Kleine Hut-Typologie

Kopfbedeckungen und vor allem Hüte sind tief in der Tradition der Menschheit verwurzelt. Im Römischen Reich war es nur freien Bürgern gestattet, einen Hut zu tragen. Ab dem Mittelalter trat der dann seinen Siegeszug an und war bald fester Bestandteil der allgemeinen Bekleidungskultur. Soziale Schichten unterschieden sich aufgrund ihrer üblichen Kopfbedeckung.

Um 1600 rückten die modischen Aspekte in den Fokus. Zu dieser Epoche trugen alle verheirateten Frauen Hauben; daher auch der Ausdruck "unter der Haube sein". Um 1700 schrumpfte die Größe der Damenhüte, welche fortan extravagante Turmfrisuren krönten. Diesen avantgardistischen Ruf hat sich der Hut in der Modewelt bis heute erhalten. Zeitgemäße Hüte und Accessoires bieten Schutz vor jeder Witterung und sind beliebtes Mode-Statement. Gut behütet werden Fans aller Kopfbedeckungen bei www.hut.de.

Jedes Jahr ernennt die Gesellschaft Deutscher Hutfachgeschäfte (GDH) den "Hutträger des Jahres". So wurden bereits der Jazzmusiker Roger Cicero, der Schauspieler Andreas Hoppe oder die Fußball-Keeperin Nadine Angerer gekürt. Das US-Pendant ist die "Headwear Association", die Hut-verrückte Prominente wie Johnny Depp oder Cameron zu ihren Galionsfiguren machte.

 

Hüte nach Form und Material
Hüte bestehen aus der Krone (dem oberen Teil, der auf dem Kopf sitzt) und der Krempe (der Randborte). Verschiedene Huttypen werden durch die Form und Größe der Krone, Knicke und seitliche Einkniffe, sowie die Breite der Krempe charakterisiert. Die Vielfalt hält für jeden das Passende bereit. 

Der bekannteste Hut ist mit Abstand der Cowboyhut (oder Westernhut). Er besteht aus Filz oder Leder.

Ebenfalls ein Klassiker ist der Fedora (auch Bogart oder Borsalino). Er wird aus Filz gefertigt. Seine Krone ist längs nach unten eingeknickt; vorne ist die an beiden Seiten eingekniffen. Die Höhe der Krone und die Breite der Krempe sind variabel. Einst durch Humphrey Bogart in "Casablanca" populär geworden, verehrten ihn bis heute Stars wie Karl Lagerfeld

Der Cityhut ist ebenfalls aus Filz. Seine Krone ist vorne an den Seiten eingekniffen, die mittelbreite Krempe zeigt vorne und hinten nach unten.

Der Charpentier (auch Zimmermannshut) wird aus Wollfilz gefertigt. Seine runde Krone ist formstabil, seine Krempe besonders breit. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass der Zimmermannshut die Zimmerleute bei der Arbeit unter freiem Himmel vor witterungsbedingten Einflüssen schützen sollte.


Der Trilby besteht aus einer klassischen Herrenhut-Krone. Seine schmale Krempe ist hinten nach oben aufgeschlagen.

Pork Pie Hüte haben eine flache, runde Krone mit ringsum verlaufender Falte. Ihre Krempe ist schmal und rundum nach oben geschlagen. Meist bestehen sie aus Wollfilz.

 
Eine Melone (auch Bowler oder Derby) ist - mittlerweile auch für Damen - ein Klassiker unter den Hüten und wurde durch Charlie Chaplin bekannt. Er hat eine runde, steife Krone. Seine mittelbreite Krempe zeigt umlaufend nach oben.

Auch der Zylinder dürfte jedem bekannt sein. Die Höhe der Krone und Breite der Krempe sind variabel.


Der Cloche-Hut ist ein Damenhut der 20er Jahre. Anders als der randlose Topfhut, hat er eine schmale, nach unten gebogene Krempe.

Der Florentiner Hut besitzt eine flache, runde Krone und eine breite Krempe. Das Original wurde ursprünglich aus Weizenstroh gefertigt und mit Seiden- oder Chiffonbändern verziert.

Ein Schlapphut besteht aus Filz oder Stroh. Er hat eine sehr breite Krempe, die umlaufend an mehreren Stellen hoch und runter geschlagen ist.