Gefahren im Netz und was du dagegen tun kannst

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Tagtäglich surfen wir im Internet: Mittlerweile haben wir eine lange Liste an Online-Accounts, checken alle paar Stunden unsere Mails, erledigen unsere Bankgeschäfte nur noch digital und sind natürlich auch regelmäßig in den sozialen Netzwerken unterwegs. Das ist alles schön und gut und vor allem: superpraktisch. Allerdings vergessen viele dabei allzu gerne, welche Gefahren im Internet lauern.

 

Hackerangriffe

Jeder von uns hat eine ganze Liste voller Accounts im Internet: Instagram, Facebook, diverse Online-Shops – da kommt ganz schön was zusammen. Zugriffe von Unbefugten können dir auf vielfache Weise schaden. Deswegen musst du wissen, wie du deine Online-Accounts wirkungsvoll gegen Hacker schützt. Allerdings solltest du es nicht nur dabei belassen, sondern auch andere Wege kennen – immerhin gehen aktuell Hacker auch wieder per SMS auf die Jagd nach Opfern.

Wähle sichere Passwörter

Für deine Online-Accounts solltest du starke, sichere Passwörter wählen, die nicht von Dritten geknackt werden können. Unsichere Passwörter sind:

  • Ganze Wörter, die sich problemlos im Wörterbuch nachschlagen lassen.
  • Begriffe, die einen Bezug zu deinem Privatleben haben – etwa der Name des Partners oder des Haustiers.
  • Zahlenkombinationen wie Geburtsdaten oder Jahrestage, die für dich eine persönliche Bedeutung haben.

Ein sicheres Passwort besteht aus mindestens acht Zeichen und enthält Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern sowie Sonderzeichen. Am besten in einer Kombination, die wie zufällig wirkt. Trotzdem solltest du dir die Kombination natürlich merken können. Überlege dir dafür einen Satz, der nichts mit deinem Privatleben zu tun hat. Nimm nur die Anfangsbuchstaben der Wörter und setz dazwischen Zahlen und Sonderzeichen – fertig ist das sichere Passwort.

Wichtig: Wähle unbedingt für jeden deiner Online-Accounts ein eigenes Passwort, auch wenn es das Verinnerlichen erschwert. Denn, sobald ein Zugang geknackt ist, sind alle anderen auch nicht mehr sicher, wenn du überall die gleichen Zugangsdaten verwendest. Am besten änderst du deine Passwörter in regelmäßigen Abständen, um ganz sicher zu gehen.

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Sichere deine Internetverbindung ab

Um Hackerangriffe auf dein WLAN abzuwehren, solltest du auf keinen Fall die vorinstallierten Passwörter für den Router und das WLAN verwenden. Beide sind auf dem Router angebracht und damit für jedem sichtbar. Deswegen ist es wichtig, dass du die Passwörter änderst, sobald du den Router in Betrieb nimmst. Bewahre sie an einem sicheren Ort auf, der für Fremde nicht zugänglich ist und gib sie auch nicht jedem Besucher zu freigiebig heraus – im Zweifelsfall lassen viele Router das Einrichten von Gast-Accounts zu. Deren Datenstrom ist dann vom Rest abgekoppelt (auf diese Weise solltest du übrigens auch Smart-Home-Anwendungen anbinden).

Wenn du ganz auf Nummer Sicher gehen möchtest, kannst du zusätzlich das WLAN über Verfahren wie WPA und WPA2 verschlüsseln. Dadurch ist deine WLAN-Verbindung für Dritte nicht sichtbar.

Denke auch daran, regelmäßig die Sicherheits-Updates für den Router und das zugehörige Betriebssystem zu installieren, damit sie immer auf dem neusten Stand und damit bestens vor Hackerangriffen geschützt sind.

Abwehrmaßnahmen gegen Schadsoftware

Die größte Gefahr im Internet sind nach wie vor Trojaner, Viren, Würmer und andere Schadsoftwares. Sie können auf deinen Geräten eine Menge Schaden anrichten, sobald sie darauf installiert sind:

  • Dateien löschen oder manipulieren,
  • die Ausführung von Programmen blockieren oder verlangsamen,
  • sensible Daten wie Passwörter oder Kreditkartennummern sammeln und an ihren „Lenker“ übermitteln und
  • dafür sorgen, dass Dritte auf den Computer zugreifen und ihn steuern können.

