Fußball-EM - Das steckt im Deutschen Turnierkader

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Joachim Löw gab vor wenigen Tagen den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die Europameisterschaft bekannt. Für Aufsehen sorgte die Nachricht, dass zwei schon ausgemusterte Weltmeister wieder ins Team aufgenommen werden. Doch wie ist die Qualität der Mannschaft insgesamt zu bewerten? Hier in diesem Artikel wagen wir uns an eine Übersicht aller Positionen.

Altbekannte Torhüter
Eine klare Hierarchie herrscht auf der Torwartposition vor. Manuel Neuer wird im Alter von 35 Jahren erneut die Nummer eins sein. Hinter ihm stehen Kevin Trapp und Bernd Leno als Ersatz bereit. Wie der Kicker jüngst bekannt gab, wurde auch eine Nummer vier über einen möglichen Turniereinsatz informiert, falls es zu weiteren Ausfällen kommen sollte. In dem Fall wird offenbar Stefan Ortega von Arminia Bielefeld in den Kader aufgenommen.

Für Manuel Neuer ist es bereits das sechste große Turnier mit der Nationalmannschaft. Spätestens mit der umstrittenen WM in Katar wird dann für ihn Schluss sein.

Erfahrung in der Abwehr
Die Abwehr wird während des Turniers Wohle eine andere Form annehmen, als noch in der Qualifikation. Mit Mats Hummels kehrt eine wichtige Stütze zurück. Er dürfte fest in der Startelf eingeplant sein. Daneben haben Matthias Ginter und der zuletzt bei Chelsea stark spielende Antonio Rüdiger gute Chancen auf einen Stammplatz.

Unklar ist hingegen die Besetzung auf den Außenbahnen. Dort stehen mit Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann gleich zwei Spieler von RB Leipzig im Kader. Darüber hinaus nominierte Löw den Freiburger Christian Günter. Er könnte bei einem Einsatz sein erst zweites Spiel im DFB-Dress feiern.

Klasse im Mittelfeld
Die wohl größte Konkurrenz herrscht im Mittelfeld des Kaders vor. Alles orientiert sich zunächst an den Granden Ilkay Gündogan und Toni Kroos. Sie dürften gesetzt sein, sofern sie ohne weitere Blessuren durch die Vorbereitung auf das Turnier kommen. Auch Leon Goretzka und Joshua Kimmich gelten als feste Stützen der Mannschaft. Auf den Außenbahnen könnten Spieler des FC Bayern den Ton angeben. Mit Leroy Sané und Serge Gnabry ist jede Menge Qualität im Kader. Rund um das Turnier sind alle Infos auf fussball-em2020.de zu finden.

Im offensiven Mittelfeld konkurrieren Thomas Müller und Kai Havertz um die offene Position. Durch die Rückkehr Müllers steht ein Weltmeister mit 100 Länderspielen im Kader, der von sich aus den Anspruch haben wird, auf dem Platz zu stehen. Experten halten es aus dem Grund für unwahrscheinlich, dass der 31-jährige letztlich mit einem Platz auf der Bank Vorlieb nehmen muss.

Volland und Werner im Sturm
Zum ersten Mal seit geraumer Zeit nimmt Jogi Löw wieder zwei Stürmer mit in die anstehenden Spiele. Keine Überraschung ist die Nominierung von Timo Werner. Obwohl dieser in England zuletzt einen schweren Stand hatte, gilt er nach wie vor als der beste deutsche Torjäger. Der Ex-Leipziger spielt traditionell gerne aus der tiefe des Raumes heraus, wo er seine Geschwindigkeit voll ausspielen kann. Ergänzend wurde nun Kevin Holland als klassische 9 ins Team aufgenommen. Dieser hatte seine Karriere im Dress des DFB eigentlich schon abgeschrieben - er bringt es auf insgesamt 10 Spiele. Durch den völlig anderen Spielertyp könnte er jedoch eine wertvolle Ergänzung für den gesamten Kader sein und besonders gegen tiefstehende Gegner entscheidend sein.