildungseinrichtungen den Datenschutz berücksichtigen.