Im seltenen Extremfall formatiert die Schadsoftware die Festplatte oder sorgt anderweitig für eine Totalzerstörung. Würmer und Viren haben noch dazu die Eigenschaft, dass sie sich selbst vervielfältigen und beispielsweise an andere Nutzer aus deiner Kontaktliste schicken können.

Ein gutes Anti-Viren-Programm bietet wirksamen Schutz gegen Schadsoftware, eine Firewall bewahrt deinen Computer vor Angriffen aus dem Internet. Doch das Verbrechen schläft nie: Jeden Tag tauchen neue Varianten auf. Deswegen ist es abermals sehr wichtig, dass deine Schutzprogramme regelmäßig aktualisiert werden. Die Updates sorgen dafür, dass dein Computer auch gegen neuere Schadsoftware gewappnet ist. Führe außerdem regelmäßig Sicherheitsupdates von Anwendungen und Apps durch und aktivieren den Spam-Filter, damit dein E-Mail-Programm betrügerische Mails aussortiert.

Phishing in E-Mails und auf Websites

Eine weitere große Gefahr im Internet ist Phishing. So wird der Vorgang genannt, mit dem Cyberkriminelle sensible Daten wie Passwörter, Benutzernamen und Kreditkarteninformationen abgreifen, um sie für illegale Zwecke zu benutzen.

Dafür fälschen sie die Mails und Websites von offiziellen Online-Händlern, Banken, Paketdiensten oder sozialen Netzwerken, sodass sie täuschend echt aussehen.

Beim Phishing spielen auch Spam-Mails eine Rolle: Sie können nämlich nicht nur Dateianhänge mit Schadsoftware enthalten, sondern auch Links, die auf sogenannte Phishing-Websites weiterleiten.

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Anzeichen für Phishing

Phishing-Mails fordern dich typischerweise dazu auf, auf den enthaltenen Link zu klicken und dort Anmelde- oder Bankdaten anzugeben. Das sollte dich stutzig machen, denn seriöse Anbieter verlangen niemals, dass ihre Kunden persönliche Daten in einer E-Mail angeben – dazu wissen diese Profis zu gut, dass E-Mails viel zu leicht abgefangen werden können. Aus diesem Grund lautet die Faustregel auch, darin niemals etwas zu übermitteln, was du nicht auf eine Postkarte schreiben würdest.

Wenn dir Absender oder Dateianhänge seltsam vorkommen, ist das meist ein Hinweis auf eine Phishing-Mail. Was dich ebenfalls misstrauisch machen sollte, sind eine allgemeine statt einer konkreten Kundenansprache sowie viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Auch seltsam ausgeschriebene bekannte Firmennamen sind im Höchstmaß verdächtig.

Ebenso gibt es Anzeichen, die auf eine Phishing-Website hindeuten. Etwa, wenn die Internetadresse zwar den Namen einer bekannten Website hat, aber in Verbindung mit ungewöhnlichen Zahlen oder Zeichenkombinationen.

Wirst du nach dem Login dazu aufgefordert, Daten wie Name, Adresse oder IBAN einzugeben, obwohl sie dem Anbieter eigentlich schon vorliegen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine gefälschte Website. Ein weiteres Indiz ist die Abfrage einer TAN, ohne dass du eine Transaktion ausgelöst hast.

Schutzmaßnahmen gegen Phishing und Spam

Um dich vor Phishing und Spam zu schützen, solltest du vor allem bei E-Mails, aber auch anderen Nachrichten vorsichtig sein. Wenn eine Nachricht in irgendeiner Weise verdächtig ist, weil du beispielsweise nicht sicher weißt, wer sie dir geschickt hat, solltest du sie nicht öffnen und erst recht nicht die Anhänge herunterladen oder auf enthaltene Links klicken. Generell solltest du dir jeden Link, der dir geschickt wird – ob per E-Mail oder in den sozialen Netzwerken – genau anschauen, bevor du ihn öffnest.

