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Dreifacher Bob-Erfolg: Lochner siegt hauchdünn vor Friedrich
Mit dem Wimpernschlag von fünf Hundertstelsekunden Vorsprung setzt sich Johannes Lochner im Zweierbob erneut gegen Francesco Friedrich durch. Somit holte der Berchtesgadener beim deutschen Dreifach-Erfolg in Innsbruck/Igls schon den dritten Weltcupsieg hintereinander gegen den viermaligen Olympiasieger aus Pirna, nachdem er auf der neuen Olympia-Bahn in Cortina D'Ampezzo in der Vorwoche auch im Viererbob gewann.
Lochner-Küsschen für Fleischhauer
«Wir sind ganz gut durchgekommen, du kannst vielleicht die Bande unten vermeiden, aber das ist so ein brutaler Lenkaufwand», sagte Lochner und gab seinen Anschieber Georg Fleischhauer als Dankeschön ein Küsschen auf die Wange. Mit 5,08 und 5,05 Sekunden war das Duo am Start gleichauf mit Friedrich, der diesmal statt Weltmeister Alexander Schüller mit Alexander Schaller als Anschieber fuhr. «Im ersten Lauf haben wir zu viel in der Bahn verloren, vielleicht liegt es auch an der Startnummer», sagte Friedrich, der gerade mit Kufen und Anschieber viel «hin und her testet» und in der Olympia-Saison noch auf seinen ersten Sieg wartet.
Die Bestzeiten am Start toppte der drittplatzierte Adam Ammour mit 5,04 Sekunden dank Anschieber Tim Becker, der sein Weltcup-Debüt feierte. «Es hat Spaß gemacht, auf der glatten Piste war es deutlich schneller als beim Training. Die anderen haben es mit deutlich mehr Erfahrung etwas besser hinbekommen. Am Start sind wir dabei und sind sehr zufrieden», sagte Ammour.
Schlag in Kurve 13 der umgebauten Bahn
«In der Kurve 13 bekommt man fast immer einen Schlag. Das ist nicht gut für Mensch und Material», sagte Cheftrainer René Spies zum neugebauten unteren Bahnteil am traditionsreichen Eiskanal am Patscherkofel. Die Rodler hatten nach 20 Monaten Bauzeit und 30 Millionen Euro Kosten für ihre Rennen keine Bahnerlaubnis bekommen, da die Zwangseinfahrt in der Kurvenpassage 13/14 zu gefährlich war. Die Skeletonis sagten nach schlechten Bahnverhältnissen und einer Athleten-Abstimmung ihre Rennen Anfang dieser Woche ab. Die Läufe werden im lettischen Sigulda nachgeholt.