Grippeimpfung: Das solltet ihr beachten!

Wir klären Vor- und Nachteil vom Impfen und was ihr unbedingt beachten solltet.

Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: In den U-Bahnen wird jetzt schon wieder öfter gehüstelt und geschnupft. So langsam geht´s wieder los mit der Grippe. Das liegt natürlich auch am starken Wetterwechsel. Gleichzeitig ist ja auch noch Wiesn, danach geht ja gerne mal eine Grippewelle durch die Stadt. Deswegen empfiehlt das Robert Koch Institut auch, dass man sich jetzt impfen lassen soll - noch bevor die große Welle anrollt.

Beim Thema Impfen scheiden sich ja wirklich immer die Geister. Es gibt viele Gegner, die sagen dass die Impfung überhaupt nichts bringt. Was stimmt wirklich?

Wir haben für euch die Vor- und Nachteile für euch zusammengefasst:

 

Vorteile

  •  Impfungen wirken! Sie bewahren Menschen schon seit Jahren vor ansteckenden Krankheiten wie Masern, Mumps oder Windpocken. Auch die Grippe Impfung schützt vor den aggressiven Viren und kann Leben retten.

  • Nur wenn ein Großteil der Gesellschaft geimpft ist, lässt sich Krankheitserreger eindämmen. Deshalb zahlen die Krankenkassen. In der Regel auch die Impfung.

  • Eine Impfung mindert nicht nur das Risiko selber zu erkranken sondern ebenfalls die Übertragung der Krankheit! 80% der Infizierten denken sie haben nur eine Erkältung. Fakt ist: Sie verbreiten die Viren weiter

 

Nachteile

  • Wie bei anderen Impfungen kann es zu Nebenwirkungen, wie beispielsweise Rötungen, Schwellungen, Muskelschmerzen und Fieber kommen. 

  • Eine Grippeimpfung schützt nicht in jedem Fall: Die Wirksamkeit beträgt beim gesunden Erwachsenen etwa 55 bis 70 Prozent und nimmt mit dem Alter ab.

  • Der Grippevirus verändert sich ständig. Man muss die Impfung jährlich auffrischen.

 

Der Unterschied zwischen einer normalen Erkältung und einer Grippe/ Influenza

  • die Grippe beginnt plötzlich – eine Erkältung eher schleichend.

  • Eine Influenza wird durch Viren ausgelöst.

  • bei Grippe hat man Fieber über 38,5 Grad – bei der Erkältung ist Fieber eher selten und wenn dann nicht so hoch.
  • eine Erkältung klingt nach wenigen tagen wieder ab. Eine Grippe dauert im Schnitt fünf bis sieben Tage.
  • Gegen Influenza  kann man sich Impfen lassen.

 

Wer sollte sich gegen Influenza impfen lassen?

Insbesondere ältere Menschen ab 60 Jahren sollten sich gegen Grippe impfen lassen, das zumindest rät die Ständige Impfkommission. Zudem wird es Schwangeren (ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel)  empfohlen.

Impfen Allgemein: Das solltet ihr beachten!

Impfungen können vor Krankheiten schützen – aber auch Nebenwirkungen haben. Welche Impfung und ob Impfen überhaupt sinnvoll ist, darüber scheiden sich die Geister. Und bei kaum einem anderen Thema herscht eine so große Gesellschaftliche Unsicherheit und Unstimmigkeit. 

Die Impf-Befürworter empfehlen das komplette Impfprogramm und argumentieren, dass man ohne Impfschutz nicht nur sich selbst, sondern auch sein Umfeld gefährdet. Gegner hingegen befürchten durch eine Impfung Schäden. Pflicht sind Impfungen in Deutschland aber noch nicht. 

 

Argumente für und gegen eine Impfung:

  • Impfungen bewahren viele Menschen vor ansteckenden Krankheiten. Klassischer Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Windpocken oder Polio können durch eine Impfung harmlos verlaufen. 
  • Ist ein Großteil der Gesellschaft geimpft, lassen sich Krankheitserreger oft regional eindämmen. 
  • Eine Impfung mindert nicht nur das Risiko selber zu erkranken sondern ebenfalls die Übertragung der Krankheit. 
  • Bei einer Vielzahl von Impfungen gibt es eine Reihe von nachgewiesenen Risiken und Nebenwirkungen. Der Impfstoff soll die körpereigene Abwehr anregen. Dadurch kann es zu Rötungen, Schwellungen und bist zu Fieberkrämpfen kommen.
  • In seltenen Fällen haben Impfungen sogar schwere Nebenwirkungen, die dauerhafte Schäden verursachen können. Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen des Nervensystems oder Auto-Immunerkrankungen. 
  • Jede außergewöhnliche Reaktion auf eine Impfung muss seit 2001 gemeldet werden. Dennoch befürchten Impf-Gegner eine hohe Dunkelziffer, weil nicht jede Erkrankung mit der Impfung in Verbindung gebracht wird.
  • Impfkomplikationen werden in Deutschland erst seit 2001 dokumentiert. 

Wie kann ich mich sonst noch gegen Influenza schützen?

  • Abstand halten: Grippe ist über die Luft übertragbar. Man soll deswegen mindestens einen Meter Abstand von Infizierten halten

  • Lüften: Wir lüften weniger und sind öfter mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen – dort können Viren besonders gut übertragen werden
  • Hände waschen und nicht ins Gesicht fassen (Schleimhäute sind besonders anfällig)

Impfen für den Urlaub – was brauche ich und was nicht?

Die Münchner Ärztin Doktor Brigitte Dietz rät: Die Standard-Impfungen sollten alle noch gelten. Zusätzlich dazu empfiehlt sich immer auch, sich gegen Hepatitis A impfen zu lassen. Für diese Sonderleistung müssen Patienten zunächst in Vorleistung gehen. Die meisten Krankenkassen übernehmen allerdings die Kosten. Bedeutet: Einfach das Rezept einreichen.

Wer in exotischere Länder reist, der braucht womöglich noch weiter Schutzimpfungen, wie beispielsweise gegen Gelbfieber. Die meisten Hausärzte können darüber gut Auskunft geben. Eine weitere Anlaufstelle ist das Tropeninstitut.

Ein Überblick über alle Impfungen findet ihr hier.