 

Unseriöse Internetseiten

2020 nutzten 66,4 Millionen Deutsche das Internet – praktisch die gesamte erwachsene Bevölkerung. 31 Millionen waren sogar mehrfach täglich online. Im World Wide Web wird es eben nie langweilig. Allerdings solltest du aufpassen, welche Websites du anklickst.

Anzeichen für unseriöse Websites

Es gibt verschiedene Warnzeichen dafür, dass eine Internetseite nicht seriös ist.

Das Impressum fehlt oder ist fragwürdig: Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum sollte dich immer skeptisch machen. Laut Telemediengesetz sind gewerbliche Anbieter verpflichtet, Namen und Anschrift sowie, bei juristischen Personen, die Rechtsform im Impressum anzugeben. Wer beim Impressum mehr verschleiert, als er enthüllt, will womöglich nicht identifiziert werden. Ein ausländischer Firmensitz kann unter Umständen auch ein Warnsignal sein.

Es gibt keine Kontaktmöglichkeiten: Zu einem vollständigen Impressum gehört auch die Nennung von Kontaktmöglichkeiten wie einer E-Mail-Adresse oder einer Telefonnummer. Wichtig: Der Anbieter muss darüber auch erreichbar sein. Das Vorhandensein der Kontaktdaten allein reicht nicht aus. Ob es die Postadresse wirklich gibt und ob sie einen seriösen Eindruck macht, kannst du über Google Maps überprüfen.

Die AGB sind unklar: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen müssen vorhanden und auf der Website einsehbar sein. Ist das nicht der Fall, liegt der Verdacht nahe, dass der jeweilige Anbieter etwas zu verbergen hat. Schließlich enthalten sie wichtige Angaben darüber, worauf du dich beim Abschluss eines (Kauf-)Vertrages einlässt.

Das Widerrufsrecht fehlt: Unseriöse Anbieter wollen nicht selten darauf hinwirken, dass Nutzer auf ihr Widerrufsrecht verzichten. Dies ist in Deutschland nicht zulässig und ein klares Indiz dafür, dass der Anbieter nicht in Ordnung ist.

Der Content ist voller Fehler: Eine Website, die nur so strotzt vor Rechtschreib-, Interpunktions- und Grammatikfehlern, ist wahrscheinlich keine seriöse. Auch schlechte, kaum sinnergebene Übersetzungen sind ein Warnzeichen. Genauso wie marktschreierische Texte, die die unglaublichsten Leistungen anpreisen und vor lauter Sonderangeboten und Rabattaktionen die eigentliche Website in den Hintergrund treten lassen.

Die Seite enthält übermäßig viel Werbung: Werbebanner und Anzeigen sind grundsätzlich kein Problem. Doch Pop-ups sind lästig und können ein Sicherheitsrisiko darstellen, denn dahinter kann sich eine Schadsoftware verbergen.

Allerdings: Ein grundsätzlicher Beweis für unlautere Absichten des Betreibers sind die Indizien nicht. Manche Seiten sind auch nur unsauber oder mit mangelnden Kenntnissen programmiert oder umgesetzt. Grundsätzlich aber gilt: Treffen mehrere der folgenden Warnzeichen auf eine Website zu, solltest du vorsichtig sein und keine sensiblen Daten angeben.

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Abo-Fallen und Fake-Shops entlarven

Neben den genannten Warnhinweisen für unseriöse Internetseiten, solltest du auch die Tricks von Seiten mit Abo-Fallen und Fake-Shops kennen.

Unnötige Registrierungsaufforderung: Zwar ist es in Online-Shops üblich, dass sich Kunden registrieren können und dazu aufgefordert werden. Auf seriösen Webseiten kannst du aber den Kaufvorgang immer auch fortsetzen, ohne private Daten preisgeben zu müssen – natürlich abgesehen von deiner Adresse. Unseriöse Webseiten fordern Nutzer dazu auf, weitere private Daten einzutragen, die für den Kaufabschluss unwichtig sind. Oft verbunden mit Abo-Fallen und der Erlaubnis, die Daten an Dritte oder Newsletter weiterzuleiten. Bei Abo-Fallen werden die hinterlegten Daten genutzt, um Forderungen gegen den Kunden zu erheben.

