Es gibt für alles eine App – Welche Apps für wen besonders nützlich sind

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Fast jeder hat diese Apps auf seinem Smartphone: WhatsApp, Instagram, YouTube, Spotify, Google Maps – um nur einige zu nennen. Daneben gibt es weitere Apps, die man sich ganz nach eigenen Vorlieben installiert und mehr oder weniger oft nutzt. Viele Apps entpuppen sich dabei als nutzlos oder werden nach nur seltener Nutzung wieder vom Smartphone gelöscht. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist also bei Apps oft gar nicht so leicht. Dabei gibt es sinnvolle Apps, die für bestimmte Nutzer eine Hilfe im Alltag oder in der Freizeit sein können. Manche können sogar Leben retten.

Apps für eine gute Nachbarschaft

Unsere Mütter und Großmütter wussten sich zu helfen, wenn Ihnen mal zum Kuchen backen Mehl oder Eier fehlten und die Geschäfte gerade geschlossen waren: Sie gingen zum Nachbarn rüber und fragten einfach nach – das war gelebte Nachbarschaftshilfe. Heute kennen Viele ihre Nachbarn gar nicht mehr. Grund genug, genau dafür eine App zu entwickeln. Ein Berliner Startup ging zunächst mit der Website „nebenan.de“ an den Start, um Nachbarn miteinander zu vernetzen. Der eine braucht eine Bohrmaschine, der andere hat sie. Der eine sucht jemanden zum Skat spielen, der andere auch. Der eine bietet – so die Idee dahinter. Nachbarn helfen Nachbarn und lernen sich so besser kennen. Dass es nebenan.de auch als App geben muss, versteht sich fast von selbst. Anders als bei vielen „Freundschaftsportalen“ und Apps nimmt man es hier mit dem Datenschutz sehr genau: Keinerlei Daten werden für Werbezwecke verkauft, unwichtige Informationen werden von Zeit zu Zeit gelöscht und alle Daten so verschlüsselt, das Dritte oder Hacker damit nichts anfangen können. Außerdem werden den Nutzern nur die Nachbarn im unmittelbaren Umkreis in der App angezeigt, was für Datenhändler, die sich gegebenenfalls nur die Adressen unter den Nagel reißen wollen, ziemlich uninteressant ist.

Apps für die Reise

Wer nicht immer nur daheim, sondern gern auch mal verreist, wird neben Google Maps, Booking.com sicherlich auch nach Reise-Apps seinen Urlaubsort betreffend suchen, wo man zahlreiche Informationen über das Reiseziel bekommt. Aber welche Apps helfen dabei, die Reise vorzubereiten? Was soll ich mitnehmen? Benötige ich bestimmte Impfungen? Diese Fragen beantwortet die App „BackPoint“. Man gibt einfach das Reiseziel ein und was man am Urlaubsort alles unternehmen will, und schon erhält man eine Packliste für den Reisekoffer und dazu auch noch Informationen zu notwendigen Impfungen im Reiseland. Einfacher geht Urlaubsvorbereitung nun wirklich nicht.

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Wenn es im Reiseland mit der Verständigung nicht so gut klappt, hilft die App „Duolingo“. Einfache Lektionen lehren jedem Reisenden, sich in der Landessprache seines Reiseziels verständigen zu können – und das völlig kostenlos. Nicht nur die Sprache in Schriftform wird vermittelt, sondern auch, wie man Worte richtig ausspricht.

Sicherheit am Urlaubsort ist das A und O bei jeder Reise. Nicht selten gelten am Reiseziel bestimmte Orte als besonders gefährlich oder es besteht gerade aufgrund von Unruhen akute Gefahr für Reisende. Die App Sicher Reisen“ vom Auswärtigen Amt liefert genau diese Informationen aus erster Hand. Aktuelle Reisewarnungen, die Adressen der deutschen Vertretungen im Reiseland sowie eine „ich bin O.K.“-Funktion, die per Tastendruck den Angehörigen zuhause signalisiert, dass man z. B. bei Katastrophen am Urlaubsort in Sicherheit ist.

„Dampf ablassen“ mit der „DampferApp“

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Dampfen ist das neue Rauchen. Statt zum Glimmstengel greifen immer mehr Raucher zur E-Zigarette. Die weniger schädliche Variante des Rauchens unterscheidet sich in vielen Dingen von dem, was man unter Rauchen versteht. Dampfen ist zu einer neuen Genusskultur avanciert und hat mit dem Rauchen herkömmlicher Zigaretten nicht mehr viel gemein. Kein Wunder, dass Dampfer sich auch über neue Trends informieren wollen – aber wo? Natürlich gibt es auch dafür eine App: Die „DampferApp“ informiert nicht nur über alles rund ums Dampfen, sondern verbindet Dampfer auch miteinander. Mit der Dampfer-Community kann man chatten oder nach Profilen anderer Dampfer suchen und somit Gleichgesinnte finden. Dampfshop-Händler findet man hier ebenso mit Hilfe einer Karten- und Suchfunktion, und auch aktuelle News und Trends rund ums Dampfen wie Infos zu Liquids oder den neuesten Geräten dürfen nicht fehlen.