Unübersichtliche Navigation: Professionell gestaltete Internetseiten weisen in der Regel eine userfreundliche Navigation auf, die es den Nutzern erleichtert, sich auf der Seite zurechtzufinden. Verwirrt die Navigation, lenkt sie von versteckten Hinweisen ab oder werden ungefragt Weiterleitungen zu Seiten vorgenommen, ist Vorsicht geboten. Das kann dazu führen, dass du unbewusst auf einen kostenpflichtigen Link klickst.

Schwer erkennbare Kostendarstellung: Vorsicht ist auch bei Seiten geboten, die versteckt oder nur schwer ersichtlich Angaben über entstehende Kosten machen. Wahrscheinlich sollen hier ungerechtfertigt hohe Kosten oder ungeahnte Folgekosten verschleiert werden. Verdächtig sind eine ungünstige Platzierung, eine schwer lesbare Schrift oder das Ausschreiben von Ziffern in Worten.

Eingeschränkte Zahlungsarten: Bevor du kostenpflichtig bestellst, solltest du dir die möglichen Zahlungsarten genauer anschauen. Wenn nur Vorauskasse möglich ist, aber keine sicherere Variante wie PayPal oder Kauf auf Rechnung, solltest du die Finger davon lassen.

Unsichere Datenübertragung: Ist eine Angabe deiner Kontonummer oder anderer sensibler Daten erforderlich, sollte das immer verschlüsselt erfolgen, damit die Daten bei der Übermittlung nicht abgefangen werden können. Du erkennst eine sichere Datenübertragung am „https://” in der Adresszeile (das s steht für safe bzw. sicher) sowie an der Darstellung eines Schloss- oder Schlüssel-Symbols.

Spieleseiten unter die Lupe nehmen           

Auch bei Spieleseiten, bei denen es um Geld geht, solltest du lieber erst ganz genau hinschauen, ehe du dich darauf einlässt. Das gilt besonders für Online-Casinos. Anhand bestimmter Kriterien ist zu erkennen, ob ein Online-Casino-Betreiber seriös ist oder nicht. Unter anderem sollte der Betreiber der Seite eine gültige Glücksspiellizenz haben und einen kompetenten Kundenservice bereitstellen, an den du dich bei Fragen und Problemen wenden kannst – beides ist auch in der EU eine rechtliche Pflicht, die nicht unterlaufen werden darf.

Ähnlich wie beim Online-Shop, sollte es mehrere Zahlungsmethoden zur Auswahl geben. Die Auszahlung der Gewinne sollte fair und durch ein unabhängiges Prüfungslabor kontrolliert sein. Ein weiterer Punkt ist die Sicherheit deiner Daten.

 

Fake-Profile

Nirgends ist es leichter zu flirten als im Internet. Doch auch in den sozialen Medien und auf Dating-Seiten ist nicht alles Gold, was glänzt. Fake-Profile können zum Problem werden. Wie der Name schon sagt, ist die Person hinter dem Profil nicht die, die sie vorgibt zu sein.

Dahinter stecken einerseits Spammer, die Nutzer dazu bringen sollen, sich auf den kostenpflichtigen Seiten anzumelden. Andererseits sind es Scammer, also klassische Betrüger, die dir die große Liebe vorgaukeln, aber eigentlich nur an dein Geld wollen. Wir zeigen dir, wie du Fake-Profile erkennst und wie du dich dagegen wehren kannst.

Fake-Profile in den sozialen Netzwerken

Cyberkriminelle versuchen über Fake-Profile persönliche Daten abzugreifen. Dieses Problem ist nicht zu unterschätzen: Allein auf Facebook gab es 2019 rund 120 Millionen Fake-Accounts – und das, obwohl schon über 3 Milliarden gelöscht wurden. Doch es gibt Anhaltspunkte, wie solch ein Fake erkennbar wird.

Typisch für einen Fake ist, wenn das Profil vielen folgt, aber selbst kaum Follower hat, und/oder das Profil unvollständig ist. Bei einer unerwarteten Kontaktanfrage solltest du immer genau überlegen, ob du die Person kennst und warum sie dich kontaktiert. Was helfen kann, um einen Fake zu entlarven, ist den Namen zu googeln und die Fotos mit dem Profilbild abzugleichen.

Bei Nachrichten, die eine fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik haben und sich wie schlechte Übersetzungen lesen, solltest du misstrauisch werden und den Kontakt blockieren.

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Fake-Profile auf Dating-Plattformen

Fake-Profile auf Dating-Seiten wollen schnellstmöglich eine persönliche Beziehung zu ihren Opfern aufbauen, um sie um Geld zu bitten. Dafür werden sehr schnell große Gefühle beschworen und von Liebe gesprochen. Frühe Koseworte, wie er oder sie dich vermisst und Treueschwüre sollten dich misstrauisch machen.

Noch dazu tischen dir Betrüger typischerweise eine herzzerreißende, aber natürlich komplett erfundene Geschichte auf, mit der sie dich um eine finanzielle Unterstützung bitten: Die Brieftasche wurde geklaut, es gibt einen schweren Krankheitsfall oder andere Probleme in der Familie – Cyberkriminelle sind hier äußerst kreativ.

Nach dem der erste persönliche Kontakt über private Nachrichten erfolgt ist, wird häufig eine weitere Kommunikation über die private E-Mail-Adresse, einen Skype-Account oder WhatsApp vorgeschlagen, um sich dem Zuständigkeitsbereich der Plattform-Betreiber zu entziehen.

Weitere Indizien für ein Fake-Profil:

  • Dein Gegenüber geht nicht auf dein Profil oder auf deine Fragen und Antworten ein. Der Inhalt der Nachrichten ist belanglos und könnte an jeden x-beliebigen Nutzer verschickt werden.
  • Oder du erhältst bereits Nachrichten, obwohl dein Profil noch gar nicht fertig ist.
  • Die Selbstbeschreibung besteht aus einer üppigen Aneinanderreihung von Adjektiven.
  • Ein gebrochenes Deutsch, da der Text von einem schlechten Übersetzungsprogramm stammt. Hin und wieder bricht eine Aussage auch mitten im Satz ab, da sie einfach kopiert wurde, ohne dass der Ersteller den Sinn verstanden hat.
  • Es gibt nur ein Bild – auch auf Nachfrage keine weiteren – und das sieht ein bisschen zu professionell aus für ein einfaches Dating-Profilbild – hierzu kannst du auch die Google-Bildersuche bemühen, um Fotos zu finden, die einfach im Netz geklaut wurden.
  • Du erfährst nur den Beruf und die tragische Lebensgeschichte, aber keine konkreten Anekdoten oder Erlebnisse aus dem Alltag.
  • Es gibt immer wieder Ausreden, warum ein Treffen nicht zustande kommt, oder vereinbarte Treffen werden kurzfristig abgesagt.

Was im Verdachtsfall zu tun ist

Grundsätzlich solltest du nie leichtfertig sensible Daten von dir preisgeben, etwa private Fotos, deine (E-Mail-)Adresse, Telefonnummer, Passwörter oder deine Kreditkartennummer. Mit den Fotos können Cyberkriminelle neue Fake-Profile erstellen. Falls du doch jemandem mit einem Fake-Profil persönliche Daten von dir geschickt hast, solltest du so schnell wie möglich die Polizei informieren.

Bei Verdacht auf einen Fake solltest du das Profil beim Betreiber melden. Dem gemeldeten Mitglied gegenüber bleibst du anonym. Selbst wenn es sich also um einen Irrtum handeln sollte, erfährt das andere Mitglied nichts davon und hat auch keinen Nachteil dadurch.

 

Fremder Zugriff auf das Online-Banking

Bequem von überall aus Bankgeschäfte zu erledigen, ist ungemein praktisch: Du kannst eingetrudelte Rechnungen sofort begleichen oder Daueraufträge einrichten, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen oder auf die Öffnungszeiten der nächsten Bankfiliale angewiesen zu sein. Doch wie alles, was im Internet stattfindet, kann es auch beim Online-Banking gefährliche Schwachstellen geben. Woran kannst du erkennen, dass sich jemand Zugang zu deinem Online-Konto verschafft hat und was lässt sich das vermeiden?