Apps für Kinder – nur wenige sind kindgerecht

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Dass auch Kinder gern mit Smartphones spielen, ist mittlerweile bekannt. Jedoch sind Eltern oft unsicher, welche Apps tatsächlich kindgerecht und unbedenklich sind. Spiele-Apps wie Brawl Stars, Clash Royale oder Angry Birds nehmen es mit dem Kinderschutz nicht immer so genau. Anders bei der „Maus“-App. Hier gibt es weder Werbung noch In-App-Käufe noch befinden sich bedenkliche Inhalte in der App der bekanntesten Fernsehmaus Deutschlands. Geprüft hat dies jugendschutz.net, das Kompetenzzentrum von Bund und Ländern, das sich um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet bemüht. Mit der App „Die Maus“ können Eltern ihre Kinder bedenkenlos spielen und lernen lassen. Viele Eltern kenn die Maus noch aus ihrer eigenen Kindheit, was ebenfalls Vertrauen weckt. Eine App, die sinnvoll ist und nicht nur zum sinnfreien „Daddeln“ verführt.

Das Smartphone als Lebensretter

Eine App, die sogar Leben retten kann, sollte eigentlich jeder auf dem Smartphone haben. Jeder kann einmal in die Situation kommen und auf Erste Hilfe angewiesen sein. Gut, wenn es dann Menschen gibt, die ihrer Pflicht nachkommen und tatsächlich etwas tun, anstatt sich einfach vom Unfallort zu entfernen. Jeder Führerschein-Besitzer hat einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert, aber nach ein paar Jahren ist Vieles in Vergessenheit geraten. Wer die Erste-Hilfe-App des Deutschen Roten Kreuzes auf dem Handy hat, braucht keine Angst zu haben, als Ersthelfer etwas falsch zu machen. Sie bietet eine interaktive Begleitung für Ersthelfer, ist aber vor allem dazu geeignet, um seine Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Zwar kann man in den Rezensionen der App-Stores einige kritische Anmerkungen lesen, was die Handhabung der App im Notfall angeht, dennoch ist so ein Tool sinnvoll, wenn man sie dabeihat und im Notfall nicht weiterweiß.

Wer nachts oder am Wochenende plötzlich krank wird, benötigt meist Medikamente. Aber was tun, wenn die Apotheke um die Ecke nicht mehr geöffnet hat? Unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 00 22 8 33 oder per Kurzwahl 22 8 33 auf dem Handy erfährt man, welche Apotheke in der Nähe gerade Notdienst hat. Schneller und einfacher geht das aber auch per App: Die Apothekennotdienst-App zeigt auf einer Karte alle Apotheken an, die gerade geöffnet haben. Per GPS errechnet die App die Entfernung vom aktuellen Standort und kann sich per Klick sogar dorthin navigieren lassen – es öffnet sich dann Google Maps oder die Karten-App von Apple. Mehr kann die App nicht – aber mehr musss sie auch nicht können. Ein einfaches Tool, das im Notfall treue Dienste leitet und genau das tut, was man braucht.

Alles klar mit „Clear“

Um den Überblick über Termine zu behalten, gibt es bereits genug Apps, aber wie kann ich alltägliche Dinge in einer Art To-Do-Liste einfach und effektiv organisieren? Mit der App „Clear“ ist das kein Problem. Sie ist auf das nötigste beschränkt und daher einfach zu bedienen. Man legt ganz einfach Aufgaben an, markiert sie farbig, sortiert sie nach Prioritäten und hakt sie nach Erledigung einfach ab – per Wisch-Geste. Die Farbintensität der Aufgaben nimmt je nach Priorität zu oder ab. Die sehr einfache Handhabung und Übersichtlichkeit macht es jedem einfach, seine aktuellen Aufgaben im Blick zu behalten.

Eine ähnlich übersichtliche App gibt es auch für die E-Mail-Verwaltung: Mailbox. Auch hier geht es darum, möglichst übersichtlich erkennen zu können, welche Mails bereits bearbeitet wurden und welche nicht. Nicht die bereits gelesenen, sondern die nicht beantworteten Mails werden angezeigt – ein deutlicher Unterschied zu anderen Mail-Clients. Mails werden somit mit einer To-Do-Liste verbunden, damit man nicht vergisst, sie zu bearbeiten. Auch hier können Mails nach Prioritäten geordnet werden. So verschwinden weniger wichtige Mails für einige Zeit, um dann nach einem vorbestimmten Zeitraum wieder zu erscheinen. Mails nicht beantworten war gestern – heute ist „Mailbox“!