Verdächtige Kontobewegungen

Verdächtige Kontobewegungen sind ein gut erkennbarer Hinweis darauf, dass ein Fremder deine Login-Daten für dein Online-Banking nutzt. Das können unbekannte Abbuchungen sein oder Überweisungen, die du nicht selbst getätigt hast.

Ist das der Fall, haben Hacker deiner persönlichen Daten ausspioniert und missbrauchen deine Kontodaten, um Geld abzuheben. Schau daher regelmäßig deine Kontobewegungen durch und überprüfe, ob dir etwas seltsam vorkommt. Sobald das der Fall ist, solltest du unbedingt sofort die Bank informieren und nach Rücksprache mit ihr auch Anzeige erstatten.

Online-Banking nur mit sicherem Internetzugang

Erledige dein Online-Banking möglichst nur über deine eigene, gut gesicherte WLAN-Verbindung und nicht im öffentlich zugänglichen WLAN-Netz. Nutze außerdem ausschließlich Geräte, die mit einem aktuellen Anti-Viren-Programm ausgestattet und somit vor fremden Zugriffen geschützt sind.

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Die Zugangsdaten sichern

Bei allen Accounts, die du dir anlegst, solltest du ein sicheres, starkes Passwort erstellen, damit sich kein Unbefugter einloggen kann. Das gilt ganz besonders für deinen Zugang zum Online-Banking. Bewahre die Login-Daten an einem geschützten Ort und am besten offline auf.

Sei auch vorsichtig, wann und wo du deine Kontodaten preisgibst. Grundsätzlich sollte das nicht über das Internet geschehen. Vor allem öffentliche Portale und soziale Netzwerke sind nicht der geeignete Raum für solche sensiblen Daten.

Ein sicheres TAN-Verfahren nutzen

Ob für eine Überweisung, eine Umbuchung oder einen neuen Dauerauftrag – sämtliche Aufträge an die Bank werden beim Online-Banking jeweils über eine Transaktionsnummer (kurz TAN) genehmigt. Diese meist sechsstellige Nummer ist sozusagen ein Einmalpasswort, das die Unterschrift ersetzt.

Es gibt verschiedene Verfahren, um für einen Auftrag eine TAN zu generieren, beispielsweise Push-TAN, QR-TAN und Card-TAN. Du kannst das Verfahren aussuchen, das am besten zu dir passt – je nachdem, welche Optionen deine Bank anbietet.

Ein Tageslimit festlegen

Sobald jemand Unbefugtes deine Zugangsdaten zum Online-Banking hat, kann er von deinen Konten beliebig viel Geld abheben und dich damit in den finanziellen Ruin stürzen. Es sei denn, du verhinderst, dass das möglich ist.

Abgesehen von den genannten Schutzmaßnahmen solltest du mit deiner Bank ein Tageslimit für Konto-Transaktionen festlegen. So kann niemand einfach so deine Konten komplett räumen. Orientiere dich am besten an deinen durchschnittlichen Überweisungen pro Tag. Du kannst das Limit aber jederzeit ändern.

 

Online-Belästigungen gegenüber Frauen

Eine weitere Gefahr, die im Internet lauert, ist die Cyber-Gewalt. Sie kann verschiedene Formen annehmen: Beschimpfungen, Mobbing, Gerüchtestreuung, Drohungen, sexuelle Belästigung oder Identitätsdiebstahl. Fest steht aber: Frauen sind viel häufiger davon betroffen als Männer. Mentaler oder emotionaler Stress, Probleme im Freundes- und/oder Familienkreis und ein geschädigter Ruf können die Folge sein.

Wir haben für dich zusammengefasst, was du gegen Hass im Netz tun kannst. Dabei solltest du nicht gleich in die Vollen gehen, sondern dich – falls überhaupt nötig – allmählich in deiner Abwehr steigern: Vom neutralen Nachfragen, was mit einer Aussage gemeint ist, über den eigenen Standpunkt klarmachen und Fakten anbringen bis hin zum Melden oder gar Anzeigen eines Users.

 

 

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